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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Poetikdozentur Felicitas Hoppe an der TU Dortmund"
RessourcentypVortragsreihen
TitelPoetikdozentur Felicitas Hoppe an der TU Dortmund
BeschreibungRingvorlesung „Schreiben“
Felicitas Hoppe übernimmt im Januar 2013 eine Poetikdozentur an der TU Dortmund

Im Zuge der Ringvorlesung „Schreiben“ wird die Georg-Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe im Januar 2013 eine Poetikdozentur an der Technischen Universität Dortmund bekleiden. In drei öffentlichen Vorlesungen - jeweils mittwochs von 12h bis 14h im Audimax - wird Sie zu den Themen „Mythos Inspiration“ (9. Januar 2013), „Über Autorität und Selbstzensur“ (16. Januar 2013) und „Mündlichkeit und Schriftlichkeit“ (23. Januar 2013) referieren. Zudem wird Frau Hoppe ein Blockseminar mit dem Titel „Schreibwerkstatt – Es gilt nur das gesprochene Wort!“ anbieten.

Programm:

Schreiben 1: Felicitas Hoppe „Mythos Inspiration“
Mittwoch, 9. Januar 2013, 12.15h – 13.45h
TU Dortmund, Audimax

Woher bekommen Sie eigentlich Ihre Ideen? Diese verlässlich immer wiederkehrende Frage ist unter Autoren verständlicherweise wenig beliebt. Vermutlich, weil sie so schwer zu beantworten ist, zielt sie doch auf ein Geheimnis, das sich, auch für den Schreibenden selbst, nicht ohne Anstrengung lüften lässt. Denn: „Schriftstellerisches Talent ist ein geheimnisvolles Ding. Wie musikalische Begabung scheint es zu einem guten Teil nicht erlernt, sondern angeboren zu sein. Man kann Menschen das Schreiben zwar beibringen, jedoch nur in beschränktem Maß; Talent kennt nach oben durchaus Grenzen.“, schreibt Donald W. Goodwin. Die Vorlesung bietet Einblicke in Hoppes privates Archiv der Ideen, geht darüber hinaus aber der Frage nach, wie man Ideen tatsächlich schöpferisch nutzbar macht. Denn Inspiration ist weit mehr als ein Musenkuss: ein Zustand gesteigerter Aufmerksamkeit und höchster Konzentration, in dem es, nicht anders als in den Wissenschaften und in der Welt technischer Erfindungen, auf Geduld, Ausdauer und Geistesgegenwart ankommt.

Schreiben 2: Felicitas Hoppe „Über Autorität und Selbstzensur“
Mittwoch, 16. Januar 2013, 12.15h – 13.45h
TU Dortmund, Audimax

Als Schreibende sind wir umzingelt von (lebenden wie toten) Ratgebern und von jeder Menge Autoritäten, im guten und weniger guten Sinn. Vorbilder und Lehrer können uns beflügeln wie lähmen, allzu oft wird ‚ex negativo’ gelehrt. Wir wissen genau, was wir NICHT tun sollen. Aber: Wir schreibt man richtig? Die Vorlesung geht einer Frage nach, die nicht nur Schreibende in autoritären gesellschaftspolitischen Systemen beschäftigt: Was kann ich, was will ich, was darf ich, was soll ich? Was ist relevant, was bloß privatistisch? „Von Bedeutung ist allein, dass Sie schreiben, was Sie schreiben möchten; und ob es jahrhundertelang von Bedeutung sein wird oder nur stundenlang, vermag niemand zu sagen. Aber ein Haar vom Kopfe Ihrer Vision zu opfern (...), aus Rücksicht auf irgendeinen Rektor (...) oder irgendeinen Professor mit einer Meßlatte im Ärmel, ist der allererbärmlichste Verrat.“, schreibt Virginia Woolf in Ein eigenes Zimmer. Purer Luxus oder kreatives Programm?

Schreiben 3: Felicitas Hoppe „Mündlichkeit und Schriftlichkeit“
Mittwoch, 23. Januar 2013, 12.15h – 13.45h
TU Dortmund, Audimax

Die Welt, hört man immer wieder (nicht nur von Kellnern und Taxifahrern), sei voller Geschichten, sie müssten nur aufgeschrieben werden! Wie aber gehen wir vom Sprechen über unsere Erlebnisse und Ideen über zu dem, was wir Erzählung nennen? Wie kommen wir von der mündlichen Erzählung zum geschriebenen und damit lesbaren Text? Wie unterscheiden sich jeweils die rhetorischen Mittel? Was ist der Gewinn, was der Verlust, wenn wir uns für eine bestimmte Erzählform entscheiden? Die Vorlesung geht der Frage nach, wie sich mündliche von schriftlichen Traditionen unterscheiden und warum Sprechen sich nicht einfach aufschreiben lässt, sondern im Schreiben jene Verwandlung erfährt, die den Stoff, für den seltenen Fall, es gelingt, zu dem macht, was wir als Literatur bezeichnen. Und ob sie wirklich haltbarer und verlässlicher ist als das Gesprochene Wort.

Vita
Geboren 1960 in Hameln, studierte Felicitas Hoppe in Tübingen, Eugene/Oregon (USA), Rom und Berlin u.a. Literaturwissenschaften, Rhetorik, Religionswissenschaften, Italienisch und Russisch. Nebenbei war sie an verschiedenen Sprachenschulen und am Goethe Institut als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache tätig. Seit 1990 erhielt sie zahlreiche Stipendien und lebt seit 1996 als freie Schriftstellerin in Berlin. Im Jahr 1996 erschien ihr Debüt, der Kurzgeschichtenband Picknick der Friseur. Nach einer Weltumrundung 1999 auf einem Frachtschiff, folgte der Roman Pigafetta und 2003 der Roman Paradiese, Übersee. 2004 erschien die Porträtsammlung Verbrecher und Versager, 2006 der Jeanne d’Arc Roman Johanna. 2008 das Kinderbuch Iwein Löwenritter, eine Bearbeitung nach Hartmann von Aue, 2009 die Essaysammlung Sieben Schätze und die Erzählung Der beste Platz der Welt, 2010 die Poetikvorlesungen Abenteuer – was ist das?, 2011 Grünes Ei mit Speck, eine Übersetzung von Texten des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss, und 2012 ihr autobiographischer Roman Hoppe. Außerdem, neben zahlreichen Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien und im Rundfunk, neun Veröffentlichungen zusammen mit Künstlern der Berliner Handpresse, zuletzt Die weiße Frau und Der begnadigte Truthahn Für ihr Werk, das im S. Fischer Verlag/Frankfurt erscheint und in niederländischer, französischer, schwedischer, russischer, polnischer, estnischer, slowenischer und türkischer Übersetzung vorliegt, wurde Hoppe mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Aspekte-Literaturpreis, dem Bremer Literaturpreis, dem Roswitha Preis der Stadt Gandersheim, mit dem Rattenfängerliteraturpreis ihrer Heimatstadt und zuletzt, 2012, mit dem Georg Büchner Preis.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

http://www.studiger.tu-dortmund.de/index.php?title=Felicitas_Hoppe

und

http://www.studiger.tu-dortmund.de/index.php?title=Ringvorlesung_Schreiben

Bei Rückfragen: Matthias Feltmann,
schreiben.germanistik@uni-dortmund.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.studiger.tu-dortmund.de/index.php?title=Ringvorlesung_Schre...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortTechnische Universität Dortmund, Audimax
Beginn09.01.2013
Ende23.01.2013
PersonName: Matthias Feltman 
Funktion: SHK 
E-Mail: schreiben.germanistik@uni-dortmund.de 
KontaktdatenName/Institution: Technische Universität Dortmund 
Strasse/Postfach: Emil-Figge-Straße 50, R. 3.242  
Postleitzahl: 44227 
Stadt: Dortmund 
Telefon: 01795098043 
E-Mail: schreiben.germanistik@uni-dortmund.de 
Internetadresse: http://www.studiger.tu-dortmund.de/index.php?title=Ringvorlesung_Schreiben 
LandDeutschland
Zusätzliches SuchwortRingvorlesung; Felicitas Hoppe; TU Dortmund; Poetikdozentur
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