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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Promotionsstipendien im Institut für Geistes- und Kulturwissenschaften, Universität Vechta"
RessourcentypStipendien
TitelPromotionsstipendien im Institut für Geistes- und Kulturwissenschaften, Universität Vechta
Beschreibung Die Universität Vechta beabsichtigt, den wissenschaftlichen Nachwuchs verstärkt zu fördern. Zu diesem Zweck werden von der Universität Vechta zum 01. Oktober 2013
vier Promotionsstipendien
im Institut für Geistes und Kulturwissenschaften (IGK)
vergeben. Die Stipendien sind in den Fächern Anglistik, Germanistik und Geschichte angesiedelt. In allen Promotionsvorhaben soll die Genderperspektive berücksichtigt werden.

Es wird jeweils ein Stipendium vergeben zu folgenden Themen:

1. „Sprachreflektion im Deutschen und Englischen: Kontrastive Untersuchungen“ (Betreuung durch Prof Dr. Jochen A. Bär, Germanistik, und Prof. Dr. Christoph Schubert, Anglistik)
Thematik: Angestrebt wird eine Untersuchung auf der zweiten Metaebene zu der Frage: Was wissen, meinen, empfinden Sprecher/Schreiber des Deutschen über ihre eigene Sprache und über das Englische, und ebenso, was wissen, meinen, empfinden Sprecher/Schreiber des Englischen über ihre eigene Sprache und über das Deutsche? Im Mittelpunkt stehen somit sprachlich konstituierte Konzepte und Stereotype aus Sicht der kontrastiven Linguistik und der interkulturellen Kommunikation.

2. „Polemische Potenziale: Kritik-Konzepte um 1800 im deutsch-englischen Vergleich“ (Betreuung durch Prof Dr. Jochen A. Bär, Germanistik, und Prof. Dr. Norbert Lennartz, Anglistik).
Thematik: Das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert versteht sich selbst als „kritisches Zeitalter“. Unterschiedliche europäische Romantik-Diskurse beginnen als literatur- und kunstkritische Bewegungen. Die Dimensionen, die das Kritik-Konzept in der theoretischen Reflexion ebenso wie in der praktischen Übung gewinnt, reichen dabei von der hermeneutischen Textkritik über die transzendentalphilosophische Fragestellung Immanuel Kants und des deutschen Idealismus bis zu den poetologischen und philologischen Entwürfen, die als Wurzel der literarischen Moderne und der historischen Kultur- und Geisteswissenschaften gelten können. Angestrebt wird eine kontrastive Untersuchung zur deutschen und englischen Romantik, in der die verschiedenen Kritik-Konzepte in ihren jeweiligen diskursiven Zusammenhängen ebenso wie in ihren transdiskursiven Verflechtungen und ihrer Wirkungsgeschichte beleuchtet werden. Explizit berücksichtigt werden soll dabei die Genderperspektive, d. h. die Frage, ob sich ‚männliche‘ und ‚weibliche‘ Kritik-Konzepte unterscheiden lassen.

3. „Kulturelle Praktiken von Gedächtnis und Erinnerung“ (Betreuung durch Prof. Dr. Gabriele Dürbeck, Literatur- und Kulturwissenschaft, und Prof. Dr. Claudia Garnier, Geschichte)
Thematik: Gedächtnis und Erinnerung sind zentrale Elemente kultureller Praxis. Sprache und materielle Speichermedien (Schrift, Bild, Artefakte, Räume, Landschaften) generieren und enthalten Wissensbestände über die Vergangenheit ebenso wie gegenwärtige Werte¬systeme, die durch kulturelle Praktiken von Gedächtnis und Erinnerung interpretiert, repro¬duziert und verändert werden. Auf der Basis literarischer und/oder historischer Quellen¬bestände sollen Konzepte und Praktiken von Gedächtnis und Erinnerung re-/dekonstruiert und ihre Bedeutung für Prozesse kultureller Identitäts- und Sinnstiftung im Kontext von gesellschaftlichen und kulturellen Dispositionen analysiert werden.

4. „Autobiographisches Schreiben zwischen Renaissance und Revolution“ (Betreuung durch Prof. Dr. Christine Vogel, Geschichte, Prof. Dr. Norbert Lennartz, Anglistik, und Prof. Dr. Gabriele Dürbeck, Literatur- und Kulturwissenschaft).
Thematik: Die Frühe Neuzeit kannte verschiedene Formen und Anlässe des Schreibens über sich selbst; neben Autobiographien und Memoiren im engeren Sinne zählen hierzu insbesondere Reise- und Konversionsberichte, Tagebücher, Chroniken oder Hausbücher. Seit einigen Jahren hat die interdisziplinäre Erforschung solcher Selbstzeugnisse zu einer Revision der Vorstellung geführt, dass in Europa zwischen der Renaissance und dem Zeitalter der Revolutionen eine fortschreitende und zusammenhängende Entwicklung von literarischer Selbstreflexion und ‚modernen‘, auf Autonomie und Introspektion basierenden Individualitätskonzepten stattgefunden habe. Autobiographisches Schreiben wird stattdessen zunehmend als kulturelle Praxis verstanden, die nur vor dem Hintergrund bestimmter gesellschaftlicher Kontexte, Geschlechterordnungen und historischer Konstellationen zu verstehen ist. Das Promotionsprojekt soll hier ansetzen, um an der Schnittstelle von Geschichtswissenschaft, Anglistischer und/oder Germanistischer Literatur- und Kulturwissenschaft einen Beitrag zur Erforschung frühneuzeitlicher Praktiken autobiographischen Schreibens zu leisten.

Anforderungsprofil: Mit Prädikat abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Magister/Diplom) in einem dem jeweiligen Promotionsthema entsprechenden sprach-, geistes- oder kulturwissenschaftlichen Fach.
Die Höhe des Promotionsstipendiums beträgt monatlich 1.050 Euro plus 100 Euro Sachmittelpauschale, ggf. zuzüglich einer Kinderzulage. Darüber hinaus werden Arbeitsräume und Grundausstattung zur Verfügung gestellt. Ggf. besteht die Möglichkeit zur eigenen Lehre im jeweiligen Fach. Insgesamt beträgt die Förderdauer bis zu zwei Jahre – im Anschluss kann gegebenenfalls eine sechsmonatige Abschlussförderung erfolgen. Bedingung für den Stipendienbezug ist, dass eine Einschreibung als Promovendin bzw. Promovend an der Universität Vechta erfolgt. Ebenso erwartet wird eine Beteiligung an fachlichen und fachübergreifenden Veranstaltungen (z.B. Kolloquien, Weiterbildungsprogramm Qualita).
Bei fachlichen/inhaltlichen Fragen zu den einzelnen Promotionsthemen wenden Sie sich bitte per E-Mail an die o.g. Personen des jeweiligen Faches: jochen.baer@uni-vechta.de, christoph.schubert@uni-vechta.de, norbert.lennartz@uni-vechta.de, gabriele.duerbeck@uni-vechta.de, claudia.garnier@uni-vechta.de, christine.vogel@uni-vechta.de.
Administrative Fragen betr. Stipendienvergabe, Zulassung und Einschreibung beantwortet Lars Hoffmeier (lars.hoffmeier@uni-vechta.de).
Ihre Bewerbung senden Sie bitte bis zum 15. Oktober 2013 unter Hinzufügung folgender Unterlagen:
- formloses Anschreiben
- Lebenslauf inkl. Darstellung Ihres Studienverlaufs sowie Ihrer bisherigen Forschungsaktivitäten
- sämtliche Zeugnisse ab Abitur (in Kopie)


- Exposé (max. 9.000 Zeichen/ 3 Seiten) zum Dissertationsvorhaben mit Zeitplanung,
mit dem Betreff „Promotionsstipendien Kulturwissenschaften“ per Post an die
Universität Vechta
Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung
Prof. Dr. Martin Winter
Driverstr. 22
49377 Vechta
oder per E-Mail (eine zusammenhängende pdf-Datei, max. 5 MB) an:
lars.hoffmeier@uni-vechta.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss15.10.2013
Beginn01.10.2013
PersonName: Lars Hoffmeier 
Funktion: Stabsstelle Forschungsmanagement 
E-Mail: lars.hoffmeier@uni-vechta.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Vechta 
Strasse/Postfach: Driverstr. 22 
Postleitzahl: 49377 
Stadt: Vechta 
Telefon: 04441-15 279 
Fax: 04441-15 468 
E-Mail: lars.hoffmeier@uni-vechta.de 
Internetadresse: www.uni-vechta.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
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