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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "„Lernen, mit den Gespenstern zu leben.“ Das Gespenstische als Figur, Metapher und Wahrnehmungsdispositiv in Theorie und Ästhetik."
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
Titel„Lernen, mit den Gespenstern zu leben.“ Das Gespenstische als Figur, Metapher und Wahrnehmungsdispositiv in Theorie und Ästhetik.
Beschreibung31. 10.- 02. 11. 2013
Symposium
„Lernen, mit den Gespenstern zu leben.“
Das Gespenstische als Figur,
Metapher und Wahrnehmungsdispositiv in Theorie und Ästhetik

Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstrasse 4, 60316 Frankfurt am Main

"Lernen, mit den Gespenstern zu leben, in der Unterhaltung, der Begleitung oder der gemeinsamen Wanderschaft, im umgangslosen Umgang mit den Gespenstern."
(Jaques Derrida)

Ort: Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstrasse 4, 60316 Frankfurt am Main

Eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie Frankfurt, des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen und des Künstlerhauses Mousonturm, Frankfurt am Main

Tagungsleitung und Konzept: Prof. Dr. Gerald Siegmund (ATW Gießen) und Dr. Ralph Fischer (Evangelische Akademie Frankfurt)

Gespenster – etwas kehrt wieder, geht um, obgleich es bereits als tot erklärt wurde, sucht Körper, Orte und Objekte heim, obwohl ihm kein Platz mehr in der Gegenwart der Lebenden eingeräumt wird. Aufklärung und Moderne widmeten sich der Bekämpfung des Gespensterglaubens und dennoch bevölkern Figurationen des Gespenstischen nicht nur weite Teile der Populärkultur, sondern üben auch große Faszination auf intellektuelle und künstlerische Diskurse aus. Das Symposium untersucht das Gespenstische als Denk- und Erfahrungsmodell zur Auseinandersetzung mit offenen Fragen zu Politik und Ökonomie, Körperlichkeit und Medialität, sowie als Darstellungsdispositiv in der Ästhetik, in Theater, Film, Medien, Literatur und Bildender Kunst. Was bedeutet es, mit den Gespenstern zu leben? Welches politische, ethische und ästhetische Potential birgt dieser umgangslose Umgang mit Gespenstern, den Jacques Derrida fordert? Kann das Gespenst stets als subversive Kraft beschrieben werden, das auftaucht, um die bestehende Ordnung in Frage zu stellen? Eignet sich diese Metapher zur Analyse von Machtdynamiken, deren Wirkung sich unsichtbar, unabhängig von einzelnen Akteuren und bewusst gesetzten Handlungen, an Körpern und Orten entfaltet?
Die Tagung findet im Künstlerhaus Mousonturm statt und wird von einem künstlerischen Rahmenprogramm begleitet, so dass auch jener Ort thematisiert wird, der spätestens seit der griechischen Antike als Schauplatz des Gespenstischen fungiert: Das Theater.

Donnerstag, 31. 10. 2013

an allen drei Tagen im Frankurt LAB
jeweils um 14, 16, 18, 20 und 22 Uhr
Rimini Protokoll
SITUATION ROOMS
Multiplayer Videostück
(Anmeldung erforderlich, weitere Termine bei Bedarf)


18.00 Uhr: Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Gerald Siegmund (ATW Gießen) und Dr. Ralph Fischer (Ev. Akad. Frankfurt)
18.30 Uhr: Key Note: Prof. Dr. Thomas Macho (Humboldt Universität Berlin)
Gespensterkonjunkturen: Zur Sehnsucht nach der Unsterblichkeit im Bild.
19.45 Uhr: Key Note: Prof. Dr. Alice Rayner (Stanford University)
Ghosts Everywhere: History, Memory, and Presence

Freitag, 01. 11. 2013
Gespenster 1800/2013
10.00 Uhr: Begrüßung
10.15–11.45 Uhr: Metatheorie
Erika Thomalla (New York): Botschafter aus dem Geisterreich. Die Gespensterdebatte um 1800.
Dr. Christian Sternad (Wien): Das Gespenst des Poststrukturalismus. Zum Jenseits der Struktur.
Dr. Milena Massalongo (Padua): Gespenster aus der Zukunft.
Chair: Stefan Apostolou- Hölscher (ATW Gießen)

12.00–13.30 Uhr: Gefangene/befangene Geister
Dr. Sladja Blažan (Würzburg): Ghost and their Hosts in the Literature of the Early Republic of the U.S.A.
Dr. Karin Peters (Mainz): Argentinische Autorschaft und fantastische Meta-Anthropologie.
Carola Hilbrand (Gießen): Gespenst|er|leben. Verortungen des Verschwindens.
Chair: Prof. Dr. Gerald Siegmund (ATW Gießen)

13.30 Uhr Mittagspause

14.30–16.00 Uhr: Re-Konfigurationen/ Krise der Darstellung
Dr. Hans Friedrich Bormann (Nürnberg): „Who’s there?“ Hamlets Geist und die Krise der Darstellung.
Sebastian Schulz (Frankfurt a. M.): Das Gespenst der Choreographie. T. Arbeau und W. Shakespeare.
Mateusz Chaberski (Krakau): Means of manipulating space in site specific performance.
Chair: Carola Hilbrand (Gießen)

16.15–17.15 Uhr: Spektrale Zwischenräume
Katja Schneider (München): Gespenstische Referenzen. Zur Performativität des Verweises.
Prof. Dr. Verena Kuni (Frankfurt a. M.): Rem(a)inders. Loci des (Un)Sichtbaren.
Chair: Dr. Ralph Fischer (Ev. Akademie Frankfurt)

17.30–18.30 Uhr: Tragikomische Geister
Dr. Matthias Dreyer (Frankfurt a. M.): Nietzsches Masken–Verlebendigung, Magie und Wiederkehr.
Dr. Eva Krivanec (Wien): Dislozierte Rede. Das Bauchreden als populäre Attraktion und die Faszination des Freundlich- Gespenstischen.
Chair: Dr. Lorenz Aggermann (ATW Gießen)

19.00 Uhr: Abendessen
(nicht im Tagungspreis enthalten)

Samstag, 02. 11. 2013
Das gespenstische 20. Jahrhundert
10.00 Uhr: Begrüßung
10.15–11.45 Uhr: Metropolen
Dr. Denis Forasacco (Antalya): Gespenster der Metropolen. Gespenster auf der Bühne. Das Gespenstermotiv in den Werken Strindbergs, Ibsens und Hauptmanns
PD. Dr. Leonhard Fuest (Hamburg): Die Träume eines Cyborgs. Für eine Grammatik der Heimsuchung
Prof. Dr. Petra Löffler (Weimar): Geister der Stadt. Spektrologie urbaner Räume
Chair: Dr. Ralph Fischer (Ev. Akad. Frankfurt)

12.00–13.30 Uhr: Gespenstische Apparate
Katharina Rein (Weimar): Ein multimediales Spektakel. Zu Jules Vernes „Das Karpatenschloss“.
Björn Wittmayer (München): Der Zauberer als Filmvorführer. Ideologie als Geist aus der Maschine
Dr. Ralph Fischer (Frankfurt): Ghost Machines. Zur Akustik des Spektralen bei Janet Cardiff.
Chair: Eva Holling (ATW Gießen)

13.30 Uhr Mittagspause

14.30–16.00 Uhr: Gespenster des Krieges
Vera Kaulbarsch (München): „I saw a ghost at Béthune.“ Wiedergänger im ersten Weltkrieg
Peter Herr (Saarbrücken): Unheimliche Ethik. Gespenster als Supplement humanistischer Ethik (Shoah).
PD. Dr. Michael Ostheimer (Chemnitz): Von der Hanto- zur Hamletologie. Der Hamletstoff als Drehscheibe für die literarische Aufarbeitung der familiären NS- Nachwirkungen
Chair: Dr. Mathias Dreyer (TFM Frankfurt)

16.15–17.45 Uhr: Un(er)lösbarkeit
Dr. Micha Braun (Leipzig): Echo/Ghost. Praktiken von Erinnerung und Resonanz bei polnischen Künstlern nach 1989
Mark Rabe (Hamburg): "Wie früher Geister kamen aus Vergangenheit / So jetzt aus Zukunft ebenso": Heiner Müllers bildaktive Emergenz der Zombies
Dr. Daniel Illger (Berlin): Die Paranoia der Unerlösbarkeit. American Horror Story und die Politik des Gespenstischen
Chair: Prof. Dr. Gerald Siegmund (ATW Gießen)

Ab 20.00 Uhr: Kate McIntosh: All Ears. Performance im Künstlerhaus Mousonturm

Die Tagung wird finanziell unterstützt von der Hessischen Theaterakademie HTA, der EKHN-Stiftung, der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.
obut@evangelische-akademie.de
Weitere Infos unter:
http://www.roemer9.de/programm/vorschau
http://www.mousonturm.de/web/de/projekte-themen/gespenster
http://www.inst.uni-giessen.de/theater/de/veranstaltungen


Preis pro Tag: 12 Euro/ermäßigt 6 Euro
Tagungspreis: 36 Euro/ermäßigt 18 Euro
Um Anmeldung wird gebeten bis 21. Oktober 2013 unter:
obut@evangelische-akademie.de
Telefon 069/1741 526 – 16

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortFrankfurt a.M.
Beginn31.10.2013
Ende02.11.2013
PersonName: Dr. Ralph Fischer 
Funktion: Tagungsleiter 
E-Mail: fischer (at) evangelische-akademie.de 
KontaktdatenName/Institution: Dr.. Ralph Fischer 
Strasse/Postfach: Eschersheimer Landstrasse 567 
Postleitzahl: 60431 
Stadt: Frankfurt am Main 
Telefon: Tel. 069-1741526-21 
E-Mail: fischer (at) evangelische-akademie.de 
Internetadresse: http://www.roemer9.de/akademie/team.html 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeDramentheorie; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literaturtheorie: Themen; Motiv- u. Stoffgeschichte
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