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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "»Gesammlet und ans Licht gestellet«. Die Verbindung von Literatur, Musik und Theologie in Anthologien des frühen 18. Jahrhunderts"
RessourcentypCall for Papers
Titel»Gesammlet und ans Licht gestellet«. Die Verbindung von Literatur, Musik und Theologie in Anthologien des frühen 18. Jahrhunderts
BeschreibungCALL FOR PAPERS

»Gesammlet und ans Licht gestellet«.
Die Verbindung von Literatur, Musik und Theologie in Anthologien des frühen 18. Jahrhunderts

3. Internationale Konferenz in der Menantes-Gedenkstätte Wandersleben (11. bis 14. Juni 2015)

Veranstaltet durch den Menantes-Förderkreis e.V. Wandersleben, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Dirk Niefanger) und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Juniorprof. Dr. Dirk Rose)

In den Jahren um und nach 1700 ist, ausgelöst durch den Erfolg der Neukirchschen Sammlung (1695–1727), ein wahrer Anthologien-Boom auf dem deutschsprachigen Buchmarkt zu verzeichnen. Zu einer der bedeutendsten zählt die von Christian Friedrich Hunold herausgegebene Anthologie „Auserlesene Gedichte“, die in den Jahren 1718 bis 1720 erschienen ist, und neben seinen eigenen auch Texte u.a. von Barthold Hinrich Brockes, Johann Christian Günther, Johann Jakob Rambach und Nikolaus von Zinzendorf enthält. Diese als monatliches Periodikum publizierte Sammlung wurde Vorbild für weitere, insbesondere im mitteldeutschen Raum beheimatete Sammlungsprojekte (Stockmann, Bernander u.a.). Sie unterscheiden sich vom Vorbild der Neukirchschen Sammlung vor allem darin, dass in ihnen nicht mehr die galante Poesie, sondern anlassgebundene Dichtung dominiert. Einen verhältnismäßig großen Raum nehmen dabei weltliche und geistliche Kantatentexte ein, die beispielsweise von Bach und anderen vertont worden sind. Durch die Mitarbeit mittel- und norddeutscher Theologen spielen zudem religiöse und theologische Aspekte eine maßgebliche Rolle, die auch als Reflex auf das Reformationsjubiläum von 1717 gesehen werden können, das seinerseits eigene anthologische Publikationen motivierte.
Die Tagung möchte dieses Material in einem interdisziplinären Zugriff untersuchen und auf seiner Grundlage zu einem Gespräch zwischen den einzelnen Fächern einladen. Die zeitgenössischen Anthologien um 1700 sollen dabei als Schnittstellen literarischer, musikalischer und theologischer Diskurse sowie Textpraktiken profiliert werden, die einen noch zu wenig wahrgenommenen Kristallisationspunkt der Kulturgeschichte in der Frühen Neuzeit – in Mitteldeutschland und darüber hinaus – darstellen.

Dabei sollen Themen in den Vordergrund gestellt werden, die eine zentrale Rolle in der Textproduktion des galanten Autors Christian Friedrich Hunold alias Menantes (1680–1721) gespielt haben, wobei sich die Vorträge nicht allein auf Texte Hunolds konzentrieren müssen. Fokussiert werden soll insbesondere die Verbindung von Literatur, Musik und Theologie in den Anthologien des frühen 18. Jahrhunderts.

Die 3. internationale Menantes-Konferenz wird vom 11. bis 14. Juni 2015 in der Menantes-Gedenkstätte Wandersleben stattfinden. Die Vortragsdauer sollte 30 Minuten mit anschließender Diskussion nicht überschreiten. Um die Einreichung eines Themenvorschlags mit kurzer Erläuterung (maximal eine halbe Seite) wird bis zum 15.02.2014 per Mail an dirk.niefanger@fau.de oder dirk.rose@uni-duesseldorf.de gebeten.

Die Ergebnisse der Tagung sollen möglichst zeitnah publiziert werden. Begleitet wird die Tagung von einer Exkursion in das ›barocke Universum‹ Gotha, dem abendlichen Konzert eines Barockensembles sowie weiteren Veranstaltungen mit Kulturträgern aus der Region.

Für Unterkunft (Hotel) und Verpflegung ist durch den Menantes-Förderkreis sowie die Kirchgemeinde gesorgt. Die Reisekosten werden voraussichtlich übernommen.

Prof. Dr. Dirk Niefanger
Jun.-Prof. Dr. Dirk Rose
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
VeranstaltungsortWandersleben
Bewerbungsschluss15.02.2014
Beginn11.06.2015
Ende14.06.2015
PersonName: Prof. Dr. Dirk Niefanger 
E-Mail: dirk.niefanger@fau.de 
Name: Jun.-Prof. Dr. Dirk Rose 
E-Mail: dirk.rose@uni-duesseldorf.de 
KontaktdatenName/Institution: Menantes-Förderkreis e.V. Wandersleben 
Name/Institution: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 
Name/Institution: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 
LandDeutschland
Ediert von  H-Germanistik
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