VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Praktiken des Wissens und die Figur des Gelehrten im 18. Jahrhundert"
RessourcentypCall for Papers
TitelPraktiken des Wissens und die Figur des Gelehrten im 18. Jahrhundert
BeschreibungCall for Papers

Praktiken des Wissens und die Figur des Gelehrten im 18. Jahrhundert
Internationaler Kongress anlässlich des 300. Geburtstages von Albrecht von Haller (1708-1777)

14.10.2008-17.10.2008

an der Universität Bern,
Hauptgebäude der Universität
Hochschulstrasse 4
3012 Bern, Schweiz



Wissen ist eine zentrale Kategorie zur Beschreibung der neuzeitlichen Gesellschaft geworden. Die Entwicklung des Wissens steht in einer dynamischen Wechselbeziehung mit dem Wandel in Gesellschaft, Ökonomie und Kultur. Dabei sind es nicht nur die Inhalte, sondern ganze Wissenskulturen, die sich ändern und neu entstehen. Neben tradierte Denkkategorien treten neue Überzeugungen und Methoden. Die Wissensproduktion findet statt im Rahmen von institutionellen, sozialen und politischen Bedingungen unterschiedlichster Art.
Die Tagung nähert sich diesem komplexen Gebilde der Wissenskultur, indem sie die Gelehrten als massgebliche Akteure ins Zentrum stellt. Zu fragen ist, warum, wie und zu welchen Zwecken Gelehrte im 18. Jahrhundert Wissen sammeln, produzieren, kritisieren, propagieren, verbreiten und umsetzen. Sie interessieren im Hinblick darauf, welche Rollen sie einnehmen, welche Bilder sie von sich selbst vermitteln und wie sie wahrgenommen werden.
Haller ist als Dichter und Gelehrter, Sammler und Experimentator, Enzyklopädist und Spezialforscher, Universitätsprofessor und Magistrat, Gesellschaftspräsident und Korrespondent, profilierter Autor und mächtiger Rezensent, moderner Forscher und orthodoxer Christ eine paradigmatische Figur, in der sich zahlreiche Problemlagen und Entwicklungen der Wissenskultur des 18. Jahrhunderts spiegeln. Dem Berner Universalgelehrten soll zwar besondere Beachtung geschenkt werden, doch ist er nicht das zentrale Tagungsthema; vielmehr ist sein 300. Geburtstag der Anlass, sich allgemein mit den Praktiken den Wissens und der Figur des Gelehrten im 18. Jahrhundert auseinanderzusetzen.
Die Tagung widmet sich in sechs Sektionen folgenden Bereichen:
1. Aufsteigen und fortkommen: Sozialtopographie der Gelehrten, wo und wer sie sind, Karrieren, Ansehen, Erfolg, Patrone und Diener in der Gelehrtenrepublik etc.
2. Lesen und urteilen: Formen der Lektüre und Wissensaneignung, der Gelehrte als kritische Instanz, Rezensionswesen etc.
3. Drucken und kommunizieren: Strategien der Vermittlung und Verbreitung, Austausch in- und ausserhalb der Gelehrtenwelt etc.
4. Beobachten und experimentieren: Forschungspraxis zwischen Kompilation, Theorie und Experiment, im Labor, der Akademie und der Gelehrtenstube etc.
5. Beraten und dienen: der Gelehrte im Dienste des Staatswohls, sowohl als beigezogener Experte und Beamter, wie auch als Bürger und Magistrat etc.
6. Wahrnehmen und reagieren: der Gelehrte in Auseinandersetzung mit den aktuellen Strömungen seiner Zeit (Pietismus, Aufklärung, Patriotismus/Republikanismus etc.): welche nimmt er wahr, welche blendet er aus, wie engagiert er sich etc.

Die Impulsreferate zu den einzelnen Sektionen geben:
Hans-Erich Bödeker (Göttingen)
Laurence Brockliss (Oxford)
Lorraine Daston (Berlin)
Jeanne Peiffer (Paris)
Justin Stagl (Salzburg)
Kurt Wüthrich (Zürich/La Jolla, Nobelpreis 2002)
Simone Zurbuchen (Fribourg)

Die einzelnen Sektionen bestehen aus je fünf 25minütigen Referaten sowie genügend Zeit zur Diskussion.
Die Referate müssen sich einem dieser Themenbereiche zuordnen lassen. Sie können von einzelnen Gelehrten ausgehen, dürfen diese aber nicht isoliert betrachten, sondern sollen sie in den Kontext einer allgemeinen Fragestellung einordnen. Die Tagungssprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch. Die Organisatoren übernehmen die Kosten für Reise, Unterkunft und Verpflegung der geladenen Referentinnen und Referenten.
Ein Abstract des geplanten Referats (max. 2 Seiten) ist einzusenden bis am 31. Januar 2008 an hubert.steinke@mhi.unibe.ch.


Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.haller300.ch/kongresse.html


Ansprechpartner:

Hubert Steinke
Institut für Medizingeschichte
hubert.steinke@mhi.unibe.ch


Veranstaltet von:

Historisches Institut und Institut für Medizingeschichte der Universität Bern, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts (SGEAJ), der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften (SGGMN), der Naturforschenden Gesellschaft in Bern (NGB) und der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT)., Bern.


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBern
Bewerbungsschluss31.01.2008
Beginn14.10.2008
Ende17.10.2008
PersonName: Hubert Steinke 
Funktion: Kontakt 
E-Mail: hubert.steinke@mhi.unibe.ch 
KontaktdatenName/Institution: Universität Bern 
Strasse/Postfach: Hochschulstrasse 4 
Postleitzahl: 3012  
Stadt: CH-Bern 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830; Literatur- u. Kulturgeschichte
Klassifikation12.00.00 18. Jahrhundert > 12.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.06.00 Literarisches Leben; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.07.00 Zeitschriften; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.08.00 Aufklärung
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/2959

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 11.12.2008 | Impressum | Intern