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Ergebnisanzeige "CFP Imagining Alternatives: Utopias-Dystopias-Heterotopias/ Imaginierte Alternativen: Utopien-Dystopien-Heterotopien"
RessourcentypCall for Papers
TitelCFP Imagining Alternatives: Utopias-Dystopias-Heterotopias/ Imaginierte Alternativen: Utopien-Dystopien-Heterotopien
BeschreibungCFP Germanistik in Ireland Yearbook/ Germanistik in Ireland. Jahrbuch der German Studies Association of Ireland, Vol./Bd. 9, 2014

Imagining Alternatives: Utopias-Dystopias-Heterotopias/Imaginierte Alternativen: Utopien-Dystopien-Heterotopien

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Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Untergang des Kommunismus in Europa, angesichts globaler Klimaveränderung und weltweiter Wirtschaftskrisen, hat die Idee von Alternativen zu bestehenden Lebensweisen neue Bedeutung erlangt. Laut Frederic Jameson gewinnt das Konzept der Utopie, wie es erstmals Thomas Moore im frühen 16. Jahrhundert entworfen hat, sowohl als politischer Slogan als auch als tatsächlich im politischen Bereich wirksame Perspektive wieder an Kraft. Unser derzeitiges Interesse an utopischen Möglichkeiten, wie es etwa im anti-kapitalistischen Slogan “another world is possible” zum Ausdruck kommt, manifestiert sich in einer Vielzahl von ‘Mikro-Utopien’, die ganz besonders im globalen Raum sozialer Netzwerke lebendig sind. Soziale Netzwerke sind potentielle Foucaultsche Heterotope, komplexe Räume, in denen wir wie in einem Spiegel unsere Abwesenheit von unserem gegenwärtigen Standort imaginieren, indem wir uns selbst anderswo sehen. Gleichzeitig erinnern uns Ängste, wie sie durch Fälle von Informationshandel und -überwachung, von gewalttätigem religiösem Fundamentalismus und der zerstörerischen Kraft unkontrollierter Finanzmärkte ausgelöst werden, an die Nähe von Utopien und Dystopien: was für den einen die Vision einer besseren Welt bedeutet, mag ein anderer als Katastrope ansehen.
Obwohl solche Überlegungen nicht zuletzt von globalen Entwicklungen des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts herrühren, haben Visionen von Alternativen zu existierenden Gesellschaften und Lebensweisen eine lange Geschichte. Für das Jahrbuch Germanistik in Ireland 2014 schlagen die Herausgeberinnen eine thematische Sektion vor, die Repräsentationen von Utopien, Heterotopien und Dystopien aus allen historischen Perioden aus der spezifischen Perspektive deutschsprachiger Literatur- und Kultur untersucht.
Wir laden zu Beiträgen ein, die sich mit einem oder mehreren Aspekten dieser vielfältigen Thematik beschäftigen. Für den nicht-thematischen Teil des Jahrbuchs heißen wir wie üblich Einsendungen zur gegenwärtigen Forschung aus jedem Bereich der Germanistik willkommen. Beiträge dürfen auf Deutsch oder auf Englisch verfasst sein.
Beitragsvorschläge sollten bis zum 7. Oktober 2013 elektronisch an beide Herausgeberinnen geschickt werden (strumper.krobb@ucd.ie, gillian.pye@ucd.ie). Bitte fügen Sie Ihrer e-mail eine Beitragsskizze von höchstens 300 Wörtern bei und geben Sie Ihre derzeitige oder letzte Affiliation an. Der Abgabetermin für die fertigen Artikel ist der 15. Januar 2014. Beiträge sollten den Umfang von 6000 Wörtern nicht übersteigen.

Over two decades since the collapse of Communism in Europe, and in the face of global climate change and economic crisis, the concept of alternatives to conventional modes of being has once more gained in currency. For Frederic Jameson, the idea of Utopia, first mooted by Thomas More in the early sixteenth century, ‘seems to have recovered its vitality as a political slogan and a politically energizing perspective.’ Captured in the anti-capitalism slogan ‘another world is possible,’ our current concern with utopian possibilities has manifested itself in a myriad of micro-utopias flourishing especially in the global space of social networks. Social networks themselves may harbour the potential of the Foucauldian heterotope, a complex space in which, as in a mirror, we envision our absence from the place where we are by looking at ourselves ‘elsewhere’. At the same time, fears sparked by high-profile cases of information-trafficking, -infiltrations, and -censorship, of violent religious fundamentalism and the destructive power of untrammelled capital, remind us of the proximity between utopia and dystopia: what for some might constitute a vision of a better world could spell disaster and suffering for others. Although this may be a current concern, fuelled by global developments in the late 20th and early 21st centuries, the idea of imagining alternatives to an existing society or conventional modes of being has a long history. For the forthcoming issue of the Germanistik in Ireland Yearbook, the editors propose a thematic section that re-considers concepts and representations of utopia, heterotopia and dystopia from all periods of history and from the specific perspective of the German-speaking cultural realm.
Contributions in English or in German on any aspect of this topic are welcome from scholars working within the broad field of Germanistik. For the non-thematic section of the Yearbook, we invite, as usual, contributions on current research in the discipline of German Studies. Please indicate your interest in contributing by October 7, 2013 by sending an email to both editors (strumper.krobb@ucd.ie, gillian.pye@ucd.ie). Attached to your e-mail please provide an abstract for the proposed article of no more than 300 words and state your current or most recent affiliation. The deadline for submission of completed articles is 15 January 2014. Articles should not exceed 6000 words.
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Sabine Krobb and Gillian Pye (Co-Editors of Germanistik in Ireland)
(strumper.krobb@ucd.ie, gillian.pye@ucd.ie).
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss07.10.2013
PersonName: Gillian Pye 
Funktion: Herausgeberin 
E-Mail: gillian.pye@ucd.ie 
KontaktdatenName/Institution: University College Dublin 
Strasse/Postfach: Belfield 
Postleitzahl: Dublin 7 
Stadt: Dublin 
Telefon: 00 353 1 716 8180 
Fax: 00 353 1 716 1175 
E-Mail: gillian.pye@ucd.ie 
LandIrland
SchlüsselbegriffeLinguistik; Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache; Literaturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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