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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Ausschreibung universitäres Förderprogramm Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen"
RessourcentypStipendien
TitelAusschreibung universitäres Förderprogramm Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen
BeschreibungAUSSCHREIBUNG

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert Projekte zur Erforschung und Präsentation von Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, darunter auch der Russlanddeutschen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Wechselwirkungen mit den Nachbarkulturen.
Ausgeschrieben wird ein universitäres Förderprogramm:
KULTUR UND GESCHICHTE DER RUSSLANDDEUTSCHEN

1. Gegenstand der Förderung
Ziel des Förderprogramms ist es, Forschungen über die Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen anzuregen.
Unter Russlanddeutschen werden im Folgenden jene Gruppen deutscher Siedler verstanden, die im 18. und 19. Jahrhundert in der Wolgaregion, in Wolhynien, in Bessarabien, am Schwarzen Meer, auf der Krim, im Kaukasus oder in Sibirien angesiedelt worden sind. Viele von ihnen wurden nach dem Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion (1941) in die asiatischen Teile der damaligen UdSSR deportiert. Aufgrund der damaligen Umsiedlungen lebten sie bzw. leben sie noch heute in unterschiedlichen Nachfolgestaaten der UdSSR wie Russland, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan und Kirgistan. Eingeschlossen sind die deutschen Stadtbürger, die vor allem in den Metropolen Moskau und St. Petersburg lebten.
Hinweis: Allgemeine deutsch-russische Beziehungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur etc. sind nicht Gegenstand der Förderung, wenngleich deren Kenntnis und Berücksichtigung für die Realisierung der Forschungsprojekte vorauszusetzen sind.
Die Ausschreibung möchte Projekte anregen, die – jenseits nationaler Sichtweisen – Prozesse des kulturellen Austausches, Verflechtungen wechselnder politischer, konfessioneller und sprachlicher Verhältnisse, grenzübergreifende personelle und institutionelle Netzwerke sowie die Integration der Russlanddeutschen berücksichtigen.
Innerhalb dieses Rahmens ist das Förderprogramm inhaltlich und chronologisch offen.
Gefördert werden wissenschaftliche Vorhaben (insb. Forschungen, Tagungen, Publikationen)
• insb. mit sozial-, mentalitäts- und alltagshistorischen, kulturwissenschaftlichen sowie wissenschaftsgeschichtlichen und historisch-ideologiekritischen
Schwerpunkten, die sich an den Fragestellungen und Methoden des neueren Wissenschaftsdiskurses orientieren,
• die in internationaler Kooperation (vornehmlich mit Partnern im östlichen Europa) durchgeführt werden,
• die Grundlagenwerke (Quelleneditionen, Repertorien u. Ä.) vorbereiten und zur Verfügung stellen,
• die den Einsatz neuer Medien (Online-Publikationen, Digitalisierungsvorhaben u. Ä.) voranbringen,
• die einen Beitrag zur Nachwuchsförderung leisten,
• die in die nicht-wissenschaftliche Öffentlichkeit hineinwirken.
Die Förderung von Tagungen, Symposien u. Ä. ist abhängig von einer angemessenen Beteiligung der Hochschule.
Für eine Förderung durch den BKM im Rahmen des Förderprogramms kommen Projekte mit einer Laufzeit bis längstens 31. Dezember 2015 in Betracht.

2. Förderumfang
Zuwendungsfähig sind die zur Durchführung des Projektes notwendigen Personal- und Sachkosten sowie die sonstigen Kosten der Vor- und Nachbereitung in angemessenem Umfang. Projekte können bis zu einem Höchstbetrag von 60.000 EUR gefördert werden.

3. Antragstellung
Anträge können von Lehrenden an deutschen Hochschulen gestellt werden.
Es wird davon ausgegangen, dass
• die formalen und rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung des geplanten Vorhabens mit der jeweiligen Institution abgeklärt wurden,
• die Institution Geschäftsräume und eine angemessene Sachmittelgrundausstattung für die Durchführung des Projektes zur Verfügung stellt,
• die Bewirtschaftung der Projektmittel über die Drittmittelstelle der Institution erfolgt,
• am Projektende überprüfbare Ergebnisse vorgelegt werden.

4. Fristen
Die Bewerbungsfrist für das Forschungsprogramm endet am 31. März 2013. Die Förderentscheidung erfolgt bis Ende April 2013. Eine positive Entscheidung vorausgesetzt, kann die Förderung frühestens zum 1. September 2013 beginnen.
Die Anträge sind einzureichen bei:
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147a
26127 Oldenburg
Tel.: (0441) 96195-0
Fax: (0441) 96195-33
E-mail: bkge@bkge.uni-oldenburg.de
http://www.bkge.de
Die Antragsformulare und eine Übersicht über die notwendigen Unterlagen finden Sie auf der Homepage des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa: http://www.bkge.de/61499.html

5. Förderentscheidung
Die Entscheidung trifft der BKM auf Grundlage einer wissenschaftlichen Begutachtung. Bewilligungsbescheide werden durch das Bundesverwaltungsamt erstellt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.bkge.de
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss31.03.2013
Beginn01.09.2013
Ende31.12.2013
PersonName: Bogade, Marco Dr. 
Funktion: Wissenschaftlicher Mitarbeiter 
E-Mail: marco.bogade@bkge.uni-oldenburg.de 
KontaktdatenName/Institution: Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 
Strasse/Postfach: Johann-Justus-Weg 147a 
Postleitzahl: 26127 
Stadt: Oldenburg 
Telefon: +49 (0)441 96195-22 oder +49 (0)441 96195-0 
Fax: +49 (0)441 96195-33 
E-Mail: marco.bogade@bkge.uni-oldenburg.de 
Internetadresse: http://www.bkge.de 
LandDeutschland
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