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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Realitäten der Vielsprachigkeit und Politik der Mehrsprachigkeit in Europa"
RessourcentypCall for Papers
TitelRealitäten der Vielsprachigkeit und Politik der Mehrsprachigkeit in Europa
BeschreibungInternationales Kolloquium

Realitäten der Vielsprachigkeit und Politik der Mehrsprachigkeit in Europa
Université Paris-Ouest Nanterre La Défense
10/11 April 2014

Wissenschaftliche Konzeption und Organisation: Dorothée Cailleux, Sergueï Sakhno, Jean-Robert Raviot, Centre de recherches pluridisciplinaires multilingues (CRPM , EA n°4418)

Ziel dieser Tagung ist es, verschiedene Formen der Vielsprachigkeit in Theorie und Praxis in nationalen und internationalen politischen Institutionen, sowie in der Verwaltung und den Gerichten der europäischen Länder im weiten Sinne, (d.h. alle Mitgliedstaaten des Europarats) zu untersuchen. Ebenfalls berücksichtigt werden Großunternehmen, die weltweit tätig sind, sowie Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Hochschulen, Forschungsinstitute usw… Anhand des Vergleichs einzelner Beispiele sollen in einer diachronen und synchronen Perspektive vom 19. bis zum 21. Jahrhundert die konkrete Umsetzung sowie die politischen Strategien zur Anwendung und Förderung von Mehrsprachigkeit ´sur le terrain´ befragt werden. Eine Besonderheit der Tagung besteht darin, dass sie eine Gelegenheit bieten möchte, verschiedene Sichtweisen der PraktikerInnen (ÜbersetzerInnen, DolmetscherInnen, PolitikerInnen und ManagerInnen, die für Sprachenpolitik verantwortlich sind) und der Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen (Linguistik, Rechtswissenschaft, Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie, soziale Anthropologie…) miteinander zu konfrontieren. Es gilt, sich einen umfassenden Überblick über die Aspekte der Vielsprachigkeit in Europa zu verschaffen und die Strategien zu untersuchen, anhand welcher versucht wird, deren Vorteile zu nutzen, bzw. die Probleme, die sie verursacht, zu lösen. Unter diesen Strategien scheint uns die Förderung der Mehrsprachigkeit durch nationale oder internationale, staatliche oder nichtstaatliche Einrichtungen von besonderem Interesse zu sein.

Erwünscht werden also vor allem Beiträge, die sich mit folgenden Themen befassen:
1. Berichte von ÜbersetzerInnen/DolmetscherInnen oder anderen Praktikern, die bei internationalen Organisationen (Europäische Kommission, Europäisches Parlament, Europäischer Gerichtshof, Europarat, Menschenrechtsgerichtshof…), in politischen Institutionen oder in der Verwaltung mehrsprachiger Länder, in internationalen Großunternehmen oder NGOs tätig sind.
2. Studien zur sprachenbezogenen Gesetzgebung und zu entsprechenden Rechtslagen in mehrsprachigen Ländern, sowie zu Problemen, die bei der Umsetzung dieser Vorgaben auftreten.
3. Untersuchungen zu den historischen, verfassungsrechtlichen und politischen Hintergründen der Förderung von Mehrsprachigkeit; zu der Art und Weise, wie die Sprachen für politische Ziele eingesetzt werden, um z.B. ein Zugehörigkeitsgefühl im nationalen und internationalen Kontext zu begründen.
4. Studien zu konkreten Beispielen von sozialen und politischen Herangehensweisen an Mehrsprachigkeit.
5. Referate über den wechselseitigen Einfluss der Sprachen untereinander, wenn sie innerhalb einer Institution interagieren. Ist das Französisch, bzw. das Englisch, das bei der Europäischen Kommission gesprochen wird, dasselbe, das in vergleichbaren Kreisen in Paris/London gesprochen wird? Erwünscht sind hierzu linguistische Analysen über Neuschöpfungen, Hybridisierung der Sprachen etc.
6. Analysen von persönlichen Erfahrungen/Erlebnissen der Mehrsprachigkeit, anhand von Biografien, Autobiografien oder Fiktionen; Studien über Mehrsprachigkeit als Mittel der Selbstaufwertung in einem kosmopolitischen Kontext bzw. als Form des Widerstands in einem nationalistischen Kontext.

Interessenten werden gebeten, ihr Exposé (max. 250 Wörter) bis zum 1. Oktober 2013 an Dorothée Cailleux (dcailleux@u-paris10.fr), Sergueï Sakhno (ssakhno@u-paris10.fr) und Jean-Robert Raviot (jrraviot@u-paris10.fr) zu schicken.
Die Beiträge sollten nicht länger als 20 Minuten dauern. Arbeitssprachen sind Französisch, Deutsch, Englisch und Russisch.
Da unsere Mittel begrenzt sind, können Fahrt- und Übernachtungskosten für die ausgewählten ReferentInnen nur teilweise und unter bestimmten Bedingungen erstattet werden.
Die Veröffentlichung der Konferenzbeiträge wird von den Veranstaltern geplant (voraussichtlich 2015).

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortParis
Bewerbungsschluss01.10.2013
PersonName: Cailleux Dorothée 
Funktion: Maître de conférences 
E-Mail: dcailleux@u-paris10.fr 
Ediert von  H-Germanistik
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