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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Symposium "Schicksal" (Aspekte der Medizinphilosophie 2013)"
RessourcentypCall for Papers
TitelSymposium "Schicksal" (Aspekte der Medizinphilosophie 2013)
BeschreibungCall For Papers
Symposium „Aspekte der Medizinphilosophie“ 2013 Thema: „Schicksal“
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Campus Süd (ehemals Universität Karlsruhe), Karlsruhe (genauer Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben)

05.-06. Oktober 2013, Beginn: jeweils 9:00 Uhr

Allgemein:
Die „Medizinphilosophie“-Symposien dienen der interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, insbesondere der Medizin, Medizingeschichte, der Psychologie, der Psychoanalyse und der im weitesten Sinne geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer, vor allem der Philosophie und der Kulturwissenschaften. Die Themen der Symposien werden so gewählt, dass sie allen Fachrichtungen einen kreativen und freien Zugang gewähren. Gesucht sind Beiträge, die das Spektrum der jeweiligen Themen interdisziplinär kreativ ausschöpfen, wobei von uns eine Mischung aus klassischen und progressiven Themen angesteuert wird.

Zum Thema des Symposiums 2013:
In der Medizin scheint immer mehr machbar zu sein. Krankheiten, die früher den sicheren Tod bedeutet hätten, gelten als heilbar, sind teilweise schon längst Teil der Routinetätigkeit der Ärztinnen und Ärzte. Der Mensch lebt nicht nur länger, auch die Überlebenschancen von sehr früh geborenen Kindern steigen. Auch Kinderlosigkeit ist kein Schicksal mehr. Schon diese Beispiele legen nahe, dass wir immer weniger bereit sind, etwas als Schicksal zu begreifen und anzunehmen. Man kann immer etwas tun: Vorsorge betreiben, Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, Risiken minimieren – und wenn dann doch ein Schaden eintritt, so gilt es, die Verantwortlichen zu identifizieren, die nichts oder das Falsche getan haben.
In dieser Situation laden wir dazu ein, über die Funktion und die Bedeutung von „Schicksal“ Disziplinen übergreifend zu reflektieren.

Mögliche Themenbereiche sind:

Medizin:
Kultur:
Religion:
 Machbarkeit vs. Grenzen der ärztlichen Kunst
 Risikofaktoren als Schicksal
 Krankheit als Schicksal; Schicksalsschläge
 Fatalismus und Hoffnung in der Arzt-Patientenbeziehung
 Bedeutung von Vorsorge und individuellem Gesundheitsbewusstsein
 Sozioökonomische Aspekte (z. B. Einfluss von Bildung, Milieu, Vermögen, Biographie auf
Umgang mit Krankheiten bzw. Nutzung medizinischer Angebote)
 Literarische und bildliche Vorstellungen vom Schicksal
o Rolle des Schicksals in Komödie und Tragödie
o Unentrinnbarkeit/Unerbittlichkeit/Überwindung des Schicksals als Motiv o Ikonographie (z. B. Tyche/Fortuna als Personifizierungen des Schicksals;
Schicksalsfaden etc.)
 Der (alltägliche) Umgang mit dem Schicksal
 Kennzeichen von schicksalhaften Begegnungen und Ereignissen
 Umgang mit Schicksal bzw. Prädestination in religiösen Vorstellungen
 „Spiritual care“ und religiöse Coping-Strategien im Krankheits- und Pflegekontext
 Spannungsfelder zwischen religiösen und biomedizinischen Krankheitserklärungen bzw. Heil(ungs)konzepten
 Vorstellungen/Bilder vom göttlich/religiös gelenkten Schicksal des Menschen (z. B. der Mensch als Schachfigur)
 Erklärungsgehalt und Bedeutungswandel von „Schicksal“ in säkularisierten Kontexten Philosophie:
 Verantwortung für das eigene Schicksal
 Kausalität/Determinismus und Schicksal
 Schicksal und Sicherheit (z. B. Schicksal als Gewissheit und als Bedrohung)

Diese Themenvorschläge dienen nur als Anregung. Bitte beachten Sie aber, dass Ihr Beitrag einen klaren Bezug zu medizinischen und therapeutischen Themen aufweisen sollte.
Vortragseinreichung:

Die Vorträge sollten auf Deutsch oder auf Englisch gehalten werden. Dauer: 20 Minuten. Ihre Bewerbung für einen Beitrag sollte enthalten:
Name, Titel des Beitrags, Kurzzusammenfassung des geplanten Beitrags (max. 500 Worte), Kurzbiographie und Kontaktdaten: E-Mail, Telefon, Adresse
Senden Sie die Unterlagen per Email bis zum 31.05.2013 an: callforpapers@medizin-philosophie.de

Publikation:
Die Beiträge der Veranstaltungsreihe werden nach Review der ausgearbeiteten Fassung in der gleichnamigen Buchreihe veröffentlicht. Zusätzliche Vorschläge von Nicht-Referent(inn)en sind ausdrücklich erwünscht.

Weitere Informationen:
Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage an callforpapers@medizin-philosophie.de oder auf unserer Webseite www.medizin-philosophie.de.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortKarlsruhe
Bewerbungsschluss31.05.2013
Anmeldeschluss31.05.2013
Beginn05.10.2013
Ende06.10.2013
PersonName: Dr. Christian Hoffstadt 
Funktion: Organisator und Redaktionsleiter 
E-Mail: info@medizin-philosophie.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
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