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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Selbstausdruck, Poetik, Werkstrategie: Kempowskis Tagebücher"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelSelbstausdruck, Poetik, Werkstrategie: Kempowskis Tagebücher
BeschreibungSelbstausdruck, Poetik, Werkstrategie: Kempowskis Tagebücher

Kempowski-Stiftung Haus Kreienhoop, Nartum, 2. bis 4. Mai 2012

Überblickt man die neueren Forschungsbeiträge zum Werk und Leben Walter Kempowskis, so drängt sich ein Eindruck geradezu auf: Was wir von diesem Schriftsteller zu halten haben, von seinem Selbstverständnis, seiner Poetologie und seinem Werk, ja von seiner Stellung im Kontext der literarischen Moderne nach 1945 und dem intellektuellen Milieu der Bundesrepublik überhaupt, scheint längst noch nicht ausgemacht.

Eines der wichtigsten Medien, das der weiteren Annäherung an diesen in vielfacher Hinsicht noch unerkannten Autor dienen kann, ist sein vieltausendseitiges Tagebuchwerk, das er den Romanen der „Deutschen Chronik“ und dem monumentalen, seinerseits als ‚Tagebuch‘ klassifizierten „Echolot“ als „dritte Säule“ zur Seite stellt. Im Einzelnen handelt es sich um „Sirius. Eine Art Tagebuch“ (1990), „Alkor. Tagebuch 1989“ (2001), „Culpa“ (2005), „Hamit. Tagebuch 1990“ (2006), „Somnia. Tagebuch 1991“ (2008) und zuletzt „Wenn das man gut geht! Aufzeichnungen 1956–1970“ (2012, hg. von Dirk Hempel).

Literaturwissenschaftlich in den Blick nehmen lässt sich das Tagebuch bei Kempowski aus (mindestens) drei verschiedenen Perspektiven: einmal als individueller Selbstausdruck des Dichters und des Menschen Walter Kempowski in seiner Zeit; dann aber auch als ein poetisches Artefakt, das sich in seiner Kombination unterschiedlichster Textsorten und Medien einer modernen Montagetechnik nähert; schließlich als ein werkstrategisches Instrument, mit dem Kempowski auf die öffentliche Wahrnehmung seiner Person und seines Werks gezielt Einfluss nehmen will. Mit diesem mehrdimensionalen Ansatz will die Tagung ein zugleich umfassendes und facettenreiches Porträt des Diaristen Walter Kempowski zeichnen.

Für dieses Tagungsprojekt kooperieren erstmals zwei niedersächsische Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen: die Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop und das Seminar für Deutsche Philologie der Georg-August-Universität Göttingen. Die Tagung ist öffentlich, interessierte Besucher/innen sind herzlich zur Teilnahme eingeladen (um vorherige Anmeldung wird allerdings gebeten, s. die Kontaktdaten unten).

Die Tagung wird gefördert von der „Stiftung Niedersachsen“.


TAGUNGSPROGRAMM

DONNERSTAG, 2. Mai 2013

19:00 Uhr
Empfang und Begrüßung der Tagungsteilnehmer/innen im Haus Kreienhoop

20:00 Uhr
„drei stimmen“, oder: Zur poetischen Anverwandlung des „Echolot“
Lesung und Gespräch mit Nico Bleutge


FREITAG, 3. Mai 2013

9.00 Uhr–9:45 Uhr
Kai Sina (Göttingen)
Einführung in das Tagungsthema und Vorstellung des Tagungsprogramms

Sektion I – Werkperspektiven
Moderation: Kai Sina

9.45 Uhr–10.30 Uhr
Volker Ladenthin (Bonn)
Kempowskis Tagebücher - Gestalt und Gestaltung einer Gattung

10.30 Uhr–11.15 Uhr
Raul Calzoni (Bergamo)
Dominospiel - Walter Kempowskis Tagebücher und der Chor der Geretteten im „Echolot“

11.15 Uhr–11.45 Uhr
Pause

11.45 Uhr–12.30 Uhr
Maren Horn (Akademie der Künste, Berlin)
„Still kamen sie, und prachtvoll werden sie sich entfalten“ – Das Tagebuch-Universum Walter Kempowskis

12.30–14.00 Uhr
Mittagspause

Sektion II – Feldperspektiven
Moderation: Volker Ladenthin

14.00 Uhr–14.45 Uhr
Daniel Randau (Kempowski-Gesellschaft, Gießen)
„Jawohl“, „ich bin‘s“ – Autorinszenierungen in „Hundstage“ und „Sirius“

14.45 Uhr–15.30 Uhr
Gerhard Kaiser (Göttingen) und Anke Detken (Göttingen)
„Umgang mit Größen“ – Kempowskis Tagebücher als Medien der Autorinszenierung

15.30 Uhr–16.00 Uhr
Pause

16.00 Uhr–16.45 Uhr
Philipp Böttcher (Göttingen)
„Sie werden mich wieder als Sammler bezeichnen“ – Kempowskis Tagebücher im Kontext kritischer Kommunikation

16.45 Uhr–17.30 Uhr
Zwischenresümee

17.30 Uhr–19.00 Uhr
Pause

19.00 Uhr–20.00 Uhr
Roland Berbig (Berlin)
Das Jahr 1959 in Kempowskis Tagebüchern

20.00 Uhr
Gemeinsames Abendessen


SAMSTAG, 4. Mai 2013

Sektion III – Zeitperspektiven
Moderation: Gerhard Kaiser

9.00 Uhr–9:45 Uhr
Lutz Hagestedt (Rostock)
Bösartigkeit und Zurückgebliebenheit - Walter Kempowskis Spiegelungen der fünfziger Jahre

9:45 Uhr–10.30 Uhr
Ole Petras (Kiel)
„Zwischen Jazz-Musik und Gluck, Simon Arzt und Wurststullen“ – Kempowskis Tagebücher als medienpolitische Positionierung

10.30 Uhr–11.00 Uhr
Pause

11:00 Uhr–11:45Uhr
Anna-Marie Humbert (Göttingen) und Kevin Kempke (Göttingen)
Wendezeiten - Die Wiedervereinigung in Tagebüchern von Walter Kempowski und Günter Grass

11.45 Uhr–12.30 Uhr
Tagungsresümee und Abschlussdiskussion
Moderation: Anke Detken


KONTAKTE

Dr. Kai Sina
Universität Göttingen
Seminar für Deutsche Philologie
Käte-Hamburger-Weg 3
37073 Göttingen
kai.sina@phil.uni-goettingen.de

Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop
Katrin Möller-Funck
Zum Röhrberg 24
27404 Nartum
Tel. 0174- 9895092
info@kempowski-stiftung.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortNartum (bei Bremen)
Beginn02.05.2013
Ende04.05.2013
PersonName: Sina, Kai [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: kai.sina@phil.uni-goettingen.de 
KontaktdatenName/Institution: Georg-August-Universität Göttingen, Seminar für Deutsche Philologie 
Strasse/Postfach: Käte-Hamburger-Weg 3 
Postleitzahl: 37073 
Stadt: Göttingen 
Telefon: 0551/397535 
E-Mail: kai.sina@phil.uni-goettingen.de 
Internetadresse: http://www.uni-goettingen.de/de/197888.html 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Literarische Wertung/Literaturkritik; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie
Ediert von  H-Germanistik
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