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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Zwischen Literatur und Journalistik. Generische Formen in Periodika des 18. bis 21. Jahrhunderts"
RessourcentypCall for Papers
TitelZwischen Literatur und Journalistik. Generische Formen in Periodika des 18. bis 21. Jahrhunderts
BeschreibungCFP: Zwischen Literatur und Journalistik. Generische Formen in Periodika des 18. bis 21. Jahrhunderts
Wissenschaftliche Tagung
Organisatoren: Magdalena Bachmann, Gunhild Berg, Michael Pilz
9.-10. Oktober 2014, Institut für Germanistik der Universität Innsbruck


Seit dem 17. Jahrhundert werden Zeitungen und Zeitschriften zum zukunftsweisenden Medienformat der Moderne. Sie sind ein kreativer generischer Pool immer wieder neuer Schreibweisen und Genres, die verschiedene narrative Traditionen aufgreifen, kombinieren, verändern und neue ausbilden. Im Spannungsfeld zwischen Fakten und Fiktionen, zwischen Belletristik und Essay flottieren spezifisch journalistische wie literarische Gattungen und Gattungshybride, deren Formation, Innovation und Variation im Zentrum des Interesses dieser Tagung stehen.
Die Tagung fokussiert nicht die verschiedenen Typen von Zeitungen und Zeitschriften, sondern das generische Formenrepertoire und -potential innerhalb der Periodika vom 18. bis ins 21. Jahrhundert: Reportage, Feuilleton, Leserbrief, Rezension und Fortsetzungsroman entstehen; Anekdote, Miszelle und Essay florieren. Diese und andere Gattungen (e)laborieren zwischen fiktional-narrativen und nonliterarischen Formen, kombinieren generische Muster und Narrative und etablieren neue Darstellungskonventionen und Schreibweisen. Eine der nachhaltigen Ausprägungen dieser Mischung ist das Feuilleton, das journalistisches Berichten über fiktionale Erzeugnisse aus Literatur- und Theaterszene, Kunst und Kultur mit dem literarisch inspirierten Erzählen über faktisches Zeitgeschehen verbindet. Das unterhaltende „Beiblatt“ bildet wiederum selbst ein multiples Formenarsenal erfolgreich aus (Theaterkritik, Reisebericht, Essay usw.). Das Medium der Zeitung oder Zeitschrift verknüpft dabei die vielfältigen Sparten, Spalten und Rubriken synoptisch zu einer polytextuellen Matrix verschiedener Gattungen und Textsorten.

Im Rahmen der Tagung ist diese generische Mischung sowie die mediale Interaktion dieser mise en page in historischer wie in synchroner Perspektive zu erkunden. Im periodischen Konglomerat aus textlichen und bildlichen Repräsentationsformen, Kommunikationsstrukturen und Publikationsstrategien sind Kontexte, innerhalb derer ein Text präsentiert wird, keine publizistisch unvermeidliche Zutat, sondern ein bedeutungsstiftendes und daher analyserelevantes Arrangement. Denn die mediale Kombination steuert zeitlich wie inhaltlich unterbrochene, vielbezügliche und komplexe Rezeptionsprozesse und ihre Konditionierung. Periodika interessieren daher als mediale Formate, die sowohl produktionsästhetische Konventionen ausbilden als auch konkrete, historisch wandelbare Wahrnehmungs- und Erkenntnisformatierungen rezeptionsästhetisch einüben. Die jeweiligen soziopublizistischen Ausprägungen und medialen Umgebungsbedingungen geraten folglich gleichermaßen in den Blick wie ihr historischer Wandel.

Die Tagung fokussiert weder nur literarische noch allein nichtliterarische Textbereiche, sondern ihr generisches Interagieren. Gegenstand der Beiträge sollen daher nicht ausschließlich literarische Texte sein, etwa die Erstabdrucke (später) kanonisierter belletristischer Werke und ihre publikationsbedingte (De-)Formation, um Periodika nicht auf eine ‚Milieubedingung‘ literarischer Großschriftstellerei zu reduzieren. Gegenstand soll auch nicht allein außerliterarisches, etwa naturkundliches oder zeitgeschichtliches Wissen im Transformationsfeld journalistischer Medialisierung und Popularisierung sein. Gesucht werden vielmehr Beiträge über die journalistisch-narrativen Spezifika von Fakten, Fiktionen und Kompositformen vor allem hinsichtlich des Zusammenspiels unterschiedlicher Textsorten, Rubriken und Gattungen innerhalb der verschiedenen Periodika unter diachronen wie synchronen Perspektiven.

Eine Publikation der Beiträge ist beabsichtigt. Interessenten werden um Vorschläge von max. 500 Wörtern für Vorträge (von 30 Minuten) sowie um einen kurzen CV bis zum 10. März 2014 an eine der u. g. E-Mail-Adressen gebeten.


magdalena.bachmann@uibk.ac.at
gunhild.berg@uibk.ac.at
michaelpilz@gmx.de

Universität Innsbruck
Institut für Germanistik
Innrain 52d
A – 6020 Innsbruck

Web: http://www.uibk.ac.at/germanistik/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortInnsbruck
Bewerbungsschluss10.03.2014
Beginn09.10.2014
Ende10.10.2014
PersonName: Berg, Gunhild [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: gunhild.berg@uibk.ac.at 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Germanistik der Universität Innsbruck 
Strasse/Postfach: Innrain 52d 
Postleitzahl: A - 6020 
Stadt: Innsbruck 
Telefon: +43 (0)512 507-4138  
Fax: +43 (0)512 507-2899 [Sekretariat] 
E-Mail: gunhild.berg@uibk.ac.at 
Internetadresse: http://www.uibk.ac.at/germanistik/ 
LandÖsterreich
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
Klassifikation10.00.00 16. Jahrhundert > 10.11.00 Gattungen und Formen > 10.11.05 Weitere Formen; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.07.00 Zeitschriften; 13.00.00 Goethezeit > 13.07.00 Zeitschriften; 14.00.00 Romantik > 14.09.00 Zeitschriften; 15.00.00 19. Jahrhundert > 15.08.00 Zeitschriften. Zeitungen; 16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914) > 16.09.00 Zeitschriften; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.10.00 Zeitschriften; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.07.00 Literaturzeitschriften; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.07.00 Literaturzeitschriften
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