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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Jahrestagung des Zentrums für Klassikforschung 2013: Die Rede vom Klassischen im 20. Jahrhundert"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelJahrestagung des Zentrums für Klassikforschung 2013: Die Rede vom Klassischen im 20. Jahrhundert
BeschreibungDie Rede vom Klassischen im 20. Jahrhundert

Weimar, 21. bis 23. März 2013

Veranstalter: Dr. Martin Dönike, Prof. Dr. Michael Gamper, PD Dr. Thorsten Valk

Ort: Goethe- und Schiller-Archiv, Petersen-Bibliothek, Hans-Wahl-Str. 4, 99425 Weimar


Die Jahrestagung des Zentrums für Klassikforschung richtet den Blick auf Konzepte und Rhetoriken des Klassischen, die während des 20. Jahrhunderts in ästhetischen Programmen und wissenschaftlichen Diskursen entfaltet wurden. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach Anlässen, Motiven und Funktionen der Rede vom Klassischen.
Die erste Tagungssektion widmet sich wissenschaftlichen Konzeptualisierungen des Klassischen in der Literatur- und Kunstgeschichtsschreibung. Ein besonderes Interesse gilt hierbei der 1930 von Werner Jaeger in Naumburg ausgerichteten Tagung »Das Problem des Klassischen und die Antike« sowie der Kategorisierung des Klassischen in Heinrich Wölfflins kunsthistorischen Arbeiten. Zudem werden germanistische Klassikkonzepte von Fritz Strich und Hermann August Korff sowie der Epochenbegriff der Klassischen Moderne beleuchtet. Die zweite Sektion rekonstruiert das Klassische als Leitbegriff unterschiedlicher ästhetischer Programme in Philosophie, Musik und Literatur. Im Zentrum stehen neben dem Philosophen Hans-Georg Gadamer auch Künstler wie Ferruccio Busoni und Thomas Stearns Eliot. Deren Äußerungen demonstrieren, dass die Rede vom Klassischen während des 20. Jahrhunderts keineswegs nur im deutschsprachigen, sondern auch im internationalen Kontext stets virulent geblieben ist. Die dritte Sektion konzentriert sich schließlich auf die Frage, wie der Begriff des Klassischen im 20. Jahrhundert eingesetzt wurde, um wissenschaftliche oder kulturelle Strömungen im Dienste einer bestimmten Agenda zu etikettieren – etwa in der Architektur, in der Physik, in der Ökonomie oder auch im Sport.

Die Tagung ist öffentlich und findet in der Petersen-Bibliothek des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar statt. Weitere Informationen unter: http://www.klassik-stiftung.de/forschung/zentrum-fuer-klassikforschung./jahrestagungen/


Programm

Donnerstag, 21. März 2013
14.00 Uhr
Thorsten Valk
Begrüßung und Einführung

Sektion 1 – Das Klassische als Problem
14.30 Uhr
Ernst A. Schmidt
Werner Jaegers Naumburger Tagung »Das Problem des Klassischen und die Antike« (1930)

15.30 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr
Michael Gnehm
Heinrich Wölfflin und das »Erlebnis des Klassischen«

17.00 Uhr
Gregor Streim
Was ist die Literatur der Klassischen Moderne?
Problematisierung eines literaturgeschichtlichen Epochenbegriffs am Beispiel Thomas Manns


Abendvortrag
20.00 Uhr
Wilhelm Voßkamp
»Vollendung und Unendlichkeit« oder »Geist der Goethezeit«
Das Klassische bei Fritz Strich und Hermann August Korff


Freitag, 22. März 2013
Sektion 2 – Das Klassische als Programm
09.00 Uhr
Albrecht Riethmüller
Busonis Manifest »Junge Klassizität« (1920)

10.00 Uhr
Ute Berns
T.S. Eliot und die Klassik

11.00 Uhr
Kaffeepause

11.30 Uhr
Carsten Dutt
Gadamers Hypostasierung des Klassischen

12.30 Uhr
Mittagspause

Exempla classica
14.30 Uhr | Deutsches Nationaltheater
Christian Hecht
Klassizismus 1905. Die Auseinandersetzungen um den Neubau des Weimarer Hoftheaters

14.30 Uhr | Haus Am Horn
Britta Hochkirchen
»Symmetrievorbild scheint das antike Haus gewesen zu sein«
Paradigmen des Klassischen in der Diskussion um das Haus Am Horn

15.45 Uhr | Neues Museum Weimar, Vorplatz
Norbert Korrek und Christiane Wolf
Zur Rhetorik des NS-Klassizismus. Das Weimarer Gauforum

15.45 Uhr | Goethe- und Schiller-Archiv, Petersen-Bibliothek
Bernhard Fischer
Julius Petersen als Begründer der Schiller-Nationalausgabe

17.00 Uhr | Herzogin Anna Amalie Bibliothek, Sonderlesesaal
Hellmut Seemann
Holtzhauers Bücher. Das Gesicht der NFG in der Publizistik

17.00 Uhr | Stadtschloss Weimar, Vorplatz
Franziska Bomski
Klassisches Weimar. Zum Konzept des Weltkulturerbes

18.30 Uhr
Mitgliederversammlung des Zentrums für Klassikforschung


Samstag, 23. März 2013
Sektion 3 – Das Klassische als Projektion
09.00 Uhr
Andrea Albrecht
Das Konzept des Klassischen in Naturwissenschaft und Mathematik bei Wilhelm Ostwald, Oswald Spengler und Max Bense

10.00 Uhr
Martino Stierli
Konstruktionen des Klassischen. Colin Rowe, Rudolf Wittkower und die moderne Architektur

11.00 Uhr
Kaffeepause

11.30 Uhr
Ramón Reichert
Die Episteme der klassischen Ökonomie

12.30 Uhr
Gunter Gebauer
Hat die Rede von einem ›klassischen Sport‹ einen Sinn?

13.30 Uhr
Ausklang der Tagung


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.klassik-stiftung.de/forschung/zentrum-fuer-klassikforschung...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWeimar
Beginn21.03.2013
Ende23.03.2013
PersonName: Franziska Bomski 
Funktion: Referentin für Forschung 
E-Mail: franziska.bomski@klassik-stiftung.de 
KontaktdatenName/Institution: Zentrum für Klassikforschung 
Strasse/Postfach: Burgplatz 4 
Postleitzahl: 99423 
Stadt: Weimar 
Telefon: 03643545570 
E-Mail: franziska.bomski@klassik-stiftung.de 
LandDeutschland
Ediert von  H-Germanistik
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