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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Weltinnenraum. Das Planetarium als Medium kosmologischer Reflexion "
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelWeltinnenraum. Das Planetarium als Medium kosmologischer Reflexion
BeschreibungWELTINNENRAUM
Das Planetarium als Medium kosmologischer Reflexion


Screening im Planetarium am Insulaner, Munsterdamm 90, 12169 Berlin
Tagung in der Archenhold-Sternwarte, Alt-Treptow 1, 12435 Berlin
25./26.04.2013

Veranstaltet vom Fachgebiet Literaturwissenschaft der TU Berlin / Prof. Hans-Christian von Herrmann

Das Planetarium wurde in den 1920er Jahren im Auftrag des Deutschen Museums in München durch die Firma Zeiss in Jena realisiert und prägte durch den Vertrieb in die ganze Welt rasch Vorstellung und Verständnis vom Kosmos. Dies gelang insbesondere durch die eigentümliche Verschränkung eines mechanischen Modells des kopernikanischen Weltsystems mit einer Projektion, die das Weltall zunächst in geozentrischer Perspektive in einem Kuppeldisplay zur Anschauung bringen konnte. Die Kuppel erinnert an die sphärischen Schalen alter Kosmologien – ist aber tatsächlich durch die geodätische Konstruktion und das neuartige Spritzbetonverfahren der Firma Dyckerhoff & Widmann, das in zahlreichen Industriebauten zum Einsatz kam, ein Produkt der Avantgarde der 1920er Jahre. Das Planetarium verband die Huygens’sche Mechanik der Planetenbahnen mit dem Blick von der Erde an den Himmel, also ein objektives Modell und den Blick von Außen mit der geozentrischen Perspektive. Aus dem mechanischen Modell des 17. Jahrhunderts, das seine technische Faktur auch auf die nun selbst als mechanisch verstandene Natur übergehen ließ, ist eine Medienistallation geworden, die den Sternenhimmel nun als rein optisches Phänomen präsentiert. Es inkorporiert die gesamte Wissensgeschichte der astrophotographischen Vermessung des Sternenhimmels und erdet diesen, macht ihn erfahrbar und steuerbar. Denn im Planetarium lässt sich das Geschehen am Himmel zunächst zeitlich und – mit den Raumfahrtplanetarien bald auch räumlich – fast beliebig auflösen. Sowohl Naturgeschichte, als auch die Simulation künftiger Konstellationen können sichtbar gemacht werden, in einer künstlich hergestellten Nacht, die nicht vom Licht der Sonne und der Lichtverschmutzung moderner Zivilisation gestört wird.

Das DFG-Projekt Zeit·Bild·Raum untersucht dieses Proto-Simulationsmedium aus systematischer wie historischer Perspektive. Neben epistemologischen und wissenshistorischen Fragestellungen bilden vor allem poetologische und ästhetische Aspekte die Trajektorien der Forschung.

Donnerstag, 25. April 2013 · Planetarium am Insulaner Screening, Munsterdamm 90, 12169 Berlin
21:15 - 23 Uhr
Jeronimo Voss: „Die Ewigkeit durch die Sterne“ (2012)
Ganzkuppelprojektion im Auftrag der dOCUMENTA(13) Im Anschluss: Gespräch mit dem Künstler

David McConville: „Visualizing the Transcalar Imaginary“ Kosmotrope Fulldome-Perfomance


Freitag, 26. April 2013 · Archenhold Sternwarte Tagung, Alt-Treptow 1, 12435 Berlin

10 Uhr Hans-Christian von Herrmann (TU Berlin): Begrüßung

10:15 Uhr Panel I: Einführung von Julian Furrer (TU Berlin)
10:30 Uhr Thomas W. Kraupe (Planetarium Hamburg): Welt–Bild–Raum: Der Kosmos und das Planetarium
11 Uhr David McConville (Planetary Collegium / Buckminster Fuller Institute): Domesticating the Universe
11:50 Uhr Martina Leeker (Leuphana Universität Lüneburg / UdK Berlin):
System Engineering und Kunst. Öko-Techno-Logiken
12:20 Uhr Petra Lange-Berndt (UCL London): Acid Pastorales. Subkulturen des Kugelraums
12:50 Uhr Diskussion

Pause

15 Uhr Panel II: Einführung von Isabell Schrickel (TU Berlin)
15:15 Uhr Gloria Meynen (Zeppelin Universität Friedrichshafen): Welt und Weltraum
15:45 Uhr Stefan Günzel (btk Berlin): Den Rand denken – Raumkonzepte und Raumrevolutionen
16:30 Uhr Alena J. Williams (Deutsches Forum für Kunstgeschichte, Paris / Columbia University, New York): Projection Aesthetics: László Moholy-Nagy and the Epistemology of Discursive Space
17 Uhr Birgit Schneider (Universität Potsdam): Schuss – Gegenschuss. Mediale Umdrehungen der planetarischen Perspektive
17.30 Uhr Diskussion

Um Anmeldung wird gebeten: zeitbildraum@gmail.com.
Programm und weitere Informationen: http://www.literaturwissenschaft.tu-berlin.de/weltinnenraum_das_planetarium_als_medium_kosmologischer_reflexion/menue/weltinnenraum/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn25.04.2013
Ende26.04.2013
PersonName: Frey, Karen 
Funktion: Sekretariat 
E-Mail: karen.frey@tu-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: Technische Universität Berlin, Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte 
Strasse/Postfach: Straße des 17. Juni 135 
Postleitzahl: 10623 
Stadt: Berlin 
Telefon: 030-314-23611 
Fax: 030-314-26107 
E-Mail: karen.frey@tu-berlin.de 
Internetadresse: http://www.philosophie.tu-berlin.de/menue/fachgebiete/literaturwissenschaft/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeMedien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
Klassifikation17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945); 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989); 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
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