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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "„treibhaus. Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre“, Band 10 (2014): Österreichische Literatur"
RessourcentypCall for Papers
Titel„treibhaus. Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre“, Band 10 (2014): Österreichische Literatur
Beschreibung„treibhaus. Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre“, Band 10 (2014): Österreichische Literatur

In den gängigen Literaturgeschichten scheint die österreichische Literatur der fünfziger Jahre lediglich aus den Autoren der „Wiener Gruppe“ – Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm, Oswald Wiener – und weiterschreibenden Vertretern der älteren Schriftstellergeneration wie Heinrich Waggerl und Gertrud Fussenegger zu bestehen, von denen viele den ‚Anschluss’ Österreichs begrüßt hatten. Ausgespart blieben Autorinnen und Autoren, die sich der gegenwärtigen Zeitgeschichte widmen, die nicht kanonisierte Literatur der Zeit und einige große Namen der Frühen Moderne, die erst allmählich aus der ‚Latenz’ von Krieg, Diktatur und Exil an eine breitere Öffentlichkeit treten (Broch, Canetti, Doderer, Schönwiese). Die bis 1955 andauernde Besatzungszeit polarisierte die literarischen Lager zwischen Vertretern wie dem wertkonservativen Alexander Lernet-Holenia und dem Kommunisten Ernst Fischer; literarische Zirkel bildeten sich u. a. um Hans Weigel, Otto Basil, Hermann Hakel, Rudolf Felmayer und Friedrich Torberg. Der Remigrant Fritz Hochwälder wird zum führenden Dramatiker mit internationalem Renommee, in der Lyrik weisen die Werke von Ingeborg Bachmann, Christine Busta, Paul Celan, Jeannie Ebner, Elfriede Gerstl, Albert Paris Gütersloh, Hertha Kräftner, Christine Lavant, Friederike Mayröcker oder Andreas Okopenko ein reiches Spektrum auf. Zum spezifischen Kanon gehören auch Debütanten, die gemeinhin nicht mit den fünfziger Jahren in Verbindung gebracht werden, etwa Thomas Bernhard, Ernst Jandl oder Marlen Haushofer. Theater, Kabarett, Film und Rundfunk rekonstituieren sich, hinzu tritt als neues Medium das Fernsehen. Als bis heute zentrale kulturelle Vereinigung wird am Ausgang des Jahrzehnts 1959 das „Forum Stadtpark Graz“ gegründet.

Erbeten werden Beiträge im Umfang von maximal 20 Seiten, auch zu in der Aufzählung nicht berücksichtigten Autorinnen und Autoren; Abgabe des Exposés bis Ende Juni 2013, Abgabe des Beitrags: 15.12.2013.

Zuschriften erbeten an die Herausgeber Günter Häntzschel, Sven Hanuschek, Ulrike Leuschner c/o Prof. Dr. Sven Hanuschek / Ludwig-Maximilians-Universität / Department für Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache / Schellingstr. 3 / 80799 München, oder an sven.hanuschek@lmu.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss30.06.2013
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