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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Ästhetische Eigenzeiten. Zeit und Darstellung in der polychronen Moderne"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelÄsthetische Eigenzeiten. Zeit und Darstellung in der polychronen Moderne
BeschreibungAuftakttagung des Schwerpunktprogramms 1688 an der Leibniz Universität Hannover, 16.-17. Januar 2014,
Leibnizhaus, Holzmarkt 4-6, 30159 Hannover

Zeit lässt sich nicht allgemein fassen, ihr Erscheinen ist an die merkmalsevidente Verbindung mit konkreten Gegenständen gebunden. Veränderungen von Zeitlichkeit vollziehen sich zuerst durch Wahrnehmung, Darstellung und Praxis und dringen erst danach in propositionale Strukturen. Eine Grundthese des Schwerpunktprogramms (SPP) lautet, dass der mit der Modernisierung verbundene Wechsel des Raum-Zeit-Regimes sich nicht nur an den Künsten und ‚Artefakten‘ ablesen lässt, sondern dass er ganz wesentlich durch nicht-propositional zugängliche Verschiebungen präfiguriert und gebildet wird. Das SPP zielt somit auf eine Revision bestehender Forschungsansichten über Verzeitlichung und Modernisierungsprozesse und stellt etablierte Periodisierungen infrage.
Den integrativen Bezugspunkt der Forschungen bildet das Konzept der ‚Ästhetischen Eigenzeiten‘, das wahrnehmbar gemachte, irreduzibel idiosynkratische Temporalitätsregime einzelner Objekte oder Subjekt-Objekt-Konstellationen bezeichnet. Ästhetische Eigenzeiten realisieren sich durch ‚ästhetische Form‘ in der doppelten Semantik des Worts, also durch sinnlich-materielle Erscheinung und aisthetische Darstellung oder, spezifischer, durch künstliche und künstlerische Gestaltungspraktiken. Das Konzept der Ästhetischen Eigenzeit bezieht sich auf die in Artefakten selbst gesetzte, (per)formierte Zeit im Vollzug, zugleich artikuliert es ein auf die allgemeineren gesellschaftlichen, technischen, kunsttheoretischen und wissenschaftlichen Zeitkonzepte reagierendes, sie kommentierendes, reflektierendes und mitgestaltendes historisches Zeitbewusstsein.
Das SPP erstreckt seinen Untersuchungszeitraum von der Gegenwart bis in die Frühe Neuzeit und ist interdisziplinär angelegt. Es will ästhetische Verfahren in allen kulturbildenden Bereichen (auch in den Sozial- und Naturwissenschaften) als grundlegend für die Geschichte des modernen Zeit-Wissens ausweisen; gezeigt werden soll, dass sich in den immer zugleich poetologisch und epistemologisch wirksamen Darstellungspraktiken künstlerische, wissenschaftliche und technische Moderne treffen und einer von den Expertisen der beteiligten Disziplinen ausgehenden kulturwissenschaftlich-komparativen Analyse zugänglich werden.

Vortragsprogramm:

Donnerstag, 16. Januar 2014

18.00 Einführung, Präsentation der ersten Publikationen

18.15 Niklaus Largier (University of California Berkeley): Figur und Zeit: Die Kunst des Essays

19.45 Apéro


Freitag, 17. Januar 2014

09.30 Elisabeth Strowick (Johns Hopkins University): Zeitlichkeit von Wahrnehmung – Wahrnehmung von Zeit

10.30 Michael Hagner (ETH Zürich): Georges Canguilhem und die Eigenzeitlichkeit des Lebendigen

11.30 Pause

12.00 Aleida Assmann (Universität Konstanz): Vom vormodernen zum modernen Zeitregime: Shakespeare und Milton

13.00 Ende
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.aesthetische-eigenzeiten.de
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHannover
Beginn16.01.2014
Ende17.01.2014
PersonName: Gamper, Michael [Prof. Dr.] 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: michael.gamper@germanistik.uni-hannover.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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