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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Theorien medialer Gebrauchsformen: Die Arbeitstechniken der Literatur, Teil II"
RessourcentypVortragsreihen
TitelTheorien medialer Gebrauchsformen: Die Arbeitstechniken der Literatur, Teil II
BeschreibungRuhr-Universität Bochum – Germanistisches Institut

Ringvorlesung – Theorien medialer Gebrauchsformen: Die Arbeitstechniken der Literatur, Teil II – WS 2013/2014

Der Umgang mit (literarischen) Texten wird mithilfe einer Fülle von Kulturtechniken reguliert. In der wissenschaftlichen Praxis sprechen wir zumeist von Arbeitstechniken, die zum Teil auf eine lange Tradition zurückblicken, in deren Verlauf sich eine bislang kaum vollständig erfasste, weil unentwegt neue Formen hervorbringende Vielzahl unterschiedlicher Varianten entwickelt und ausdifferenziert hat. Zu beobachten sind sowohl wechselnde Konjunkturen, als auch das Verschwinden überlieferter wie die Entstehung neuer Techniken. Sie betreffen die Vorbereitung (z.B. Recherchieren), Herstellung (u.a. Schreiben, Diktieren) und Einrichtung (Edieren) eines Textes, ebenso wie den rezeptiven Bereich, in dessen Zusammenhang etwa das Exzerpieren, Zitieren oder Kommentieren fallen, die ihrerseits auch wieder in die Produktion neuer Texte münden können. Deutlich wird daran zum einen, dass diese Techniken insofern für Literatur konstitutiv sind, als sie sie überhaupt erst mit hervorbringen. Kein Verfasser, Herausgeber oder Leser, der sie nicht – entweder in angemessener oder auch missbräuchlicher Art – zur Anwendung brächte. Damit dienen diese Techniken nicht als bloße Behelfsinstrumente, sie sind vielmehr grundlegend an der produktiven und rezeptiven Konstitution von Texten beteiligt. Zum anderen lässt sich festhalten, dass sie, obgleich voneinander abgrenzbar, dennoch stets ineinandergreifen und sogar auf das engste interagieren. Anhand der Modifikationen, aber auch Kontinuitäten innerhalb der Gebrauchsgeschichte dieser literarischen und literaturwissenschaftlichen Arbeitstechniken, in der sich momentan verschiedene Umbrüche beobachten lassen, können daher auch Aufschlüsse über die jeweiligen Literaturbegriffe gewonnen werden. Nicht zuletzt an diesem Punkt wird die eminente literaturtheoretische Bedeutung des Problemzusammenhangs greifbar.

Die Ringvorlesung, die auf mehrere Semester angelegt ist und aus jeweils fünf Vorlesungen pro Semester besteht, richtet sich an Studierende, die sich für die kulturtechnische Seite der Literatur interessieren. Zusammen mit einschlägigen Forschern und Forscherinnen können Sie ganz neu über die Geschichte und Zukunft jener Arbeitstechniken nachdenken, deren Funktion und Praxis allzu häufig als selbstverständlich vorausgesetzt wird. Zudem bildet sie eine sehr gute Ergänzung für all diejenigen, die sich für literaturtheoretische Fragestellungen interessieren.

Programm der Ringvorlesung im Wintersemester 2013/14:

30. Oktober 2013: Natalie Binczek/PeterRisthaus (RUB): Zur Einführung

06. November 2013:
 Martin Doll (Universität Luxembourg): Fälschen. Zur diskurskritischen Dimension des Täuschens

04. Dezember 2013:
 Nikolaus Wegmann (Princeton University): Lesegeschwindigkeit. Informationsverarbeitung oder hermeneutische Kunst

18. Dezember 2013: 
Michael Niehaus (TU Dortmund): Protokollieren 

15. Januar 2014: 
Georg Stanitzek (Universität Siegen): Fußnoten


Weitere Informationen bei Prof. Dr. Natalie Binczek unter natalie.binczek@rub.de und Dr. Peter Risthaus unter peter.risthaus@rub.de
Web: http://staff.germanistik.rub.de/neugermanistik-3/lehrveranstaltungen/ringvorlesung-theorien-medialer-gebrauchsformen/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBochum
Beginn30.10.2013
Ende15.01.2014
PersonName: natalie.binczek@rub.de 
Funktion: Veranstalterin 
E-Mail: natalie.binczek@rub.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeSprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Literaturwissenschaft; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.04.00 Methodik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.10.00 Stilistik. Rhetorik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien
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