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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Reizland DDR Deutungen und Selbstdeutungen literarischer West-Ost-Migration"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelReizland DDR Deutungen und Selbstdeutungen literarischer West-Ost-Migration
BeschreibungReizland DDR Deutungen und Selbstdeutungen literarischer West-Ost-Migration
3.-4.5.2013

Was Intellektuelle wie Anna Seghers, Heinar Kipphardt, Wolf Biermann und Ronald M. Schernikau verbindet, ist, sich einmal für ein Leben in der DDR entschieden zu haben. Einige von ihnen fanden in der sozialistischen Wahlheimat ihre Themen und ihr Publikum: häufig in zunehmender Distanz zur Kulturpolitik, mitunter auch in großer Nähe. Andere kehrten dem Land nach wenigen Jahren enttäuscht oder verbittert wieder den Rücken. Die Konferenz fragt nach Motiven, Umständen, biographischen Konsequenzen, Selbstdeutungen und literarischen Folgen der Übersiedlung in die DDR.

Nach dem Auftakt im Literaturforum im Brecht-Haus findet der zweite Konferenztag mit
Vorträgen von Laura Schütz, Astrid Köhler, Jan Kostka, Robert Gillett, Moray McGowan und
Helmut Peitsch am 4. Mai an der Universität Potsdam (Am Neuen Palais, Haus 8) statt.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Universität Potsdam, Lehrstuhl Helmut Peitsch, gefördert durch die Rosa Luxemburg Stiftung

Tagungsablauf:

10.00 Begrüßung

10.10 Bernd Stöver (Universität Potsdam): Rübergemacht. Die DDR als Einwanderungsland
10.40 Roland Berbig (Humboldt-Universität Berlin): „ich werde kein ddr-autor, aber will hier wohnen“. Joachim Seyppels Wechsel von West nach Ost

11.30 Margrid Bircken (Universität Potsdam): „Wie sie sich auch sträubte, sie wurde in das große kalte Tuch, die buntgemusterte Welt, hineingezwängt.“ Anna Seghers‘ Figuren in der „Entscheidung“
12.00 Helen Thein (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam): Eine Amerikanerin in Ostberlin. Edith Anderson

14.30 Ulrike Schneider (Universität Potsdam): „Uns interessierten im Grunde nur die Menschen“. Utopie und Wirklichkeit der sozialistischen Gesellschaft. Maxie und Fred Wanders Deutungen der DDR in ihren Briefen und Reisereportagen
15.00 Peter Geist (Universität Potsdam): „in einem Blütenbaum / Von blutgen Propellern zerschnitten“ – das West-Ost-Abenteuer des Adolf Endler

16.00 Hans-Christian Stillmark (Universität Potsdam): Alexander Stillmarks Wechsel von Lübeck nach Erfurt - 1949 ein ungewöhnliches Engagement
16.30 Leonore Krenzlin: Franz Villons kleiner Bruder. Zur frühen Lyrik Biermanns in der DDR (1960 bis 1965)

17.15 Justus Fetscher (Universität Mannheim): Lautverschiebung. Zur Werkbiografie Arnolt Bronnens
17.45 Robert Cohen (New York University): Über Bertolt Brechts sechszeiliges Gedicht „Indem er Ja sagt“


LESUNG
„Du tust mir wirklich fehlen“
Thomas Keck und Thomas Neumann lesen aus dem Ost-West-Briefwechsel zwischen Peter Hacks und Heinar Kipphard
Moderation Margrid Bircken

1955 schickte Heinar Kipphardt, seinerzeit Chefdramaturg am Deutschen Theater, an Peter Hacks in München ein Telegramm: „Bitten Sie zu einer Aussprache und evtl. Vertragsabschluß über Ihr Schauspiel ‚Die Eröffnung des indischen Zeitalters‘.“ (1.Brief 23.April 1955) Hacks kam nach Berlin und blieb in der DDR bis zu seinem Tod 2003. Ihr Briefwechsel, 2004 unter dem Titel „Du tust mir wirklich fehlen“ im Verlag Eulenspiegel – Das Neue Leben erschienen, dokumentiert die Entwicklung der beiden Schriftsteller. Die Freundschaft und Aufmerksamkeit für den anderen endete auch nicht, als Heinar Kipphardt 1959 die DDR verließ. Selbst der späte, abrupte Abbruch des Briefwechsels nach dem offenen Streit 1980 (Letzter Brief 16.März 1980) gibt über die persönliche Beziehung hinaus Auskunft über ein Stück deutsch-deutscher Geschichte.

Am nächsten Tag wird die Tagung AUSSER HAUS fortgesetzt.

Ort: Universität Potsdam
Am Neuen Palais, Haus 8, Potsdam

10.00 Uhr Jan Kostka (Universität Potsdam): „... das noch schwierigere Ankommen im geistigen Sinne.“ Dirk Alvermann als Autor und Fotograf beim Hinstorff-Verlag, Rostock
10.30 Uhr Astrid Köhler, Robert Gillett (Queen Mary, University of London): Inschrift brandenburgisch? Gisela Kraft als Dichterin der DDR

11.00 Uhr Diskussion
11.15 Uhr Kaffeepause

11.30 Uhr Moray McGowan (Trinity College Dublin): „Kikeriki, kikeriki“. Ost-west-östliche Blicke auf das deutsche Teilungspathos bei Emine Sevgi Özdamar
12.00 Uhr Laura Schütz (Ludwig-Maximilians-Universität München): „ein ddrbürger der einen westberliner spielt der einen ddrbürger spielt“ – Über die ästhetischen und politischen Grenzgänge von Ronald M. Schernikau

12.30 Uhr Diskussion
12.45 Uhr Kaffeepause

Abschiedsvorlesung
13.00 Uhr Helmut Peitsch (Universität Potsdam,): „Aber ein Teil von Deutschland gehört ihnen nicht mehr“. Ernst Schumacher, der bayerische ‚Begründer der marxistischen Brecht-Forschung‘

14.00 Uhr Laudationes und Empfang anlässlich des 65. Geburtstages von Prof. Dr. Helmut Peitsch
Es gratulieren: Prof. Dr. Robert Cohen (New York University),
Prof. Dr. Martin Leubner (Universität Potsdam) sowie weitere Gäste



Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.uni-potsdam.de/fileadmin/projects/germanistik/Programm_Flye...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin, Potsdam
Beginn03.05.2013
Ende04.05.2013
PersonName: Andreas Degen, Margrid Bircken (Universität Potsdam) 
Funktion: Vorbereitungsteam Tagung 
KontaktdatenName/Institution: Christian Hippe 
Strasse/Postfach: Chausseestraße 125 
Postleitzahl: 10115  
Stadt: Berlin 
Telefon: 030 - 2822003 
Fax: 030 - 2823417 
E-Mail: info@lfbrecht.de 
Internetadresse: www.lfbrecht.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteratur nach 1945
Klassifikation18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.06.00 Literarisches Leben; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.10.00 Bundesrepublik Deutschland bis 1990 > 18.10.05 Literarisches Leben; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.11.00 DDR > 18.11.05 Literarisches Leben
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