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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Amitié – Barátság – Druschba. Arbeits- und Freundschaftsbeziehungen im Leben und Werk von Anna Seghers"
RessourcentypCall for Papers
TitelAmitié – Barátság – Druschba. Arbeits- und Freundschaftsbeziehungen im Leben und Werk von Anna Seghers
Beschreibung„Amitié – Barátság – Druschba. Arbeits- und Freundschaftsbeziehungen im Leben und Werk von Anna Seghers“

Die 23. Jahrestagung der Internationalen Anna-Seghers-Gesellschaft (22.-24. November 2013, Berliner Landesvertretung Rheinland-Pfalz) widmet sich im 30. Todesjahr der Autorin den Freundschaftsbeziehungen von Anna Seghers. Sie fragt nach dem Stellenwert von Freundschaft sowohl aus biografischer wie auch aus literarischer und ästhetischer Perspektive.

Anna Seghers Freundschaften reichten über viele Grenzen hinweg. Um nur einige zu nennen:

• sie umfassten Künstler/innen (Clara Porset, Helene Weigel oder Diego Rivera), Wissenschaftler/innen und Übersetzer/innen (Jeanne Stern, Wladimir Steshenski oder Tamara Motyljowa);

• sie lebten in den (Arbeits-)Beziehungen zu Autor/innen unterschiedlicher Generationen und Nationalitäten (Zélia Gattai und Jorge Amado, Gisl und Egon Erwin Kisch, Ilja Ehrenburg, Lew Kopelew, Volker Braun, Lenka Reinerova, Nico Rost, Heiner Müller, F. C. Weiskopf, Christa Wolf oder Elisabeth Borchers);

• daneben stehen ihre zahlreichen, von der bisherigen Forschung viel zu wenig beachteten, engen privaten Verbindungen, wie z.B. zu Ursula Mayer, Ursula Amann oder der Autorin Berta Waterstradt;

• neben der Trauer um den Tod ihres von den Nazis ermordeten Jugendfreundes Philipp Schaeffer hielt Seghers lebenslange Verbindungen zu Freundinnen in West und Ost aus Zeiten des Exils und des antifaschistischen Kampfes (Lenelore Wolf, Irene With, Elisabeth Zakowski oder Steffi Spira);

• unverzichtbar war die Stütze in Freundschaften zu anderen jüdischen Überlebenden der Nachkriegszeit (Erika Friedlaender oder Stephan Hermlin), seit den frühen Studienjahren pflegte sie eine enge Beziehung zu Georg Lukács.

Neben diesen biographischen Beziehungen fragt die Tagung nach ästhetischen Codierungen von Freundschaft und Nähe

• in Seghers’ Texten

• in ihren Korrespondenzen – und was über Freundschaft „aus diesen Briefen zu erfahren sei“ (Berger, 2000): Seghers’ Briefe, die nicht nur im Exil „den Besuch der besten Freunde” ersetzen mussten, liefern einen wichtigen Baustein zu der von Eickenrodt und Rapisarda eingeforderten „Kulturgeschichte des Vertrauens” (1998). Unter den komplizierten politischen Bedingungen in der DDR zeugt die Korrespondenz von ihrem anhaltend „großen Verlangen nach Freundschaft und Lebensfreude” (an W. Steshenski)

• bezüglich des intellektuellen Beitrags und der ästhetischen Wahlverwandtschaften in Seghers’ Beziehungen zu (u.v.a.) Bertolt Brecht und Helene Weigel; Walter Benjamin, mit dem sie „befreundet und geschichtsphilosophisch-ästhetisch verwandt war”, oder Georg Lukács und ihrer lebenslangen Verbundenheit mit den Ideen des Budapester Sonntagskreises (Fehervary, 2001)

Wir bitten um Themenvorschläge zu diesen, gerne aber auch anderen thematisch relevanten Fragen.

Die Vorträge sollten eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Das wissenschaftliche Symposium wird am Sonnabend, den 23. November stattfinden. Unser Tagungsprogramm erlaubt die Aufnahme von maximal 7 Vorträgen, die Konferenzsprache ist Deutsch.
Vorschläge, die für die Tagung nicht berücksichtigt werden können, erwägen wir gerne zur Veröffentlichung im Jahrbuch der ASG „Argonautenschiff”.

Bitte senden Sie uns Ihr Exposé (Name, E-Mail-Adresse) von max. 500 Zeichen bis zum 30. Mai 2013

per email an: franziska.meyer@nottingham.ac.uk und elsner@ph-freiburg.de

Für weitere Infos zu früheren Tagungen der Gesellschaft und zum „Argonautenschiff” siehe
http://www.anna-seghers.de/gesellschaft.php


Franziska Meyer (im Namen des Vorstands)


Kontakt:
Dr Franziska Meyer
Associate Professor of German
Department of German Studies
School of Cultures, Languages and Area Studies
University of Nottingham
Nottingham NG7 2RD
UK
Tel (0044) 0115 9515915
E-Mail: franziska.meyer@nottingham.ac.uk

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Bewerbungsschluss30.05.2013
Beginn22.11.2013
Ende24.11.2013
PersonName: Meyer, Franziska [Dr.] 
E-Mail: franziska.meyer@nottingham.ac.uk 
LandGroßbritannien
BenutzerführungEnglisch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1880 - 1945; Literatur nach 1945
Klassifikation16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914) > 16.15.00 Zu einzelnen Autoren; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.18.00 Zu einzelnen Autoren; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.14.00 Zu einzelnen Autoren
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