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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Rūdolfs Blaumanis und die europäische Kulturrevolution der Jahrhundertwende Prosa, Drama und Theater im Text und Kontext "
RessourcentypCall for Papers
TitelRūdolfs Blaumanis und die europäische Kulturrevolution der Jahrhundertwende Prosa, Drama und Theater im Text und Kontext
BeschreibungRūdolfs Blaumanis und die europäische Kulturrevolution der Jahrhundertwende
Prosa, Drama und Theater im Text und Kontext

Riga und Valmiera / Lettland, 14.-16. März 2013


Internationale wissenschaftliche Tagung

Universität Lettlands, Geisteswissenschaftliche Fakultät (GWF)
Universität Lettlands, Institut für Literatur, Folklore und Kunst (ILFK)
Universität Liepāja, Kurländisches Geisteswissenschaftliches Institut (KGI)
Kulturakademie Lettlands

Zum 150. Geburtstag von Rūdolfs Blaumanis
Rūdolfs Blaumanis (1863-1908) gehört ohne Zweifel zu den bedeutendsten lettischen Schriftstellern der Jahrhundertwende. Sein Oeuvre wird oft mit Begriffen wie „goldene Klassik” oder „typisch lettisch” in Verbindung gebracht. Literaturhistorisch gesehen spielte Blaumanis in mehrfacher Hinsicht eine Schlüsselrolle für die im Entstehen begriffene moderne lettische Literatur. Er gilt als Einführer der Genres Novelle und Drama und als erster, der deutlich auf die ästhetische Funktion literarischer Produktion hinwies: „Entscheidend ist nicht, ob du eine Rose oder einen Misthaufen beschreibst, sondern wie du es machst!” Zwar blieben seine bis heute immer wieder aufgeführten Stücke und seine Erzählungen dem bäuerlichen Milieu fest verhaftet, doch brachten sie zugleich die gesellschaftlichen und kulturellen Tendenzen des frühen 20. Jahrhunderts literarisch zum Ausdruck. Blaumanis’ Texte bieten sich auch für kulturgeschichtliche, psychologische, tiefensymbolische oder postdramatische Lesarten an.
Doch neben diesen auf die lettische Literatur und Kultur bezogenen Wirkungen repräsentiert Rūdolfs Blaumanis auch eine breitere, eine für die baltische Region charakteristische Fügung und Überlagerung von multilingualen und multikulturellen Einflüssen. Nach jugendlicher Sozialisierung in deutschbaltischen Kreisen und ersten literarischen Versuchen in der Bildungssprache Deutsch wandte er sich vergleichsweise spät dem Schreiben in der Muttersprache Lettisch zu. Blaumanis’ künstlerischer Werdegang ist nicht zu denken ohne seine Vertrautheit mit der deutschen und der europäischen Literatur und ohne die Impulse, die er von dort erfuhr (G. Keller, H. Sudermann, G. Hauptmann, I. Turgenjew, H. Ibsen u.a.), aber auch aus der heimatlichen deutschbaltischen Tradition (V. v. Andrejanoff, Th. H. Pantenius). Dennoch haben diese Zusammenhänge, die in hohem Maße paradigmatisch für das gesamte baltische literarische Feld sind, bis heute kaum philologisches oder kulturhistorisches Interesse erfahren. Die Tagung zielt daher auch auf neue Perspektiven, Fragestellungen und Erkenntnisse ab, die zum Verständnis der regionalen und europäischen Verflechtung nationaler Literaturen beitragen können.

Für die Tagung sind fünf thematische Sektionen vorgesehen:
Blaumanis im Kontext der europäischen Novelle und des Dramas
Große Novellisten Europas als Blaumanis’ Zeitgenossen
Drama und Theater in Erwartung des neuen Dramas
Novelle und Drama als literarische Genres in der Literaturtheorie um 1900 und heute
Blaumanis-Rezeption in der lettischen Kultur und in anderen Kulturen

Arbeitssprachen der Tagung sind Lettisch, Deutsch, Englisch und Russisch.
Vortragszeit: ca. 20 Minuten.

Die Anmeldung von Referatsthemen samt kurzer Annotation (1500-1700 Zeichen) erbitten wir bis zum 1. November 2012 per Mail an die Anschrift blaumanis.konference@lu.lv.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.
Das Programm mit den bestätigten Referatsthemen wird bis zum 1. Dezember 2012 elektronisch an alle Tagungsteilnehmer verschickt.

Die Tagung findet in Zusammenarbeit mit dem V. Internationalen Rūdolfs-Blaumanis-Theaterfestival statt (Veranstalter: Theater Valmiera).


Veranstalter der Tagung:
Prof. Dr. Ieva Kalniņa – Universität Lettlands, GWF
Dr. Edīte Tišheizere, Researcher – Universität Liepāja, KHI
Dr. h. c. Līvija Volkova, Literaturwissenschaftlerin
Prof. Dr. Māra Grudule, – Universität Lettlands, GWF / ILFK
Doz. Dr. Līga Ulberte – Universität Lettlands, GWF
Prof.Dr. Ludmila Sproģe - Universität Lettlands, GWF
Prof. Dr. Dzintra Lele-Rozentāle – Universität Lettlands, GWF
Prof. Dr. Benedikts Kalnačs – Universität Lettlands, ILFK
Prof. Rūta Muktupāvela – Kulturakademie Lettlands
Ph.D. Vigmantas Butkus - Institut für litauische Literatur und Folklore, Vilnius
Ph.D. Anneli Mihkelev - Universität Tallin, Under-und-Tuglas-
Literaturzentrum an der Akademie der Wissenschaften Estlands
Dr. Heinrich Bosse, Universität Freiburg i. Br., Deutsches Seminar

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortRiga und Valmiera
Bewerbungsschluss01.11.2012
Beginn14.03.2013
Ende16.03.2013
Ediert von  H-Germanistik
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