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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Simone de Beauvoir. Eine Intellektuelle für das 21. Jahrhundert. Berlin"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelSimone de Beauvoir. Eine Intellektuelle für das 21. Jahrhundert. Berlin
BeschreibungSimone de Beauvoir. Eine Intellektuelle für das 21. Jahrhundert

Berlin, 10. -11.01.2008

Simone de Beauvoir. Eine Intellektuelle für das 21. Jahrhundert Tagung an der Freien Universität Berlin am 10. und 11. Januar 2008
Eine Tagung aus Anlass des 100. Geburtstages von Simone de Beauvoir.

Veranstaltet von Prof. Dr. Margarete Zimmermann und Dr. Stephanie Bung (Frankreichzentrum), Prof. Dr. Irmela von der Luehe (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie), Dr. Ulla Bock und Dr. Anita Runge (Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin)

Anmeldungen bitte möglichst bis zum 23. Dez. 2007 bei der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung
Tel. 030-8385-3378
Fax. 030-8385-6183
E-Mail: zefrauen@zedat.fu-berlin.de
http://www.fu-berlin.de/zefrauen/



Kurzbeschreibung/Abstract:

Die Philosophin, Schriftstellerin und Feministin Simone de Beauvoir gilt als Inbegriff der Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Als Philosophin entwickelte Beauvoir ein Konzept für eine feministische "Ethik der Gerechtigkeit". Als Schriftstellerin sah sie im Erkennen und Schreiben das Projekt ihres Lebens, das sie in ihren Romanen im wahrsten Sinne des Wortes 'ins Werk' setzte. Als Feministin zog sie gegen die Mythen des "ewig Weiblichen" zu Felde, als deren Kern sie die Mystifizierung der Mutterschaft und die darauf basierende Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern identifizierte. Vor diesem Hintergrund soll Simone de Beauvoir als eine Intellektuelle (auch) für das 21. Jahrhundert betrachtet werden.

Als Person rief sie widersprüchliche Reaktionen hervor. Widersprüchlichkeit ist jedoch konstitutiv fuer das Leben und Werk Simone de Beauvoirs, die ein "Recht auf Ambiguität" einforderte und sich gegen jegliche Vereindeutigung ihrer Person verwahrte. Auf der Tagung wird der Frage nachgegangen, ob es nicht gerade diese Brüche sind, die ihr Schreiben so aktuell machen.

Mit ihrem Essay Le Deuxième Sexe (1949) legte sie einen Grundstein für den modernen Feminismus. Diese phänomenologische Studie ist dem historisch-gesellschaftlichen Prozess gewidmet, in dessen Verlauf die Frauen zu jenem anderen Geschlecht wurden, dessen Identität sich vom Mann ableitet. Zu den Referentinnen der Berliner Tagung gehoeren sowohl Wissenschaftlerinnen, deren eigene Biographie von diesem Werk geprägt wurde, als auch Wissenschaftlerinnen der juengeren Generation.

In Deutschland war es vor allem Alice Schwarzer, die Simone de Beauvoir bekannt gemacht hat. In den deutschsprachigen Sozial- und Geisteswissenschaften verlief die Rezeption ihres Werkes jedoch bislang eher zögerlich und bruchstückhaft. Was sind die Gruende hierfür? Simone de Beauvoir hat das Spannungsverhaeltnis zwischen Gleichheit und Differenz als einen wesentlichen Aspekt des Menschseins begriffen und bereits Mitte des vorigen Jahrhunderts Themen formuliert, an die anzuknüpfen Aufgabe zukünftiger Forschung sein wird. Die Berliner Tagung will hierzu Impulse setzen.



Veranstaltungsort:
Henry-Ford-Bau
Sitzungssaal des Akademischen Senats
Garystr. 35
14195 Berlin
Fahrverbindung: U-Bahn U3: Thielallee


Programm

Donnerstag, 10. Januar 2008

14.00 Prof. Dr. Dr. h. c. sc. Christine Keitel-Kreidt, Vizepräsidentin der Freien Universitaet Berlin: Begrüßung

14.15 Prof. Dr. Margarete Zimmermann (Berlin): Eröffnung

14.30 Prof Dr. Cornelia Klinger (Wien): Mit Simone de Beauvoir durch meinen feministischen Alltag

15.30 Kaffeepause

16.00 Prof. Dr. Doris Ruhe (Greifswald): "... libérer la liberté". Das existenzialistische Credo und seine Ambivalenzen bei Simone de Beauvoir

17.00 Prof. Dr. Claudia Gather (Berlin): Das Andere als vielschichtiger Mythos - Anknüpfungspunkte bei Simone de Beauvoir fuer die feministische empirische Soziologie

18.00 Pause
19.30 Empfang mit Filmvorführung


Freitag, 11. Januar 2008
9.30 Dr. Anne Kwaschik (Berlin): Das Recht auf Ambiguität: Intellektuelle Frauen als Herausforderung für die Geschichtsschreibung

10.30 Kaffeepause

11.00 Dr. Romana Weiershausen (Bremen): "zugleich vertraut und fremd": Literatur zwischen Selbsterkenntnis und Theorie der Geschlechterdifferenz

12.00 Mittagspause

14.30 Dr. Roswitha Boehm (Berlin): "L'échec de notre civilisation" - Die Reflexion über Alter, Krankheit und Tod im Werk Simone de Beauvoirs

15.30 Kaffeepause

16.00 Prof. Dr. Renate Kroll (Siegen): Zur Poetisierung der realen Erfahrung: Simone de Beauvoirs "expérience d'écrivain"

17.00 Prof. Dr. Françoise Rétif (Rouen): Der/die andere im Spiegel. Das literarische Werk Beauvoirs als Suche nach der/dem anderen. Konstruktion und Dekonstruktion eines Bildes

18.00 Abschlussdiskussion
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn10.01.2008
Ende11.01.2008
PersonName: Runge, Anita 
Funktion: Ansprechpartnerin 
E-Mail: anita.runge@fu-berlin.de  
KontaktdatenName/Institution: Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung 
Telefon: +49 (0) 30-8385-3378 
Fax: +49 (0) 30-8385-6183 
E-Mail: zefrauen@zedat.fu-berlin.de 
Internetadresse: http://www.fu-berlin.de/zefrauen/  
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeGenderforschung
Klassifikation05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.09.00 Gattungen und Formen > 05.09.06 Frauenliteratur
Ediert von  H-Germanistik
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