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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Giovanno Boccaccio - Italienisch-Deutsche Kulturtransfer von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. "
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelGiovanno Boccaccio - Italienisch-Deutsche Kulturtransfer von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart.
BeschreibungKaum zwei andere Kulturen in Europa sind historisch auf eine ähnlich enge Weise miteinander verbunden wie die italienische und die deutsche. Dabei verlief der kulturelle Transfer weitgehend in eine Richtung: von Italien nach Germanien, nach Deutschland. Einer der bedeutendsten kulturellen Schübe, welche die deutschsprachige Welt erhalten hat, wurde durch die Aufnahme der italienischen Renaissance ausgelöst. Einer jener Autoren, die – oft zusammen mit Francesco Petrarca – unmittelbar mit ihren literarischen wie wissenschaftlichen Werken auf deutschsprachige Kontexte wirkten, ist Giovanni Boccaccio, dessen Geburtstag sich 2013 zum 700. Mal jährt. Wohl noch vor 1400 lassen sich Spuren seiner Rezeption nachweisen. Im deutschen Frühhumanismus sind es zwei seiner großen Werke, die schon zur Mitte des 15. Jahrhunderts im Original wie auch in eindrucksvollen Übersetzungen ihre Wirkung beginnen: „De claris mulieribus“ und das „Decamerone“.

Die Konferenz wird sich den zentralen rezeptionsgeschichtlichen Fragen stellen und diese um Aspekte erweitern, die stärker auf die Erfassung der kulturellen Kontexte oder der Kommunikationsprozesse zielt, in denen sie sich abspielen. Zu fragen ist, inwieweit sich in dem vielschichtigen Zusammenspiel von Textrezeption und -produktion spezifische Muster der Wahrnehmung des Anderen, der anderen Kultur erkennen lassen, ob sich mit der Rezeption vor allem des „Decamerone“ auch ein Italienbild formt oder festigt, wie es bisweilen in den Nachdichtungen z.B. von Hans Sachs greifbar zu sein scheint, oder ob die Rezeption der Texte in späterer Zeit durch bestehende Stereotype behindert oder gar geprägt wird. Dies wäre aus den moralischen Verdikten herauszuarbeiten, die Boccaccios „Decamerone“ bis weit ins 20. Jahrhundert hinein begleiteten.

Die Konferenz wird vom 21. bis zum 23. November 2013 in Bamberg in Form von kurzen Impulsreferaten in Sektionen sowie ausführlichen Plenarvorträgen und Workshops mit anschließender Diskussion organisiert werden. Die Kongresssprachen sind Italienisch, Deutsch und Englisch.

Die Veröffentlichung der Beiträge der Bamberger Tagung in einer Publikation ist zeitnah nach der Tagung im Reichert-Verlag geplant.

Organisation:
Prof. Dr. Ingrid Bennewitz, Bamberg
Prof. Dr. Michael Dallapiazza, Urbino
Prof. Dr. Laura Auteri, Palermo

Anmeldungen zur Tagung über das Sekretariat des Lehrstuhls für Deutsche Philologie des Mittelalters:

Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
An der Universität 5
96047 Bamberg

Tel.: 0951/ 863-2125
Fax.: 0951/ 863-2126

E-Mail: germ-philma@uni-bamberg.de

Die Tagung „Giovanni Boccaccio. Italienisch-deutscher Kulturtransfer von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“ findet in Kooperation mit dem Zentrum für Mittelalterstudien in Bamberg statt.


PROGRAMM

Donnerstag, 21.11.2013

Ab 11 Uhr Möglichkeit zur Stadtführung durch das mittelalterliche Bamberg

Ab 12.00 Uhr Das Tagungsbüro ist geöffnet/ Ankunft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

13.30 Uhr Begrüßung durch die Universitätsleitung in Vertretung durch Vizepräsident Prof. Dr. Sebastian Kempgen
Grußwort des Generalkonsuls der Republik Italien in München Filippo Scammacca del Murgo
Grußworte der Tagungsveranstalter Prof. Dr. Ingrid Bennewitz, Prof. Dr. Michael Dallapiazza, Prof. Dr. Laura Auteri

14.00 – 15.00 Uhr Eröffnungsvortrag
Diskussionsleitung: Ingrid Bennewitz (Bamberg)

Jan-Dirk Müller (München): Boccaccio im spätmittelalterlichen Deutschland

15.00 – 15.45 Uhr Kaffeepause

Workshop für Studierende
Leitung: Ingrid Bennewitz (Bamberg)
Thema: Diskussion zum Eröffnungsvortrag

15.45 – 16.45 Uhr Sektion I
Sektionsleitung: Chiara Benati (Genua)

Andreas Hammer (Köln): Märe und Novelle: Zum literarischen Status des Decamerone und der mittelalterlichen Märendichtung

Wittmann, Viola (Bayreuth): nit wort uß wort, sunder sin uß sin. Herauslösung und Umbesetzung: Die Novellenbearbeitung von Boccaccios ‚Griselda’
(Dec. X, 10)bei Heinrich Steinhöwel und Hans Sachs

16.45 – 17.15 Uhr Kaffeepause

17.15 – 18.45 Uhr Sektion II
Sektionsleitung: Michael Dallapiazza (Urbino)

Elisa Pontini (Urbino):Die Überlieferung des Decameron in Deutschland im 15. und 16. Jahrhundert

Federica Masiero (Padua): Sprachliche Aspekte in der frühen Boccaccio-Rezeption

Patrizia Mazzadi (Urbino): Überlegungen zur Boccaccio-Rezeption von De mulieribus claris in Deutschland

19.30 Uhr Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen



Freitag, 22.11.2013

9.00 – 10.00 Uhr Plenarvortrag I
Diskussionsleitung: Laura Auteri (Palermo)

Gerhard Wolf (Bayreuth): Boccaccio-Rezeption in den Schwänken und Fazetien des. 16. Jahrhunderts

10.00 – 10.30 Uhr Kaffeepause

10.30 – 12.00 Uhr Sektion III
Sektionsleitung: Hans-Joachim Behr (Braunschweig)

Manuel Schwembacher (Salzburg): Die Gärten des Boccaccio als Kulturräume

Corinna Ott (Urbino): Hesses Boccaccio-Biographie

Maria Elisa Montironi (Urbino): Brecht und Boccaccio

12.00 – 13.30 Mittagspause

13.30 – 15.00 Uhr Sektion IV
Sektionsleitung: Dina De Rentiis (Bamberg)

Christian Kuhn (Bamberg): Vom Pasquino des Decamerone zum europäischen Erinnerungsort: Der politische Einfluss einer Allegorie

Barbara Sasse Tateo (Bari): „... den bösen Weybern zu einer besserung und warnung.“ Die Frauenschelte in den Dramen des Hans Sachs
und ihre Vorbilder in Boccaccios lateinischen Mustersammlungen.


Workshop
Leitung: Andrea Grafetstätter (Bamberg)
Thema: Totenkopf im Blumentopf: Lisabetta und Lorenzo bei Hans Sachs


15.00 – 15.30 Uhr Kaffeepause

15.30 – 16.20 Uhr Sektion V
Sektionsleitung: Mathias Herweg (Karlsruhe)

Serena Pantè (Palermo): Guiscardo e Sigismonda: die Übersetzung von Niklas von Wyle und die Neubearbeitung von Hans Sachs

Fabian Prechtl (München): Die erste deutsche Übersetzung von De casibus virorum illustrium durch den Augsburger Gymnasiallehrer Hieronymus Ziegler (um 1514-1562)

16.20 – 16.30 Uhr Pause

16.30 – 17.30 Uhr Plenarvortrag II
Diskussionsleitung: Detlef Goller (Bamberg)

Roberto de Pol (Genua): Irr-Garten der Liebe (1640), die erste deutsche Übersetzung des Corbaccio

17.30 – 18.30 Uhr Plenarvortrag III
Diskussionsleitung: Detlef Goller (Bamberg)

Ursula Kocher (Wuppertal): „Lies italienisch, was du willst, nur den Decameron von Boccaccio nicht.“ Zur Boccaccio-Rezeption nach 1600

Ab 19.00 Uhr Empfang und Theateraufführung von Boccaccio-Schwänken in der Bearbeitung von Hans Sachs
Ausführende: Studierende der Universität Bamberg
Projektleitung: Andrea Grafetstätter (Bamberg)



Samstag, 23.11.2013

08.45 – 9.45 Uhr Plenarvortrag IV
Diskussionsleitung: Werner Röcke (Berlin)

Christoph Fasbender (Chemnitz): auß fleissiger studierung deß übel teütschen hurenbuchß Johannes Bocatii genomen: Martin Montanus'
dramatische Boccaccio-Adaptationen

9.45 – 10.45 Uhr Plenarvortrag V
Diskussionsleitung: Werner Röcke (Berlin)

Ingrid Kasten (Berlin): Die mittelalterlichen Floreromane und ihre Rezeption: Boccaccios Filócolo und die deutsche Bearbeitung Florio und Biancefora

10.45 – 11.15 Uhr Kaffeepause

11.15 – 12.00 Uhr Sektion VI
Sektionsleitung: Andrea Schindler (Bamberg)

Francesca Bravi (Kiel): Die ‚alte Manier‘ von Ingo Schulze. Boccaccios Spuren im Erzählband ‚Handy‘

Anja Grebe (Würzburg): Boccaccio-Illustrationen zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert


Ab 12.00 Uhr Ausklang und Heimreise



Ort: Otto-Friedrich-Universität Bamberg, An der Universität 5, 96047 Bamberg, Raum u.a. U5/122

URL: http://www.uni-bamberg.de/zemas/veranstaltungen/wintersemester-201314/boccaccio-italienisch-deutscher-kulturtransfer-von-der-fruehen-neuzeit-bis-zur-gegenwart/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBamberg
Beginn21.11.2013
Ende23.11.2013
PersonName: Prof. Dr. Ingrid Bennewitz 
Funktion: Inhaberin des Lehrstuhls für Deutsche Philologie des Mittelalters 
E-Mail: ingrid.bennewitz@uni-bamberg.de 
KontaktdatenName/Institution: Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters 
Strasse/Postfach: An der Universität 5 
Postleitzahl: 96050 
Stadt: Bamberg 
Telefon: 0951 863-2125 
Fax: 0951 863-2126 
E-Mail: germ-philma@uni-bamberg.de 
Internetadresse: http://www.uni-bamberg.de/germ-philma 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Literatur 1300 - 1500; Literatur 1500 - 1580; Literatur 1580 - 1700; Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Theater (Aufführungspraxis)
Ediert von  H-Germanistik
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