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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige ""This is an adventure!" - Die Filme von Wes Anderson"
RessourcentypCall for Papers
Titel"This is an adventure!" - Die Filme von Wes Anderson
BeschreibungWes Andersons Filme zeichnen sich auf den unterschiedlichsten Ebenen durch wiederkehrende, verwandte und typisierte Merkmale aus. Wohl aus diesem Grund wird der Drehbuchautor und Regisseur Anderson schon nach der Veröffentlichung von einem Kurzfilm und vier abendfüllenden Spielfilmen auch als Autorenfilmer im weiteren Sinne wahrgenommen; als Filmemacher also, der sich durch eine 'eigene Handschrift' auszeichnet und 'individuelle' Filme produziert, die sich von konventionalisierten Produktionen abheben, gleichzeitig und paradoxerweise jedoch als 'typische' Filme des Regisseurs eine Art Kleinstgenre bilden. Besonders die Etablierung eines eigenen Star-Systems aus wiederholt besetzten Haupt- und Nebendarstellern, der spezifische Einsatz von Popmusik, Objektinserts in extremer Aufsicht sowie ein Figurenpersonal aus gescheiterten Genies und abwesenden Vätern werden als typische Textelemente der Filme Andersons entweder begeistert gefeiert oder geringschätzig zur Kenntnis genommen. Als Autorenfilmer wird Anderson von Freund und Feind in Foyer und Feuilleton gleichermaßen erkannt.
Angesichts der heiligen Frage jedoch, ob denn der hauptsächlich über seine Stilmittel bestimmte Autorenfilmer Anderson auch etwas zu Erzählen habe, macht sich Unsicherheit breit. Filmkritiker thematisieren gar, dass sie sich überfordert sehen, nach einmaliger Sichtung in Worte zu fassen, was die jeweiligen Erzählungen substantiell ausmacht. Schon eine oberflächliche Analyse, die nicht vor der Zeichenflut der Filme kapituliert, lässt jedoch erkennen, dass dieses Phänomen nun gerade nicht einer beklagenswerten inhaltlichen Leere sondern vielmehr der exzeptionellen Komplexität der Filme und insbesondere der Komplexität ihrer Figurencharakterisierungen geschuldet ist.
Ebenso exzeptionell erscheint die Ernsthaftigkeit, mit der sich die als Komödien vermarkteten Filme den für sie charakteristischen Themenkomplexen widmen. So sehen sich die Protagonisten etwa von Krankheit, beruflichem Scheitern, zerbrochenen Familien und Entwicklungsstörungen determiniert.
Auf einer abstrakteren Ebene machen die Filme gleichzeitig Aussagen über Fiktionalisierungsvorgänge und den eigenen Status als Erzählung und künstlerischer Text, indem sie ein System aus intertextuellen und intermedialen Bezügen etablieren.

Neben Einzelanalysen zu den Filmen

-Bottle Rocket (US 1994) [vergeben]
-Bottle Rocket (dt: Durchgeknallt; US 1996) [vergeben]
-Rushmore (US 1998)
-The Royal Tenenbaums (US 2001)
-The Life Aquatic with Steve Zissou (dt: Die Tiefseetaucher; US 2004)
-Hotel Chevalier
& The Darjeeling Limited (US 2007 [D 2008])

sind beispielsweise Beiträge zu folgenden Themenkomplexen denkbar:

-Selbstreflexivität und Selbstreferenzialität
-Intertextualität und Intermedialität / Poetologie / Erzählverfahren
-Production Design / Filmarchitektur
-Funktionalisierung von Popmusik [vergeben]
-Familien- und Personenkonzepte
-Karriere- und Lebensentwürfe
-Wes Andersons Arbeiten als Regisseur von Werbefilmen
-Auteur vs. Postmoderne vs. Genrekino

Exposés per e-mail (max. 2500 Zeichen) werden bis zum 01.12.2007 erbeten. Die gesammelten Beiträge werden als Aufsatzsammlung veröffentlicht.


Christian Vittrup, M.A.
Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Leibnizstr. 8
24118 Kiel
0431/880-3415
cvittrup@web.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss01.12.2007
PersonName: Vittrup, Christian 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: cvittrup@web.de  
KontaktdatenName/Institution: Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 
Strasse/Postfach: Leibnizstr. 8 
Postleitzahl: 24118  
Stadt: Kiel 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeMedien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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