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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Massenkultur: Unterhaltung, Konsum, Medialität"
RessourcentypVortragsreihen
TitelMassenkultur: Unterhaltung, Konsum, Medialität
BeschreibungLiteratur/Kultur/Wissen
Literaturwissenschaftliches Forschungskolloquium des Deutschen Seminars der Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit dem Englischen Seminar, WS 12/13

Massenkultur: Unterhaltung, Konsum, Medialität

‚Massenkultur‘ galt lange als contradictio in adjectio bzw. als Provokation jeder ernsthaften Auseinandersetzung mit den Künsten. Politisch so unterschiedlich lokalisierte Philosophen wie Theodor W. Adorno und José Ortega y Gasset lehnten Begriff und Konzept einer von den Massen getragenen Kultur ab und kritisierten in den 1950er und 1960er Jahren mit marxistischer bzw. wertkonservativer Begründung die verbildende Wirkung des Massenhaften. Im deutschsprachigen Raum hielt sich dieser kulturkritische Diskurs erstaunlich lange, und erst in den letzten zwei Jahrzehnten wurden Ansätze entwickelt, welche die eigenständige Leistung der populären Künste zu würdigen vermochten. Diese Entspannung in der Haltung gegenüber der ‚Massenkultur‘ verdankt sich ganz entscheidend einer grundlegend anders akzentuierten Debatte zum Thema in den USA. In den USA hatten sich bereits im 19. Jahrhundert massenkulturelle Praktiken, mediale Formate und soziale Räume herausgebildet (etwa: dime novels und dime museums, die yellow press, minstrelsy, Vaudeville, Vergnügungsparks und Weltausstellungen), die dann für Europa sowohl Modellcharakter gewinnen sollten als auch routinemäßig Abwehrgesten auslösten. Ob sich die amerikanischen Eigenheiten linear auf soziale Konstellationen (Einwanderungsgesellschaft) oder die politische Ordnung (Demokratie) zurückführen lassen, ist zu überprüfen. Unbestreitbar aber stellt die Beobachtung der amerikanischen Kultur aus der Perspektive des alten Kontinents seit dem 19. Jahrhundert, insbesondere für deutsche Intellektuelle und ihren Kulturbegriff, immer wieder eine große und folgenreiche Herausforderung dar.

14.11. Frank Kelleter, „Massenkultur, Serienkultur, Populärkultur am Beispiel des Wonderful Wizard of Oz und seiner Variationen“

21.11. Michael Makropoulos: „Eine andere Theorie der Massenkultur“

05.12. Alexander Košenina: „Republikanische Freiheit eines Massenpublikums? Frühe Kriminalliteratur verbreitet Rechtswissen und Menschenkenntnis“

19.12. Manuela Günter: „Schlechte Unterhaltung. Trash und Comic als Medien des Unsagbaren bei Hilsenrath und Spiegelman“

16.01. Christina Meyer: „Massenkultur und Sensationsjournalismus: Die amerikanische ‚Yellow Press‘ im späten 19. Jahrhundert“

Jeweils Mi., 18-20 Uhr, Königsworther Platz 1, Raum 415


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHannover
Beginn14.11.2012
Ende16.01.2012
PersonName: Gamper, Michael / Mayer, Ruth 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: michael.gamper@germanistik.uni-hannover.de 
KontaktdatenName/Institution: Deutsches Seminar Leibniz Universität Hannover 
Strasse/Postfach: Königsworther Platz 1 
Postleitzahl: 30167 
Stadt: Hannover 
Telefon: 0511 762 4457 
Fax: 0511 762 19050 
E-Mail: michael.gamper@germanistik.uni-hannover.de 
Internetadresse: http://www.germanistik.uni-hannover.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Literatur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien; 16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914); 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945); 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989)
Ediert von  H-Germanistik
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