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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Erfahren oder erzeugt? Zum Leben der Sprachdifferenz"
RessourcentypCall for Papers
TitelErfahren oder erzeugt? Zum Leben der Sprachdifferenz
BeschreibungCall for Papers: Erfahren oder erzeugt? Zum Leben der Sprachdifferenz. Internationale Tagung an der Universität Luxemburg, 13./14.10.2014

*** ENGLISH VERSION BELOW ***

Gegenwärtige Forschung zur mehrsprachigen Literatur findet vor dem Hintergrund einer fachpolitischen Unterscheidung statt, welche die geplante Abschlusstagung des Luxemburger Forschungsprojekts MULTILING zum Gegenstand der Betrachtung machen möchte: Man unterscheidet zwischen solchen Formen literarischer Mehrsprachigkeit, die ihren Dreh- und Angelpunkt im Leben selbst, sprich in der mehrsprachigen Erfahrung je unterschiedlicher Gruppen haben; und solchen Formen, die in erster Linie aus einem ästhetischen Willen heraus zu erklären sind. Schnell bei der Hand sind Attribute, die man mit dieser Grundunterscheidung verbinden zu können glaubt: kollektiv/individuell, echt/artifiziell, populär/hochkulturell, naiv/reflektiert, politisch/ästhetisch, etc. Je nach Interesselage kann man die eine Seite der Unterscheidung gegen die andere ausspielen.

Die Tagung stellt in Frage, ob solche Dichotomisierungen der Sache angemessen sind. Denn zum einen besteht der Verdacht, dass Ansätze, die allein dem Populären eine kollektive und lebensunmittelbare Herkunft unterstellen, dabei die Fähigkeit ästhetischer Selbstreflexivität unterschätzen, wirkmächtig alternative Welt- und Gesellschaftsentwürfe zu lancieren. Zum anderen ist klar, dass kein literarisches Werk seinen Umgang mit Sprachdifferenz im luftleeren Raum pflegt, sondern dass im Gegenteil die kulturelle und soziale Wertigkeit dieser Differenzen unmittelbar Teil jeder ästhetischen Konstruktion von Sprachdifferenzen ist. Es stellen sich (mindestens) folgende Fragen: Wo haben Sprachdifferenzen ihren (legitimen) Ort? Wie sind sie dem Leben verbunden? Was hat Literatur damit zu tun? Und wie hätte sich eine Philologie der Mehrsprachigkeit zur Frage nach dem Leben der Sprachdifferenz zu verhalten?

Wir bitten um Vorschläge für Beiträge zum damit skizzierten Fragehorizont. Von welchen literarischen Beispielen sie ausgehen, ist grundsätzlich offen; wünschenswert, aber nicht verpflichtend, ist die Bezugnahme auf Gegenwartsliteratur, die in irgendeiner Weise demjenigen verbunden ist, was wir ‚deutsche Sprache‘ zu nennen gewohnt sind.

Bitte senden Sie Abstracts bis zum 15.3.2014 an: till.dembeck@uni.lu

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Experienced or Produced? The Life of Language Difference
International Symposium at the University of Luxembourg, 13/14 October 2014

The planned final conference of the project MULTILING at the University of Luxembourg will focus a distinction that most recent scholarship on multilingual literature in one or another way relates to and that immediately affects the interior politics of our discipline: The difference between such forms of literary multilingualism which emerge out of life, that is, out of the lived experience of concrete groups of people; and such forms that are produced out of purely aesthetic intentions. There is a whole spectrum of contradictory attributes scholars are inclined to relate to these types of literary multilingualism: collective/individual, real/artificial, popular/elitist, naive/reflexive, political/aesthetic, etc. Depending on individual interest, scholarship one can then easily play off one type against the other.

The conference calls the appropriateness of such dichotomies into question. On the one hand, we believe that approaches which hold only popular forms to emerge from collective and lived experience, underestimate the power of aesthetic self-reflexivity to launch alternative designs of the world and of society. On the other hand, even the most aestheticist literary text can not make use of language differences without relating to their cultural and social connotations. We would like to ask the following questions (minimum): What is the (legitimate) place of language difference in life? How does literature relate to it? And how will a future multilingual philology relate to the question after the life of language difference?

We ask for papers considering this range of questions. It is principally of no significance which literary examples are looked at; we would be happy to see some reference to recent literary works and/or to works that involve what we are used to call ‘German language’, but this is not obligatory.

Please send abstracts to till.dembeck@uni.lu. Deadline: 15 March 2014.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortLuxemburg
Bewerbungsschluss15.03.2014
Beginn13.10.2014
Ende14.10.2014
PersonName: Till Dembeck 
E-Mail: till.dembeck@uni.lu 
KontaktdatenName/Institution: Till Dembeck, Université du Luxembourg 
Strasse/Postfach: Route de Diekirch 
Postleitzahl: 7201 
Stadt: Walferdange 
Telefon: +352-4666449606 
E-Mail: till.dembeck@uni.lu 
Internetadresse: www.germanistik.lu 
LandLuxemburg
BenutzerführungDeutsch
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