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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Wendepunkte in der Kultur und Geschichte Ostmitteleuropas"
RessourcentypCall for Papers
TitelWendepunkte in der Kultur und Geschichte Ostmitteleuropas
BeschreibungWendepunkte in der Kultur und Geschichte Ostmitteleuropas


Die Gesellschaft für Interkulturelle Germanistik und der Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Literatur der Károli-Gáspár-Universität Budapest
laden Sie zur wissenschaftlichen Konferenz ein.

Ort: Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Literatur der Károli-Gáspár-Universität,
H-1088 Budapest, Reviczky u. 4.
Zeitpunkt: 14.-16. November 2013

Eröffnungsvortrag:
Prof. Dr. Dr. Dr. hc. Ernest W.B. Hess-Lüttich (Bern)

Plenarvorträge:
Prof. Dr. Christa Dürscheid (Zürich)
Prof. Dr. Gesine Lenore Schiewer (München)
Prof. Dr. Andrea Seidler (Wien)


Wendezeiten mobilisieren kreatives Potential, setzen Denkprozesse in Gang, die grundlegende kulturelle Veränderungen bewirken können. Die vielen Wenden, sog. turns in den Kulturwissenschaften sind ein deutliches Beispiel für den Bedarf an stets neuen, die aktuelle Situation adäquat erfassenden Beschreibungs- und Interpretationsmodellen. Wenden sind vielgestaltig, sie reichen von „Hinwendungen, Umwendungen […] Bündelungen der Aufmerksamkeit auf bestimmte Forschungsschwerpunkte” (Doris Bachmann-Medick) bis zu radikalen Brüchen in Historie und Kultur. Sie können einen Paradigmenwechsel einleiten oder zu einem Umdeutungsprozess führen, in dem Denkkategorien und Sichtweisen in Frage gestellt werden.
Die Art, Wissen und Information zu vermitteln, unterliegt Wenden und dabei spielen Medien, die als Vermittler und Träger, mitunter Hervorbringer derartiger Veränderungen agieren, sowohl aus mediengeschichtlicher als auch medientheoretischer Sicht eine ganz wichtige Rolle. Aber auch im Sprachgebrauch finden historisch bedeutsame gesellschaftliche Ereignisse ihren Niederschlag. Wenden initiieren außerdem neue mediale Wahrnehmungs- und Darstellungsverfahren, die entweder mit den bereits bestehenden koexistieren oder diese ablösen und an ihre Stelle treten.
Die vergangenen und gegenwärtigen gesellschaftlichen Umbrüche im ostmitteleuropäischen Raum und die damit zusammenhängenden Transformationsprozesse lassen die Frage aufkommen, ob Kulturen im Schnittpunkt von Ost und West solchen Umbrüchen/Umwandlungen mehr ausgesetzt sind als andere Regionen.
Die Interkulturalität kann mit ihren zahlreichen Subdisziplinen und deren Begriffsapparat und Methodik zur vielseitigen Erfassung von Wendezeitenphänomenen einen sinnvollen Beitrag leisten.
Wir erwarten Referenten, die sich in ihren Vorträgen auf interkulturelle Fragestellungen bezüglich multi- und transkulturelle Prozesse im ostmitteleuropäischen Raum spezialisieren. Die Beiträge sollten unter anderem auf folgende Themenkomplexe fokussieren:

• Welche theoretischen Beschreibungsmodelle existieren für Wendezeiten und -phänomene?
• Welche Prozesse generieren Wendepunkte in der Kultur und Geschichte?
• Wie beeinflussen historische Wendepunkte kulturelle und sprachliche Prozesse?
• Was für kulturelle Erscheinungen sind in Übergangsphasen zu verzeichnen?
• Sind Modelle der Veränderung und des Übergangs auszumachen, die speziell im kulturellen Raum Ostmitteleuropas greifbar sind?
• Wie wirken sich Sprach- und Kulturkontakt in solch besonderen Phasen auf die Sprache und Kultur des jeweiligen Landes aus?
• Was bewirken Übergänge in der Literatur bzw. Literaturwissenschaft oder in der Sprache bzw. Sprachwissenschaft?
• Inwiefern lassen sich sprachliche Variationsphänomene an neuen gesellschaftlichen Konstellationen festmachen?
• Wie lassen sich kulturelle Veränderungen im (inter-)medialen Kontext interpretieren?


Geplant sind 20minütige Vorträge (mit anschließender Diskussion von 10 Minuten), die wir in einem Tagungsband veröffentlichen möchten. Die Tagungsgebühr beträgt für Teilnehmer aus dem Ausland 30 EUR, für Teilnehmer aus Ungarn 5.000 Ft. Wir bitten die Teilnehmer, den Betrag vor Ort zu entrichten. Der Betrag beinhaltet die Teilnahmegebühr, einen feierlichen Empfang und die Kosten der Drucklegung. An der Herausgabe des Konferenzbandes wirkt die Gesellschaft für Interkulturelle Germanistik mit.

Wir bitten Sie, sich bis zum 20. Juli 2013 für die Konferenz bei Dr. Edit Kovács (literatur-/kulturwissenschaftlich orientierte Beiträge) und Dr. Petra Szatmári (sprachwissenschaftlich orientierte Beiträge) unter wendepunkte2013@gmail.com anzumelden.

Die Konferenzteilnehmer werden gebeten, sich selbst um Reservierung einer Unterkunft zu bemühen.


In der Hoffnung, Sie als Beitragende/n auf unserer Konferenz begrüßen zu dürfen, verbleibt mit den besten Grüßen und Wünschen





Prof. Dr. Ernest W.B. Hess-Lüttich, Präsident der GIG
Dr. Anita Czeglédy, Lehrstuhlleiterin der KRE




Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBudapest
Bewerbungsschluss20.07.2013
Beginn14.11.2013
Ende16.11.2013
PersonName: Kovács, Edit (Dr.) 
Funktion: Organisatorin 
E-Mail: kovacs.edit@kre.hu 
KontaktdatenName/Institution: Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Literatur, Reformierte Károli Universität (KRE) 
Strasse/Postfach: Reviczky u. 4. 
Postleitzahl: H-1088 
Stadt: Budapest 
Telefon: +36 1 4832879 
E-Mail: nagy.alexandra@kre.hu 
Internetadresse: http://www.karoligerm.weboldala.net./ 
LandUngarn
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeGrammatik (Wortarten, Flexion, Syntax, Grammatiktheorien, Grammatikographie); Lexikologie / Lexikographie (Wortschatz/ Lexikon, Semantik); Textlinguistik (Textbegriff, Textgrammatik, Textsorten, Hypertexte, Textsortengeschichte); Übersetzungswissenschaft; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literaturtheorie: Themen; Medien- u. Kommunikationstheorie
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