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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Form & Emotion – Veranstaltungen"
RessourcentypVerschiedenes (Workshops, Sommerschulen u.a.)
TitelForm & Emotion – Veranstaltungen
BeschreibungStimmungskameradschaft.
Die Rolle kollektiver Emotionen in Erkenntnisprozessen

WORKSHOP 29. Januar 2014, 14:00 Uhr – 17:00 Uhr

Emmy Noether-Nachwuchsgruppe "Form und Emotion",
Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Abteilung Kunstgeschichte,
Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
Georg Forster-Gebäude, Jakob Welder-Weg 12,
1. OG, Raum 1.314

Die wichtigste Grundlage einer echten intersubjektiven Verständigung
ist die "Stimmungskameradschaft", schreibt der Mikrobiologe und
Wissenschaftstheoretiker Ludwik Fleck 1935 in "Entstehung und
Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache". Ja, selbst die
Entstehung wissenschaftlicher Tatsachen führt Fleck auf das
Vorhandensein einer gesellschaftlichen Stimmung zurück, die der Träger
ist für kollektive Annahmen und Wertungen. Vor dem Hintergrund des
kognitivistischen Ansatzes der Emotionsforschung in den letzten beiden
Jahrzehnten gewinnt Flecks Modell erneute Aktualität. Emotionen werden
hier als Bewertungen innerhalb eines durch kollektive Erfahrungen,
gesellschaftliche Praxis und soziale Normen konstituierten
Bedeutungsrahmens angesehen.

Die übergreifende These ist, dass auch das Kunstwerk als ein Ort der
sozialen Aushandlung von Werten, Bedeutungen und damit Wissen
anzusehen ist und dass Emotionen dabei eine wesentliche Rolle spielen.
Will man über die Vorstellung von Emotionen in der Kunst als Ausdruck
der individuellen Psyche oder als Auslöser kollektiver
Massenreaktionen hinausgehen, stellt sich die Frage, wo und wie sich
die Emotionen der Kunst konkret manifestieren, auf welche Weise sie
sozial wirksam werden können und welche Rolle die ästhetische
Erfahrung dabei spielt? Hier könnte sich das Konzept der
"Stimmungskameradschaft" als fruchtbar erweisen, um die Begrenzung
universalistischer wie konstruktivistischer Emotionsmodelle zu
überwinden. So wie Fleck den Gefühlen Bedeutung im wissenschaftlichen
Erkenntnisprozess zuschreibt, soll auch ihre Bedeutung im ästhetischen
Erkenntnisprozess ergründet werden.

Anhand einschlägiger Texte von Ludwik Fleck sowie zeitgenössischer
Texte der Emotionsforschung soll eine kritische Diskussion über die
theoretischen und methodologischen Voraussetzungen für ein Modell von
sozialen Emotionen in der Kunst in Gang gesetzt werden.

Der Workshop richtet sich an Wissenschaftler/innen, wissenschaftlichen
Nachwuchs und fortgeschrittene Studierende aller Fachrichtungen.
Den Teilnehmer/innen des Workshops wird ein digitaler Reader mit
Texten zur Verfügung gestellt, die die Grundlage der Diskussion bilden.

Es wird um eine formlose Anmeldung gebeten bei Kerstin Thomas:
kerstin.thomas@uni-mainz.de.

wissenschaftliche Leitung:
Dr. Kerstin Thomas (Mainz)
PD Dr. Caroline Welsh (Erlangen/Berlin)
Prof. Dr. Claus Zittel (Berlin)

Veranstaltungsort:
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft
Abteilung Kunstgeschichte
Georg Forster-Gebäude
Jakob Welder-Weg 12
Raum 1.314
55128 Mainz

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.form-und-emotion.de/veranstaltungen/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMainz
Beginn29.01.2014
Ende29.01.2014
PersonName: Dr. Kerstin Thomas 
Funktion: Leiterin Emmy Noether-Nachwuchsgruppe "Form und Emotion" 
E-Mail: kerstin.thomas@uni-mainz.de 
KontaktdatenName/Institution: Emmy Noether Nachwuchsgruppe "Form und Emotion", Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Abteilung Kunstgeschichte 
Strasse/Postfach: Georg Forster-Gebäude, Jakob Welder-Weg 12 
Postleitzahl: 55128  
Stadt: Mainz 
Telefon: 06131/39-22132 
Fax: 06131/39-27893 
E-Mail: kerstin.thomas@uni-mainz.de 
Internetadresse: http://form-und-emotion.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft)
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.04.00 Wissenschaftsgeschichte; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.04.00 Methodik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.01.00 Forschung; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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