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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Studia Germanica Gedanensia: Bild-Reflexion-Dialog"
RessourcentypCall for Papers
TitelStudia Germanica Gedanensia: Bild-Reflexion-Dialog
BeschreibungDie Redaktion der Studia Germanica Gedanensia lädt Sie ein, zum 31. Band der Zeitschrift beizutragen.

Bild – Reflexion – Dialog. Interkulturelle Perspektiven in der Literatur und im Theater

Die geplante Publikation möchte neuere Beiträge zu diesem Forschungsfeld vorstellen; mit ihr wird gleichsam eine Bestandsaufnahme gegenwärtiger Tendenzen der interkulturell orientierten Forschung angestrebt. Darüber hinaus sollen Beiträge zu Texten jüngeren Entstehungsdatums präsentiert werden.
Liegt der Schwerpunkt auf einer Analyse von Texten der Kultur im deutschen und polnischen bzw. deutsch-polnischen Zusammenhängen, so sind Beiträge, die sich interkulturellen Perspektiven in anderen Kontexten widmen, durchaus nicht ausgeschlossen. Hierbei gilt als Richtschnur, dass diese einen Zugriff auf den jeweiligen Diskussionsgegenstand erkennen lassen sollten, der über den engeren, auf den jeweiligen Zusammenhang bezogenen Analyserahmen hinausführt, hin zu einem Deutungsansatz, der eventuell auch auf andere Kontexte übertragbar wäre, somit als modellhaftes Analyseinstrumentarium zur Diskussion gestellt werden kann.

I. Bilder des Eigenen und des Fremden

Im ersten Teil der Publikation soll die Auseinandersetzung mit Bildern des Eigenen und des Fremden im Mittelpunkt stehen. Texte schaffen einen Raum, in dem Strukturen und Verflechtungen von Eigenem und Fremdem wahrgenommen werden. Zugleich sind Texte als Medien zu verstehen, in denen Kulturräume überschritten werden. Der Begriff „Bilder“ kann dabei Projektionen bzw. Konstrukte, Fremd- und Autostereotypen meinen, die häufig als statisch erscheinen und zum festen Inventar einer Gruppe bzw. eines Kulturkreises gehören. Ebenso können „Bilder“ sich auf ein dynamisches Verständnis der Selbst- und Fremdwahrnehmung beziehen.
Zu erörternde Fragen wären hier u.a.: Wie wird das Statische bzw. Dynamische im Beziehungsgeflecht des Eigenen und Fremden wahrgenommen, dargestellt/konstruiert und reflektiert? Auf welche Weise werden das Eigene und das Fremde fiktionalisiert?
Ferner: Wie werden das Eigene und das Fremde in Zugehörigkeitskonstruktionen eingebettet? Folgt der Text dabei den in einer gegebenen Kultur überlieferten Modellen? Rekonstruiert er diese? Oder dekonstruiert er sie bzw. konstruiert womöglich neue? Steht die Intention einer Ab-/ Ausgrenzung oder eher die einer Annäherung bis hin zu einer Aneignung im Vordergrund?

II. Alterität/Hybridität: Reflexionen des Anderen im Text

In diesem Teil der Publikation sind Beiträge erwünscht, welche die Rezeption eines als „hybrid“ oder „anders“ Begriffenen in Texten der Kultur auf sprachlicher, bildlicher und formaler/struktureller Ebene ins Zentrum rücken. Hierbei kann es sich sowohl um Bilder, Sprachen und Stimmen eines kulturell, ethnisch oder sozial Hybriden/Anderen handeln, als auch um solche im Sinne der Gender Studies.
Nachgehen könnte man z.B. der Frage, wie die jeweils mit der/dem Hybriden oder Anderen assoziierten Bilder, Sprachen und Stimmen in einen Text eingehen. Kann von einer Dialogizität im Sinne Bachtins gesprochen werden? Wird die im Text reflektierte Hybridität/Andersheit als exklusiv vorgeführt oder eher als inklusiv dargestellt? Welche Strategien kommen dabei zum Tragen? Inwieweit werden hierdurch die Zentrum-Peripherie-Dichotomien aufgelockert und die Zwischenräume als Orte kultureller Produktivität aufgewertet? Auf welche Art und Weise und in welchem Maße kommt es zu einer wechselseitigen Durchdringung kultureller Systeme?



III. Dialoge und Korrespondenzen
In diesem Kapitel der Publikation soll es zum einen um die Frage gehen, inwieweit und wie ein Text in Beziehung zu einem oder mehreren Texten tritt, die als von unterschiedlichen kulturellen Überlieferungen geprägte begriffen werden.
In welchen Kontexten und entlang welcher Diskurse vollzieht sich der Dialog zwischen den Texten? Auf welchen Ebenen wird er geführt; welche Darstellungs-/Erzählstrategien mit welchem Effekt kommen zur Anwendung? Und wie gestalten – oder konterkarieren - Dialogizität und Intertextualität die Begegnung zwischen den Texten? Werden Korrespondenzen hergestellt, Grenzen des Dialogs sicht- bzw. lesbar?

Zum anderen ist an Beiträge gedacht, in denen der interkulturelle Dialog zum wesentlichen strukturellen und inhaltlichen Element einer Darstellung intergenerationeller Beziehungen wird.
Was wird an der Generation der Großeltern, Eltern bzw. Söhne und Töchter jeweils als kulturell andersartig wahrgenommen, was wird als ähnlich und/oder gleich, als trennendes und/oder synthetisierendes, als verlorenes, aufzugebendes und/ oder (wieder) anzueignendes Element anerkannt? Und wie kommt dies zur Darstellung?

Abgabefrist ist der 30. Juni 2013.

Ihren Beitrag, einschließlich einer Kurzbiographie (bis zu 7 Zeilen) unter Angabe der Dienstanschrift sowie der E-Mail-Adresse, schicken Sie bitte per Post in 3 Exemplaren an:
Studia Germanica Gedanensia (Literaturheft)
Uniwersytet Gdański
Instytut Filologii Germańskiej
ul. Wita Stwosza 55
(Pl) 80-952 Gdańsk

Legen Sie den Beitragsexemplaren auch zwei unterzeichnete Autorenerklärungen bei.
Diese können unter „Oświadczenie“ von der SGG-Homepage heruntergeladen werden: http://www.fil.ug.edu.pl/upload/files/1666/oswiadczenia_erklaerungen_autor.pdf
Eine weitere, digitale Fassung im WORD- bzw. RTF-Format senden Sie bitte per E-Mail als Anhang an die Herausgeberinnen des Bandes: sgg@ug.edu.pl
Richtlinien zur Manuskriptgestaltung finden Sie unter:
http://www.fil.ug.edu.pl/upload/files/1666/wskazowki_redakcyjne_sgg_manuskriptgestaltung.pdf
Weitere relevante Hinweise finden Sie auf der Homepage der Studia Germanica Gedanesia.

Dr Miłosława Borzyszkowska-Szewczyk
Dr Eliza Szymańska
Dr Anastasia Telaak


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Bewerbungsschluss30.06.2013
PersonName: Eliza Szymańska 
E-Mail: finej@univ.gda.pl 
Ediert von  H-Germanistik
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