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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Wie über Gegenwart sprechen?"
RessourcentypCall for Papers
TitelWie über Gegenwart sprechen?
BeschreibungCall for Papers
Wie über Gegenwart sprechen?

Symposium zu methodischen Fragen einer gegenwartsorientierten Literaturwissenschaft
Universität Hildesheim, Institut für deutsche Sprache und Literatur, 22.-23.05.2008

Die kritische Auseinandersetzung mit literarischen Gegenwartstexten gilt gemeinhin als Domäne des Kulturjournalismus. Parallel zu dem Mitte der Neunziger Jahre verstärkt einsetzenden Interesse an (junger) deutschsprachiger Gegenwartsliteratur konnte man aber auch im Bereich der Literaturwissenschaft vermehrt Tendenzen ausmachen, sich mit aktuellen Texten zu beschäftigen. Zeitnah zu den literarischen Publikationen selbst wurde – um ein Beispiel zu nennen – eine Reihe hellsichtiger Analysen und Monografien zur Pop-Literatur des ausgehenden Jahrzehnts publiziert. Das Symposium möchte – von diesen Tendenzen des ‚unmittelbaren Reagierens‘ auf das literarische Jetzt ausgehend – folgende Themenfelder in drei Panels beleuchten:

1. Dimensionen des Begriffs ‚Gegenwartsliteratur‘
Was bedeutet ‚Gegenwartliteratur‘ im literaturwissenschaftlichen Verständnis eigentlich? Ist allein der Entstehungszeitpunkt der Texte das entscheidende Kriterium oder lässt sich die ‚Gegenwärtigkeit‘ von Texten auch von anderen Faktoren her begreifen? Gibt es bestimmte Phasen in der Literaturgeschichte (oder der Geschichte der Literaturwissenschaft), in denen Gegenwart verstärkt in den Fokus rückt? Inwieweit muss die Literaturwissenschaft, um dynamisch auf Gegenwartsliteratur reagieren zu können, die potentiell kurze Halbwertszeit der eigenen Analysen in Betracht ziehen? Und was kann sie dabei gewinnen?

2. Kriterien für die einsetzende Kanonisierung von Gegenwartsliteratur
Unter welchen Bedingungen findet Gegenwartsliteratur in den wissenschaftlichen Diskurs Eingang? Gibt es objektivierbare Parameter, die das spezifisch ‚Gegenwärtige‘ oder ‚Neue‘ von Texten sichtbar machen, es als relevant kennzeichnen und in der Folge den Diskurs auslösen? Wie sehen diese Parameter aus, und wie gestaltet sich der einsetzende Kanonisierungsprozess der Texte?

3. Methoden der Analyse
Wie lässt sich zeitgenössische Literatur wissenschaftlich fundiert und gewinnbringend beschreiben und analysieren? Bedarf es für das in konstanter Wandlung sich befindende Terrain der Gegenwartsliteratur möglicherweise neue Analysewerkzeuge, um zu adäquaten Ergebnissen zu kommen? Wie können diese Ansätze und Methoden konkret aussehen?


Angedacht sind jeweils drei bis vier Vorträge pro Panel. Themenvorschläge können als einseitiges Abstract bis zum 28. Februar 2008 an litsymp[at]uni-hildesheim.de gesendet werden. Eine anschließende Publikation der jeweils 30-minütigen Vorträge ist vorgesehen. Fahrt- und Übernachtungskosten werden für die eingeladenen TeilnehmerInnen übernommen.

Zeitgleich zum Symposium findet das Literaturfestival PROSANOVA 2008 (www.prosanova.net) statt, das vom 22.-25.5.2008 rund 60 junge AutorInnen in Hildesheim präsentiert und sich schwerpunktmäßig mit dem Thema ‚Poetiken der Gegenwartsliteratur‘ beschäftigt.


Organisiert wird das Symposium von Paul Brodowsky und Thomas Klupp, wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Deutsche Sprache und Literatur der Uni Hildesheim.

Kontakt:
Paul Brodowsky/ Thomas Klupp
Institut für deutsche Sprache und Literatur
Universität Hildesheim
Marienburger Höhe 22
31141 Hildesheim
Telefon: 05121 / 883669

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHildesheim
Bewerbungsschluss28.02.2008
Beginn22.05.2008
Ende23.05.2008
PersonName: Paul Brodowsky 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: litsymp@uni-hildesheim.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur nach 1945
Klassifikation18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989); 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart
Ediert von  H-Germanistik
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