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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "In-Differenzen. Alterität im Schreiben Josef Winklers"
RessourcentypCall for Papers
TitelIn-Differenzen. Alterität im Schreiben Josef Winklers
BeschreibungDie Universität Wien und die Vrije Universiteit Brüssel organisieren am 21. und 22. November 2013 in Brüssel eine Tagung über Alterität im Werk von Josef Winkler. Für diese Tagung werden noch Referate gesucht, die sich am untenstehenden Tagungskonzept orientieren sollten. Die Tagung wird anerkannte und angehende Winkler-Forscher und -Forscherinnen zusammenbringen und dem Austausch wie der Diskussion viel Platz einräumen. Beiträge über die Indien-Texte Winklers sind schon genügend vertreten und deswegen weniger erwünscht.

Für Reise- und Hotelkosten sollten die Referenten selbst aufkommen, die Anmeldungsgebühr aber (die auch die Verpflegung enthält) entfällt.

Abstracts (für Referate von max. 30 Minuten) von mindestens 350 Wörtern sollten bis zum 1. September geschickt werden an inge.arteel@vub.ac.be und stefan.krammer@univie.ac.at
Bescheid wird bis spätestens 15. September erteilt.

Tagungskonzept:

In-Differenzen
Alterität im Schreiben Josef Winklers
Internationale Tagung in Brüssel
21.-22. November 2013

Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft der Vrije Universiteit Brussel und dem Institut für Germanistik an der Universität Wien

Im Zentrum der Tagung stehen Überlegungen zu Fragen der Alterität, wie sie in den literarischen Texten von Josef Winkler verhandelt werden. Der Begriff der Alterität ist in den letzten Jahren vermehrt in den Mittelpunkt der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung gerückt. Dabei werden insbesondere Konzepte der Identität angesprochen wie auch Erfahrungsmuster, Wahrnehmungsstrukturen und Wertevorstellungen von Differenz analysiert. Alterität kann über das personalisierte „Andere“ verhandelt werden, aber auch über ein depersonalisiertes. Dazu gehören Diskurse und Narrative, Episteme und Ideologeme, welche die Andersheit als Kategorie erst konstruieren. Zwischen den beiden Auslegungen lässt sich naturgemäß nicht immer unterscheiden: Das „Andere“ als institutionalisierter Denkrahmen oder interpretative Bedeutungszuschreibung prägt die Wahrnehmung vom personalisierten „Anderen“.
Die Dialektik der Alterität, die zunächst mit oppositionellen Begriffen zu operieren scheint, vollzieht sich immer in einem Beziehungsverhältnis, in einem relationellen Wechselspiel, das von Konflikten, Ambivalenz oder confusio geprägt ist, aus dem aber auch tentative oder überraschende Gemeinsamkeiten hervorgehen können. Zudem muss auch auf die ästhetische Alterität verwiesen werden: Gerade der Bereich der – modernen – Kunst gilt als priviligierter Ort für das Imaginieren einer alternativen Andersheit und die Dynamisierung festgeschriebener Kategorien. Die Ästhetik wird in dieser Auffassung selbst zum „Anderen“ der Wirklichkeit.
Ziel der Tagung ist es, die Repräsentation, Konstruktion oder auch Dekonstruktion von Alteritätsmechanismen in Josef Winklers Schreiben zu ergründen. In den Blick geraten dabei u.a. Topoi der Sexualität und Todesnähe, Figurationen des erotischen oder tierischen Körpers, Topografien der Heimat und der Fremde, Relationen der Verwandtschaft und Freundschaft, Poetologien der lyrischen oder auch theatralen Narrativität. Ausgangspunkt der Analysen bilden theoretische Überlegungen zur Alterität, wie sie etwa in den postcolonial studies oder der gender und queer theory diskutiert werden. Die Spurensuche nach dem „Anderen“, dem „Fremden“ in Winklers Texten führt dabei über den Kreuzgang kultureller, ethnischer, sexueller und religiöser Differenzen. Ein besonderes Augenmerk soll auch auf die Metaphorik der winklerschen Sprache gerichtet werden. Denn die Bilder, die Winkler in seinen Texten wiederkehrend verwendet, veranschaulichen in ihrer Brüchigkeit auch die Hybridität, die seinen Figuren (immer schon) eingeschrieben ist.

Organisationsteam:
Inge Arteel (Vrije Universiteit Brussel) und Stefan Krammer (Universität Wien)



Prof. Dr. Inge Arteel
Vakgroep TALK – Duitse literatuur
Vrije Universiteit Brussel
Pleinlaan 2 - 1050 Brussel - België
Tel. +32/(0)2/629.26.47 – +32/(0)494/18.35.73
inge.arteel@vub.ac.be
http://www.vub.ac.be/TALK/

Dr. Stefan Krammer
Universität Wien / Institut für Germanistik
Universitätsring 1; A-1010 Wien
Tel: ++43 1 4277 42132 Fax: ++43 1 4277 9421
E-Mail: stefan.krammer@univie.ac.at
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBrüssel (Belgien)
Bewerbungsschluss01.09.2013
Beginn21.11.2013
Ende22.11.2013
PersonName: Inge Arteel 
Funktion: Professorin 
E-Mail: inge.arteel@vub.ac.be 
KontaktdatenName/Institution: Vrije Universiteit Brussel - Fachgruppe TALK 
Strasse/Postfach: Pleinlaan 2 
Postleitzahl: 1050 
Stadt: Brüssel 
Telefon: +32 494 18 35 73 
E-Mail: inge.arteel@vub.ac.be 
Internetadresse: www.vub.ac.be/TALK 
LandBelgien
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft
Zusätzliches SuchwortAustrian Studies; Alterität
Klassifikation19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.13.00 Zu einzelnen Autoren
Ediert von  H-Germanistik
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