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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Sexualität, Liebe, Männlichkeiten"
RessourcentypCall for Papers
TitelSexualität, Liebe, Männlichkeiten
BeschreibungArbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung -
Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften
AIM GENDER
und Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Referat Geschichte

CALL FOR PAPERS

Neunte Tagung in Stuttgart-Hohenheim
http://www.akademie-rs.de/22.htm

12. – 14. Dezember 2013 (Donnerstagabend bis Samstagnachmittag)
Sexualität, Liebe, Männlichkeiten

Deadlines
5. September 2013 Einreichen der Abstracts an aim-gender@gmx.net
20. September (spätestens): Mitteilung über Annahme oder Ablehnung des Vorschlages
28. November (spätestens): Einreichen des fertigen Vortrags zur Veröffentlichung im Web

Ziel des Arbeitskreises AIM GENDER ist die fächerübergreifende gegenseitige Wahrnehmung und Kooperation von Forschern und Forscherinnen aus Geschichts-, Literatur-, Kultur- und Politikwissenschaften sowie der Soziologie, die zum Thema Männlichkeiten und deren Auswirkungen auf Kultur und Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart arbeiten. Vertreter anderer Fachrichtungen sind willkommen.
Informationen über den Arbeitskreis und die ersten acht Tagungen sowie die dort diskutierten Papiere stehen unter http://www.fk12.tu-dortmund.de/AIM_Gender.

Männliche Sexualität ist ein massenmedialer Dauerbrenner. Aktuell sind etwa neue Formen eines sexistischen Machogehabes en vogue, wie die wachsende Bewegung der (männlichen) Pick-up-Artists zeigt. Über sie wird genauso breitenwirksam berichtet wie über die gesellschaftlich-politischen Fortschritte bei der Anerkennung der Homo-Ehe. Ebenfalls im Blickpunkt stehen die neuen Formen der Partnersuche und des Datings im Internet. Man könnte die Liste an Themen, bei denen das Verhältnis von Männlichkeit, Sexualität und Liebe im Mittelpunkt medialer Aufmerksamkeit steht, beliebig fortsetzen.

Im Gegensatz dazu erweist sich die wissenschaftliche Erforschung des Verhältnisses als eine besondere Herausforderung. Das hat vornehmlich zwei Gründe: Zum einen ist die Thematisierung von Sexualität in der Geschlechterforschung nicht unabhängig zu führen von den vielfältigen und komplexen Fragen geschlechtlicher Identität und ihrer sozialen Konstruktion innerhalb eines historisch generierten und sich im steten Wandel befindlichen Feldes diskursiver Praktiken. Zum anderen tun sich einige für die Männer- und Geschlechterforschung zentrale Einzeldisziplinen wie z.B. die Soziologie immer noch schwer, Sexualität als eigenständiges und bedeutsames Forschungsfeld auszubauen. Forschungen im Rahmen einer Soziologie des Körpers oder die interdisziplinär angelegten Studien von Eva Illouz (Warum Liebe weh tut, 2011) zu den neuen Formen von Liebe zwischen den Geschlechtern in Zeiten des Internet, ferner philosophische Arbeiten im Bereich der Leib-Körper-Anthropologie und -Phänomenologie zeigen jedoch, dass sich Körperlichkeit und das weite Feld emotionaler Beziehungen mehr und mehr auch in wissenschaftlichen Disziplinen einschreiben, die solche Themen nicht wie etwa die Psychologie, die Erziehungswissenschaft, aber auch die Geschichts- und Kulturwissenschaften schon seit langem erforschen.

Aus der Perspektive der Geschlechter- und Männlichkeitsforschung ergibt sich der dringende Bedarf, Sexualität, Liebe und Männlichkeiten in neuer Weise aufeinander zu beziehen, nicht nur aus Gründen der aktuellen medialen Aufmerksamkeitslenkung, sondern auch deshalb, weil männliche Sexualität bis heute oft unter dem Vorbehalt von Defizitzuschreibungen steht. Nicht nur in älteren feministischen Arbeiten, sondern auch in den sog. Critical men’s studies wird sie oft vornehmlich in den Zusammenhang von Gewaltausübung oder von purer Leistungs- und homosozialer Konkurrenzideologie gestellt. Auch wird behauptet, dass Männer ihre Sexualität von Liebe abtrennen oder dass sexuelle Potenz das wesentliche Ausweiskriterium von Männlichkeit sei.

Auch wenn solche Befunde immer wieder empirische Bestätigung finden, können neue Forchungsansätze und andere Fokussierungen des Tagungsthemas dazu beitragen, diese einseitige Sicht zu relativieren. In historischer Perspektive etwa wäre nach dem Wandel unterschiedlicher Vorstellungen und Praktiken im Bereich männlicher Sexualität und Liebe zu fragen. Eine weitere wichtige Perspektive ist die nach den Übergängen und Überlappungen von Sexualität und Liebe in Vergangenheit und Gegenwart. Zu fragen ist auch: Wie und wo verlaufen die Grenzen von Körperpraktiken, Gefühlen und intimen emotionalen Bindungen und in welchen (Lebens-)Phasen und unter welchen psychophysischen Bedingungen dominiert das Eine über das Andere? Ferner sind die Formen und die Reflexionen männlicher Sexualität und Liebe in Bezug auf soziale und identitätsbildende Praktiken in heterosexuellen und homosexuellen Beziehungsformen von Interesse. Schließlich verdienen sowohl die Verteilung der Positionen (aktiv/passiv, Täter/Opfer etc.) als auch die (medial vermittelten) Strategien, Inszenierungen und Intensitäten des Begehrens in den sexuellen und Liebespraktiken der Geschlechter besondere Aufmerksamkeit.

Willkommen sind Zugänge zum Thema sowohl aus der Perspektive empirischer Forschungen als auch aus dem Bereich hermeneutisch-kulturwissenschaftlicher Forschung. Vorschläge für Tagungsbeiträge aus möglichst unterschiedlichen Disziplinen sind angesichts des hohen Vernetzungspotenzials des Themas ausdrücklich erwünscht. Es können bei der Tagung sowohl Dissertations-, Habilitations- und Forschungsvorhaben als auch bereits weit fortgeschrittene oder abgeschlossene Studien vorgestellt werden.

Die ausgewählten Beiträge werden im Netz auf der Website des AIM GENDER veröffentlicht. Das erlaubt allen Teilnehmenden, sich die Papiere vorab durchzulesen. Während der Tagung werden voraussichtlich Kurzpräsentationen gehalten, um so mehr Zeit für eine intensivere Diskussion zu lassen.

Tagungssprache ist Deutsch. Papiere und Vorträge können aber auch in englischer Sprache vorgelegt bzw. gehalten werden.

Eine Finanzierung kann nicht übernommen werden.

Wir laden ein, Abstracts (höchstens eine Seite, max. 1800 Zeichen) für ein Papier bis zum 5. September an die E-Mail-Adresse aim-gender@gmx.net zu schicken. Das Abstract muss Name, Fachrichtung, Position und E-Mail-Adresse des oder der Vorschlagenden und einen Vortragstitel enthalten. Die Problemstellung und die benutzten Materialien sollten klar herausgearbeitet werden. Aus diesen Abstracts wird das Programm zusammengestellt. Spätestens am 20. September werden Sie informiert, ob Ihr Vorschlag für das Programm angenommen worden ist.

Allen an der Teilnahme Interessierten empfehlen wir, sich mit dem anhängenden Formular direkt bei der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart – Referat Geschichte, Im Schellenkönig 61, D-70184 Stuttgart (Tel: +49 711 1640 752) anzumelden. Diese Anmeldung ist unabhängig von der Präsentation oder Annahme eines Diskussionspapiers. Anmeldungen und Rückfragen bitte an Frau K. Hopfensitz, E-Mail-Adresse: hopfensitz@akademie-rs.de

Die Einladenden
Prof. Dr. Martin Dinges (Historiker) Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart
Referat Geschichte der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Prof. Dr. Michael Meuser (Soziologe) TU Dortmund
PD Dr. Sylka Scholz (Soziologin) TU Dresden
Prof. Dr. Toni Tholen (Literaturwissenschaftler) Stiftung Universität Hildesheim

Rückfragen zum Programm bitte an martin.dinges@igm-bosch.de.

Tagungspreise bis Samstag Mittagessen
Mit Übernachtung im Einzelzimmer, Mahlzeiten, Tagungsgebühr 119,00 €
• Übernachtung im Doppelzimmer, Mahlzeiten, Tagungsgebühr 109,00 €
• Mit Übernachtung im Doppelzimmer ermäßigt für Studierende (bis 30. Lebensjahr, kein Einkommen), Mahlzeiten, ohne Tagungsbeitrag 76,00 €
• Ohne Übernachtung, Mahlzeiten, Tagungsgebühr 59,00 €
• Ohne Übernachtung, Mahlzeiten, ermäßigt für Studierende (bis 30. Lebensjahr, kein Einkommen), 44,00 €


Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

AIM Gender 9 „Sexualität, Liebe, Männlichkeiten"
Tagungszentrum Hohenheim, 12.–14. Dezember 2013

Bitte melden Sie sich mit den folgenden Angaben für die Tagung an.
Senden Sie Ihre Anmeldung an Hopfensitz@akademie-rs.de oder an Fax Nr. 0711 1640-852. – Vielen Dank!

Name ………………………………………………………………………………………………

Private Adresse
Straße ………………………………………………………………………………………………
PLZ/Ort ………………………………………………………………………………………………
Telefon ………………………………………………………………………………………………
E-Mail ………………………………………………………………………………………………

und/oder Dienstadresse
Institution ………………………………………………………………………………………………
Straße ………………………………………………………………………………………………
PLZ/Ort ………………………………………………………………………………………………
Telefon ………………………………………………………………………………………………
E-Mail ………………………………………………………………………………………………

Beruf (nicht zwingend) …………………………
Geburtsjahr (nicht zwingend) …………………………

Übernachtung
ohne Übernachtung …………………………
Übernachtung im Einzelzimmer …………………………
Übernachtung im Doppelzimmer …………………………
Übernachtung im Doppelzimmer, ermäßigt* …………………………
(*ohne Einkommen / studierend bis zum 30. Lebensjahr)
 Doppelzimmer mit
Name und Adresse ……………………………………………………………………

Anreise (Tag und Uhrzeit) …………………………
Abreise (Tag und Uhrzeit) …………………………

Kommentar (z.B. für Tagungshaus: Medieneinsatz, Vegetarische Mahlzeiten, ...)

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Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortStuttgart-Hohenheim
Bewerbungsschluss05.09.2013
Beginn12.12.2013
Ende14.12.2013
PersonName: Prof. Dr. Martin Dinges  
Funktion: Einladender 
E-Mail: martin.dinges@igm-bosch.de 
Name: Prof. Dr. Michael Meuser  
Funktion: Einladender 
Name: PD Dr. Sylka Scholz  
Funktion: Einladende 
Name: Prof. Dr. Toni Tholen  
Funktion: Einladender 
Name: Referat Geschichte der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart  
Funktion: Einladender 
KontaktdatenName/Institution: AIM Gender - Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung - Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften 
E-Mail: martin.dinges@igm-bosch.de 
Internetadresse: http://www.fk12.tu-dortmund.de/cms/ISO/de/soziologie/soziologie_der_geschlechterverhaeltnisse/AIM_Gender/index.html 
Name/Institution: Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Referat Geschichte 
Strasse/Postfach: Im Schellenkönig 61 
Postleitzahl: 70184  
Stadt: Stuttgart  
Telefon: +49 711 1640 752 
E-Mail: hopfensitz@akademie-rs.de 
Internetadresse: http://www.akademie-rs.de/geschichte.html 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Genderforschung; Literatursoziologie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/33086

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