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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Brechts Romane und Romanprojekte "
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelBrechts Romane und Romanprojekte
Beschreibung>BRECHT-TAGE 2014<

10. bis 14. Februar 2014

im Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 15, 10115 Berlin

Thema: Brechts Romane und Romanprojekte

Obwohl Brecht zu den Pionieren des modernen Romans zu zählen ist, stehen seine Romanprojekte noch immer im Schatten der Theatertexte und Dichtungen. Woran liegt es, dass es bisher nicht zu einer substantiellen Neuentdeckung des Romanciers Brecht gereicht hat? Wieso fehlt der Name Brechts gemeinhin, wenn von den Romanen der 1930er Jahre die Rede ist? Vor allem aber: Worin liegt das Einzigartige und noch immer Wegweisende seiner Romanentwürfe und ihrer satirisch-komischen Plots?

Medienpartner: rbb Kulturradio, zitty Berlin, taz

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Mo.10.02. 20 Uhr
Podiumsgespräch
Top oder Flop? Was taugt Brecht als Romancier?
Stephan Speicher im Gespräch mit Lorenz Jäger

War Brecht ein Vorkämpfer des modernen Romans? Oder blieb ihm das Schreiben von Romanen im Wesen fremd? Außer dem „Dreigroschenroman“ hat Brecht zwei umfangreiche Romanfragmente („Caesar“-Roman, „Tuiroman“) und mehrere Entwürfe und Notizen zu weiteren Romanen hinterlassen. Aber halten diese Versuche der Bedeutung stand, die Brecht als Dramatiker und Lyriker erreicht hat? Wie könnte eine Neuentdeckung dieser Texte gelingen?

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Di. 11.02. 20 Uhr
Podiumsgespräch
Wiedergelesen: Brechts “Dreigroschenroman” – Wie erzählt man vom Kapitalismus?
Mit Jörg-Uwe Albig, Nora Bossong und Georg M. Oswald
Moderation: Jutta Person

Der „Dreigroschenroman“ ist der einzige von Brecht fertiggestellte Roman. Es handelt sich um den Versuch, eine Form zu finden, das moderne Wirtschaftssystem nicht einfach nur darzustellen, sondern es gleichsam zur Verhandlung zu stellen. Inwiefern kann man an die von Brecht gewählten narrativen Strategien anknüpfen? Wie sonst lässt sich heute vom Kapitalismus erzählen?

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Mi. 12.02. 20 Uhr
Vortrag und Filmvorführung
Die Verfilmung von Brechts Romanfragment „Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar“: „Geschichtsunterricht“

Einführender Vortrag: Martin Brady

„Geschichtsunterricht“ (Italien/BRD 1972, 88 Min.), von Jean-Marie Straub und Danièle Huillet
Als einzige Verfilmung eines Brecht-Romans entstand 1972 auf Grundlage des Fragments „Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar“ der Film „Geschichtsunterricht“. Die Filmemacher Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, die für Drehbuch, Regie und Produktion zuständig waren, adaptierten in filmischer Form Brecht‘sche Techniken wie Lakonismus, Genauigkeit und darstellerische Distanz. Entstanden ist eine der exzeptionellsten Literaturverfilmungen überhaupt.

Mit freundlicher Unterstützung durch „straub-huillet-films“/BELVA Film GmbH

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Do. 13.02. 20 Uhr
Podiumsgespräch
Wiedergelesen: Brechts „Tui“-Romanfragment – Brauchen wir wieder mehr Satire?

Mit Jakob Hein und Gerhard Henschel
Moderation Gerrit Bartels

Brechts „Tui“-Roman ist über einzelne Fragmente nicht hinausgekommen. Die wenigen Passagen aber dokumentieren bestens, mit welcher satirischen Schärfe sich Brecht die Weimarer Republik und ihre geistigen Repräsentanten vorknüpfen wollte. Bereits der Titel „Tui“, kurz für „Tellekt-Uelle-In“, eine wortspielerische Verballhornung des Typus „Intellektuelle“, gibt den parodistischen Ton des Projektes vor. Aber wie weit darf Satire gehen? Andererseits: Bräuchten wir nicht längst wieder mehr satirische Angriffslust?

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Fr. 14.02. ab 9:30 Uhr
Öffentliche Tagung
Brechts Romane und Romanprojekte

Eintritt frei!

9:30 Uhr: Eröffnung

9:45 Uhr: Klaus-Detlef Müller (Tübingen):
„Ein antiaristotelischer Roman – ‚Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar’“

10:30 Uhr: Sophia Ebert (Frankfurt a. M.):
“Erkundung des Populären. Brecht/Benjamins Romanentwurf >>Tatsachenreihe<<“

Pause

11:30 Uhr: Uta Degner (Salzburg):
„Menschen ohne Eigenschaften. Innovationen des Gesellschaftsromans bei Brecht und Musil“

12:15 Uhr: Helen Fehervary (Ohio/USA):
„Große/kleine Pädagogik im Romanwerk von Bertolt Brecht und Anna Seghers“

Mittagspause

14:30 Uhr: Stefan Willer (Berlin):
„>>Ausverkauf<<. Die literarische Ökonomie des >>Dreigroschenromans<<“

15:15 Uhr: Ernest Schonfield (Glasgow/GB):
„Sprachgebrauch als Waffe und Tarnung im „Dreigroschenroman“

Pause

16:30 Uhr: Marja-Leena Hakkarainen (Turku/Finnland):
„Satire und Karneval in Bertolt Brechts Romanwerk“

17:15 Uhr: Frank D. Wagner (Oldenburg):
„Brecht zeichnet Hegel. Die satirischen Denkbilder im “Tui-Roman” und die humoristische Dialektik in den “Flüchtlingsgesprächen”“

18 Uhr: Abschlussdiskussion

Moderation Hans-Christian von Herrmann, Helmut Peitsch
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.lfbrecht.de/event/news/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortLiteraturforum im Brecht-Haus Berlin
Beginn10.02.2014
Ende14.02.2014
PersonName: Hippe, Christian  
Funktion: Projektleitung 
E-Mail: hippe@lfbrecht.de 
KontaktdatenName/Institution: Christian Hippe/ Literaturforum im Brecht-Haus 
Strasse/Postfach: Chausseestraße 125 
Postleitzahl: 10115 
Stadt: Berlin 
Telefon: 030 2822003 
E-Mail: hippe@lfbrecht.de 
Internetadresse: http://www.lfbrecht.de/content/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1880 - 1945; Literatur nach 1945
Zusätzliches SuchwortBrecht, Dreigroschenroman, Tui-Roman, Romanfragment, Romanprojekt
Ediert von  H-Germanistik
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