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Ergebnisanzeige "Reiche Gleichheit. Ökonomie bei Peter Hacks. Siebente wissenschaftliche Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft"
RessourcentypCall for Papers
TitelReiche Gleichheit. Ökonomie bei Peter Hacks. Siebente wissenschaftliche Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft
BeschreibungDie siebte wissenschaftliche Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft wird am 15. November 2014 zum Thema „Ökonomie bei Hacks“ stattfinden. Ziel ist es, die Gestaltung und die Analyse wirtschaftlicher Prozesse im Werk von Hacks zu untersuchen. Die Tagung soll damit auch an aktuelle Diskussionen um Darstellung und Darstellbarkeit von Ökonomie in der Literatur und insbesondere auf der Theaterbühne anknüpfen.

Wirtschaftliche Vorgänge finden sich zum einen in mehreren der Dramen Hacks‘. So steht „Die Sorgen und die Macht“ (1958-62) im Kontext der Produktionsstücke in der frühen DDR, thematisiert „Die Binsen“ (1981) internationale Handelsbeziehungen und „Der Geldgott“ (1991) Finanzspekulation. Diese drei Beispiele repräsentieren auch die drei grundlegenden ökonomischen Konstellationen, mit denen es Hacks nach seiner Übersiedlung in die DDR 1955 zu tun hatte: die Aufbauphase der sozialistischen Wirtschaft in der Ulbricht-Zeit, die Niedergangsphase der 1970er und 1980er Jahre und die Restauration kapitalistischer Verhältnisse. In anderen Stücken sind der Zusammenhang politischer und wirtschaftlicher Interessenlagen von Bedeutung, z.B. in „Prexaspes“ (1968), „Numa“ (1971), „Fafner, die Bisam-Maus“ (1991) oder „Bojarenschlacht“ (1996). In „Der Maler des Königs“ (1991) ist dann der Zusammenhang von Wirtschaft und Kunstproduktion ein Thema.

Um die Ökonomie der Kunst geht es in vielfach in den Essays. Zentral ist hier „Schöne Wirtschaft“ (1987). In diesen „ästhetisch-ökonomischen Fragmenten“ unternimmt Hacks eine grundlegende Bestimmung des Werts von Kunst und künstlerischer Tätigkeit, die gleichzeitig politökonomische Grundannahmen des Marxismus weiterdenkt und teilweise revidiert. Nach 1989 hat sich Hacks essayistisch mit der zeitgenössischen Kultur („Unter den Medien schweigen die Musen“, 1990) und den Zukunftsaussichten einer kapitalistischen Wirtschaft („Georg Nostradamus oder Professor Fülberths Vorhersage“, 2000) auseinandergesetzt. In der „Berlinischen Dramaturgie“, den Protokollen der von Hacks geleiteten Arbeitsgruppen an der Akademie der Künste der DDR, finden sich zudem Hinweise auf die Ökonomie des Theaters.

Erwünscht sind zum einen Vorträge, die die Darstellung der Wirtschaft bei Hacks an Werkbeispielen oder in chronologischen bzw. systematischen Zusammenhängen vorstellen. Zum anderen sollen Hacks‘ Positionen in ihrem zeitgenössischen Kontext verortet werden; dies schließt sowohl ökonomische Theorien ein als auch konkurrierende literarische Strategien, Wirtschaft zu gestalten.

Die Vorträge sollten idealerweise 20 Minuten, maximal 30 Minuten dauern. Die Veröffentlichung der Beiträge ist für 2015 im Aurora Verlag geplant.

Veranstaltungsort:
Berlin, Magnus-Haus. Am Kupfergraben 7

Kontakt:
Jutta Becker
E-mail: j.becker@peter-hacks-gesellschaft.de
Web: http://www.peter-hacks-gesellschaft.de/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Bewerbungsschluss01.04.2014
Beginn15.11.2014
Ende15.11.2014
PersonName: Jutta Becker 
Funktion: Ansprechpartnerin 
E-Mail: j.becker@peter-hacks-gesellschaft.de 
KontaktdatenName/Institution: Peter-Hacks-Gesellschaft 
Strasse/Postfach: Neue Grünstr. 18 
Postleitzahl: 10179 
Stadt: Berlin 
Telefon: 0049-30 23 809 129 
Fax: 0049-30 23 809 123 
E-Mail: Jutta Becker  
Internetadresse: http://www.peter-hacks-gesellschaft.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur nach 1945
Klassifikation18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.11.00 DDR > 18.11.07 Stoffe. Motive. Themen; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.14.00 Zu einzelnen Autoren
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