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Ergebnisanzeige "Der Erste Weltkrieg als Katastrophe. Deutungsmuster - Diskurs - Ereignis"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelDer Erste Weltkrieg als Katastrophe. Deutungsmuster - Diskurs - Ereignis
BeschreibungDer Erste Weltkrieg als Katastrophe.
Deutungsmuster - Diskurs - Ereignis
(Mersch/Luxemburg)


Tagung vom 26.-28. September
des Centre national de littérature und
des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur und Medien der LMU München


Seit George F. Kennan das berüchtigte Schlagwort im Jahr 1979 geprägt hat, gilt der Erste Weltkrieg als ‚Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts‘ („the great seminal catastrophe of this century“). Doch schon die Zeitgenossen haben den Krieg als den Beginn einer Katastrophe der Weltgeschichte gedeutet, die noch nach 1918 fortdauern würde. Stellvertretend für viele hat etwa Arnolt Bronnen über die Katastrophenvorstellung in der Weimarer Republik behauptet: „Wir waren ja alle Anhänger der Katastrophen-Theorie, wir sahen den völligen Niederbruch unserer Zivilisation, unserer Kultur voraus“.
Während Katastrophen seit dem 18. Jahrhundert (paradigmatisch im Katastrophendiskurs nach dem Erdbeben von Lissabon 1755) vor allem als Naturkatastrophen verhandelt wurden, wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein von Menschen verursachtes Ereignis als Katastrophe begriffen. Aus Anlass seiner 100. Wiederkehr soll erstmals systematisch untersucht werden, was die diskursive Bearbeitung des Ersten Weltkriegs als globale Katastrophe für die Vorstellung einer geopolitischen Ordnung bzw. einer katastrophalen Unordnung in der Mitte des 20. Jahrhunderts bedeutet und wie diese Vorstellung bis in die gegenwärtige europäische Kultur nachwirkt.


DONNERSTAG, 26. SEPTEMBER 2013
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10.00–10.30 Uhr
Begrüßung: Claude D. Conter & Oliver Jahraus

KONZEPTIONEN DER KATASTROPHE

10.30–11.15 Uhr
Vladimir Biti:
Katastrophe – Bruch oder Konstellation?

11.45–12.30 Uhr
Niels Werber:
Die Geburt des „Deutschen Ostens“ aus der geopolitischen Katastrophe des Ersten Weltkriegs

12.30–13.15 Uhr
Olaf Briese:
Katastrophisches ohne ‚Katastrophe‘. Begriffliche Leerstellen im Frühwerk Ernst Blochs

LITERARISCHE FIGURATIONEN DER KATASTROPHE

14.30–15.15 Uhr
Anke Bosse:
‚Katastrophe‘ und ‚Apokalypse‘ als literarische Deutungsmuster zum Ersten Weltkrieg

15.15–16.00 Uhr
Sabina Becker:
Urkatastrophe der Moderne oder Modernisierungskatalysator? Der Erste Weltkrieg und die Kultur von Weimar

DIE KATASTROPHE ALS EREIGNIS UND EMOTION

16.30–17.15 Uhr
Lars Koch:
„Auferstanden von den Toten.“ Der Erste Weltkrieg als Katastrophen- und Angst-Ereignis bei Hermann Broch

17.15–18.00 Uhr
Georg Mein:
„Der Staat, der uns die Verantwortung abnimmt, kann uns nicht von der Trauer befreien.“ Das Grauen als epiphanisches Moment in Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“


FREITAG, 27. SEPTEMBER 2013
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DEUTUNGSMUSTER DER KATASTROPHE

10.00–10.45 Uhr
Paul Michael Lützeler:
Finis occidentalis? Europavisionen der Schriftsteller im Großen Krieg

10.45–11.30 Uhr
Hermann Gätje:
Die (Neu-)Deutung des Ersten Weltkriegs unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs in Literatur bzw. literarischen Autobiographien

PROTAGONISTEN UND ANTAGONISTEN DER KATASTROPHE I

12.00–12.45 Uhr
Oliver Jahraus:
Subjekte der Geschichte – Geschichten des Subjekts. Döblins Erzählwerk „November 1918“

12.45–13.30 Uhr
Alexander Honold:
Tauchboot und Luftschiff. Akteure und Szenarien der Elementarisierung des Krieges

PROTAGONISTEN UND ANTAGONISTEN DER KATASTROPHE II – GOTTFRIED BENN

14.30–15.15 Uhr
Antje Büssgen:
Die Katastrophe als Irrtum: Gottfried Benns Deutung des Ersten Weltkriegs in „Das moderne Ich“.

15.15–16.00 Uhr
Christian Kirchmeier:
Die ästhetisierte Katastrophe. Geologisch-paläontologische Motive im Werk Gottfried Benns um 1930

PROTAGONISTEN UND ANTAGONISTEN DER KATASTROPHE III – IVAN GOLL

16.30–17.15 Uhr
Jean-Marie Valentin:
Tikkoun und Apokatastasis. Golls „Élégies Internationales“ (1915) und „Requiem für die Gefallenen von Europa“ (1915). Klagelied und hymnischer Gesang in Kriegszeiten

17.15–18.00 Uhr
Gast Mannes:
Ein Luxemburger spricht: Pariser Humbles feiern Hölderlindeutsche – A-Nationalismus als Prinzip bei Pol Michels und Ivan Goll


SAMSTAG, 28. SEPTEMBER 2013
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DIE KATASTROPHE IM LIVETICKER: DER ERSTE WELTKRIEG IM FEUILLETON

9.30–10.15 Uhr
Stéphane Pesnel:
Der Erste Weltkrieg als Katastrophe in Joseph Roths feuilletonistischem und erzählerischem Schreiben.

10.15–11.00 Uhr
Daniela Lieb:
Luxemburger Autoren und der Erste Weltkrieg. Diskursivierung zwischen Naturkatastrophe und Apokalypse

DIE KATASTROPHE IM RÜCKBLICK

11.30–12.15 Uhr
Michael Braun:
Der letzte Kaiser und der Weltkrieg. Katastrophische Bilder in Wolfgang Staudtes Filmadaption „Der Untertan“

12.15–13.00 Uhr
Matteo Galli:
Rückdatierung der Katastrophe im Spätwerk Alexander Kluges


TAGUNGSORT
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Centre national de littérature / Lëtzebuerger Literaturarchiv
2, rue Emmanuel Servais
L-7565 Mersch


ORGANISATION
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Dr. Claude D. Conter
Centre national de littérature / Lëtzebuerger Literaturarchiv
2, rue Emmanuel Servais
L-7565 Mersch (Gr.-D. Luxembourg)
E-Mail: claude.conter@cnl.etat.lu
Tel.: ++352 326955 315
Fax: ++352 327090
www.cnl.public.lu
www.autorenlexikon.lu - www.dictionnaireauteurs.lu
www.facebook.com/CNL.LUX
https://twitter.com/#!/CNL_Lux

Prof. Dr. Oliver Jahraus
Ludwig-Maximilians-Universität München
Department für Germanistik, Komparatistik, Nordistik und DAF
Schellingstr. 3/RG, Zi. 414
D-80799 München
E-Mail: oliver.jahraus@germanistik.uni-muenchen.de
Telefon: +49 (0)89/2180-2377
www.oliverjahraus.de

Dr. Christian Kirchmeier
Ludwig-Maximilians-Universität München
Department für Germanistik, Komparatistik, Nordistik und DAF
Schellingstr. 3/RG, Zi. 420
D-80799 München
E-Mail: christian.kirchmeier@germanistik.uni-muenchen.de
Telefon: +49 (0)89/2180-3381
www.christian-kirchmeier.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMersch/Luxemburg
Beginn26.09.2013
Ende28.09.2013
PersonName: Kirchmeier, Christian [Dr.] 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: christian.kirchmeier@germanistik.uni-muenchen.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Deutsche Philologie der LMU München 
Strasse/Postfach: Schellingstr. 3 
Postleitzahl: 80799 
Stadt: München 
Telefon: +49 (0)89 2180-3381 
Fax: +49 (0)89 2180-3871 
Internetadresse: http://www.germanistik.uni-muenchen.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 1880 - 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945); 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.17.00 Stoffe. Motive. Themen; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.18.00 Zu einzelnen Autoren
Ediert von  H-Germanistik
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