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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Philologie und Gesellschaft: Imagination – Legitimation – Integration / 14.-16. September 2014 "
RessourcentypCall for Papers
TitelPhilologie und Gesellschaft: Imagination – Legitimation – Integration / 14.-16. September 2014
BeschreibungPhilologie und Gesellschaft: Imagination – Legitimation – Integration
14.-16. September 2014 (Goethe-Universität, Frankfurt/Main)

Verlängerte Deadline

Die geplante Tagung ist eine gemeinsame Initiative der deutschen philologischen Fachverbände. Sie versammelt Philologinnen und Philologen aus unterschiedlichen Disziplinen, um im Dialog mit anderen Wissens- und Wissenschaftsbereichen zentrale gesellschaftliche Problemzusammenhänge zu diskutieren. Wir sehen philologische Expertise in den Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften repräsentiert, die zur erkenntnisfördernden und praxisrelevanten Bearbeitung gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen beiträgt. Die Tagung versucht, philologische Techniken, Verfahren und Praktiken so zu präsentieren, dass sichtbar wird, wie sich vielfältige soziale Phänomene durch analytische Distanz gegenüber ihrer sprachlichen Verfasstheit genauer durchdringen lassen: Es wird zu zeigen sein, wie sich aktuelle gesellschaftliche Konflikte gerade auch durch klassisch philologische Verfahren des Kompilierens und Klassizifierens, des close reading, des Vergleichens, Historisierens und Rekontextualisierens präziser verstehen lassen.
Dieser cfp lädt somit dazu ein, die heuristischen und methodischen Potentiale der Philologien gerade mit Gegenständen zu konfrontieren, die sich auf einen ersten Blick nicht als klassisch philologisches Material präsentieren. Mit den drei Schlüsselbegriffen der Imagination, der Legitimation und der Integration rücken zentrale gesellschaftliche Funktionszusammenhänge in den Mittelpunkt, die dazu auffordern, ausgehend von philologischen Kompetenzen für Textualität, Rhetorizität und Narrativität soziale Sinnzuschreibungen philologisch zu perspektivieren. Diese Perspektivierung eröffnet auch die Möglichkeit, disziplinäre Eigenentwicklungen von Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften hinsichtlich neuer Kooperationsmöglichkeiten zu überdenken. Mit seinem interdisziplinären philologischen Schwerpunkt richtet sich die Tagung an Expertinnen und Experten für sprachliche Produkte und Verfahren als einen zentralen Modus kultureller Produktion und Reproduktion. Die Philologien präsentieren sich dabei als Disziplinen, deren kritisches Potential das Bewusstsein für Komplexität und Kontingenz schärft. Die philologische Aufmerksamkeit für diese Dimensionen aktueller gesellschaftlicher Probleme ist für die Diskussion normativer Zusammenhänge und die Arbeit an Problemlösungen unverzichtbar.

Die Tagung „Philologie und Gesellschaft“ versteht sich als der Beginn eines regelmäßig stattfindenden öffentlichen Forums, das kritisch in den Blick nimmt, wie philologische Forschungsthemen entstehen und welche Rolle die Philologien in größeren interdisziplinären Forschungszusammenhängen einnehmen.
Das Format der geplanten Tagung ist darauf ausgerichtet, philologische Auseinandersetzungen mit unerwarteten und ungewohnten Themen und Gegenständen beispielsweise aus Recht, Politik, Wirtschaft, Religion, Psychologie und Bildung in Gang zu bringen. Wir laden daher dazu ein, sich mit Vorträgen zu bewerben, in denen sich die gewünschte Durchdringung von Philologie und Gesellschaft abbildet.
Da die gesellschaftliche Wirkmacht philologischer Expertise auch abhängig ist von einer erfolgreichen professionellen Institutionalisierung und Vermittlung unserer Tätigkeit, werden Multiplikatoren aus Stiftungen und Förderorganisationen an der Tagung mitwirken. Ihre Teilnahme soll nicht allein eine themenbezogene Diskussion zwischen Wissenschaft und Wissenschaftspolitik ermöglichen, sondern gerade jüngere Kolleginnen und Kollegen anregen, zu dieser Tagung beizutragen.
Den Eröffnungsvortrag wird Prof. Dr. Peter Strohschneider halten.
Als Formate sind (teil-)fachübergreifende Tandems und kleine Sektionen erwünscht. Abstracts für 30-minütige Präsentationen müssen einem der drei titelgebenden Schlüsselbegriffe (Imagination, Legitimation, Integration) zugeordnet sein. Neben diesen Vorträgen sind auch Poster-Präsentationen möglich.
Abstracts (nicht mehr als 250 Wörter) für Tandem-Vorträge, Sektionsvorschläge und Poster-Präsentationen sind bis zum 15.12.2013 zu schicken an: philologie-und-gesellschaft@gmx.de

Carmen Birkle (Deutsche Gesellschaft für Amerikastudien), Brigitte Burrichter (Deutscher Romanisten-verband),Thomas Daiber (Deutscher Slavistenverband), Matthias Freise (Deutscher Slavistenverband), Julika Griem (Deutscher Anglistenverband), Martin Huber (Deutscher Germanistenverband), Nine Miedema (Deutscher Germanistenverband), Monika Wingender (Deutscher Slavistenverband)
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortFrankfurt am Main
Bewerbungsschluss15.12.2013
Beginn14.09.2014
Ende16.09.2014
PersonName: Prof. Dr. Martin Huber 
Funktion: Universität Bayreuth / Deutscher Germanistenverband 
E-Mail: martin.huber@uni-bayreuth.de 
KontaktdatenName/Institution: Prof. Dr. Martin Huber Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft 
Strasse/Postfach: Universitätsstraße 30 
Postleitzahl: 95447  
Stadt: Bayreuth 
Telefon: 0921-55-3630 
Fax: 0921-55-3012 
E-Mail: martin.huber@uni-bayreuth.de 
Internetadresse: http://www.ndl.uni-bayreuth.de/de/index.html 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLinguistik; Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik); Verständlichkeitsforschung (Popularisierung und Wissenstransfer, Schreibforschung, Textoptimierung); Literaturwissenschaft; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie; Rhetorik
Zusätzliches SuchwortPhilologie
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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