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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Spezialist – Könner – Fachidiot. Expertentum in Medizin und Naturwissenschaften "
RessourcentypCall for Papers
TitelSpezialist – Könner – Fachidiot. Expertentum in Medizin und Naturwissenschaften
BeschreibungSpezialist – Könner – Fachidiot. Expertentum in Medizin und Naturwissenschaften

Forum der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften
in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften

Universität Bern, 4. und 5. September 2013

„Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.“
Das bekannte Bonmot von Winston Churchill bringt die potentiell prekäre Situation von Expertentum zwischen Fachkompetenz, gesellschaftlichen Erwartungen und individueller Handlungsmacht zum Ausdruck.

Das diesjährige Forum für NachwuchswissenschaftlerInnen findet im Vorfeld der Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften statt, die am 6. und 7. September 2013 an der Universität Bern unter dem Titel „Medizinische Expertise im 20. und 21. Jahrhundert“ durchgeführt wird. Im Rahmen des Forums präsentieren Nachwuchsforschende aus den Geistes- und Kulturwissenschaften sowie aus der Medizingeschichte und Geschichte der Naturwissenschaften ihre laufenden bzw. jüngst abgeschlossenen Projekte.

Die Tagung fragt nach den Funktionen medizinischen und naturwissenschaftlichen Expertentums in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten. Der besondere Anspruch der Veranstaltung besteht darin, anhand der Untersuchung konkreter Szenarien der Aushandlung von Expertise in der Medizin und den Naturwissenschaften Forschungsperspektiven aus der Medizingeschichte und der Geschichte der Naturwissenschaften mit solchen aus der Literatur-, Theater- und Filmwissenschaft in einen Dialog zu bringen.

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage nach der Konstruktion und Reflexion von Expertentum und den damit verbundenen sozialen Rollen, Selbst- und Fremdwahrnehmungen, Erwartungen ebenso wie von kulturdefinierenden Differenzen wie Wissen/Nichtwissen, gesund/krank, sinnhaft/sinnlos und den daran anknüpfenden Wertstrukturen und Handlungsweisen. Dabei können unterschiedliche Aspekte untersucht werden, z.B.:
- die Bedeutung der Verfügungsmacht über Wissen und Techniken bei der Konstruktion von Expertentum
- Beziehungen zwischen der Konstruktion von Geschlechterrollen und von Expertenfiguren
- Aktualisierung, Neubestimmung oder Konkurrenz von Rollenzuschreibungen
- Zuteilung, Beanspruchung oder Infragestellung von Definitionsmacht
- Konkurrenz und Konflikte von Geltungsansprüchen
- das Wirksamwerden explizit formulierter oder implizit vorhandener Erwartungen
- Konflikte auf den Ebenen der Erwartungen, Rollen und der Handlungsmacht

Darüber hinaus ist die Tagung weder thematisch noch zeitlich eingeengt.

Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Französisch. Für die Referate sind jeweils 20 Minuten vorgesehen, gefolgt von 25 Minuten Diskussion. Von den Referierenden wird erwartet, dass sie während der ganzen Tagung anwesend sind, um einen vertieften Austausch zu ermöglichen. Die Referierenden sind herzlich eingeladen, auch an der Jahrestagung der SGGMN am 6. und 7. September teilzunehmen. Die OrganisatorInnen sind bemüht, den Referierenden die Reise- und Übernachtungskosten zu erstatten.

Forschende aus den Bereichen Literatur-, Theater- und Filmwissenschaft, Kulturwissenschaften und angrenzender Fachgebiete ebenso wie aus der Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften sind herzlich eingeladen, einen Themenvorschlag einzureichen. Bitte skizzieren Sie in einem Abstract von maximal einer Seite den Gegenstand, die Fragestellung sowie Thesen bzw. Ergebnisse und Untersuchungsmethode Ihres Beitrages. Legen Sie bitte zudem einen kurzen Lebenslauf von maximal einer Seite bei.

Eingabefrist: 31. März 2013

Bitte schicken Sie Ihren Abstract an:
b.schappach@culturalstudies.ch
mit Kopie an:
siegfried.bodenmann@rom.unibe.ch
lina.gafner@img.unibe.ch

Leitung: Dr. Beate Schappach, Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern und Arbeitsgruppe Literature–Medicine–Gender der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften SGKW

Mitarbeit: Siegfried Bodenmann, M.A., Institut für Französische Sprache und Literatur der Universität Bern und lic. phil. Lina Gafner, Institut für Medizingeschichte der Universität Bern

Beratung: Prof. Dr. Rudolf Käser, Deutsches Seminar der Universität Zürich und Arbeitsgruppe Literature–Medicine–Gender der SGKW

Der Workshop wird organisiert von der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften und der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften.
Mit freundlicher Unterstützung der Mittelbauvereinigung der Universität Bern und der Akademie der Naturwissenschaften
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.sggmn.ch/forum.html
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBern
Bewerbungsschluss31.03.2013
Beginn04.09.2013
Ende05.09.2013
PersonName: Beate Schappach 
Funktion: Tagungsleitung 
E-Mail: b.schappach@culturalstudies.ch 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern 
Strasse/Postfach: Hallerstrasse 5 
Postleitzahl: CH–3012 
Stadt: Bern 
Telefon: +41 (0)31 631 50 32 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeFachkommunikation (Fachsprache, institutionelle Kommunikation, Wirtschaftskommunikation, Sprache im Beruf, Terminologiewissenschaft, Technische Kommunikation/ Technischer Redakteur); Soziolinguistik (Varietätenlinguistik, div. Lekte, Register, Code); Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik); Stilistik / Rhetorik (inkl. Argumentationstheorie, Stilbegriff, Persuasionstheorie, politische Sprache, Werbesprache); Verständlichkeitsforschung (Popularisierung und Wissenstransfer, Schreibforschung, Textoptimierung); Erzähltheorie; Genderforschung; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Literarische Wertung/Literaturkritik; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie; Motiv- u. Stoffgeschichte; Rhetorik; Theater (Aufführungspraxis)
Zusätzliches SuchwortVerhältnis von Literatur und Medizin, Literaturgeschichte und Medizingeschichte
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.03.00 Germanistik; 01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.04.00 Wissenschaftsgeschichte; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.11.00 Stoffe. Motive. Themen
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