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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Geschichtstransformationen - Transformations of History"
RessourcentypCall for Papers
TitelGeschichtstransformationen - Transformations of History
BeschreibungCfP Tagung „Geschichtstransformationen – Transformations of History“
Termin: 28.02.-02.03.2013
Ort: Mainz
Mit der interdisziplinären und internationalen Tagung „Geschichtstransformationen – Transformations of History“ rückt das gleichnamige Nachwuchsforschernetzwerk am Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften der Universität Mainz Prozesse der (Um-)Deutung von Geschichte ins Zentrum kulturwissenschaftlicher und transdisziplinärer Perspektiven. Die Tagung wird vom 28.2.-2.3.2013 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stattfinden und etablierte Wissenschaftler im Bereich kultur- und literaturwissenschaftlicher Forschung mit Nachwuchsforschern ins Gespräch bringen
Das Thema „Geschichtstransformationen“ dient als Bezeichnung für den Kristallisationspunkt einer produktiven Ergänzung von literatur- und geschichtswissenschaftlicher Perspektive, der dezidiert Phänomene des gesellschaftlichen bzw. kulturellen Wandels in den Vordergrund stellt und diese über die ihnen inhärenten Dynamiken (und z.T. Verschleierungen) legitimatorischer Anliegen beschreiben will. Wenn neben die Durchsetzung bestimmter Interessen oder weltanschaulicher Annahmen deren Verbindlichkeit oder Zustimmungsfähigkeit treten soll, erscheinen vor allem Inanspruchnahmen von (Um-)Deutungen historischer Geschehnisse als zentrales Mittel der Vereinnahmung. Das interdisziplinäre Konzept der Geschichtstransformationen soll es dabei ermöglichen, die Prozesse des Umschreibens und Umdeutens von historischen Ereignissen, Ereigniszusammenhängen und Mustern in literarischen Darstellungen oder durch literarische Mittel sowie, umgekehrt, das Wirken ästhetischer Formen der Repräsentation in historischen Kontexten zu analysieren. Zentrale Fragen betreffen die Bedingungen und Verfahren der Transformationsprozesse (als Prozesse der Reduktion, der Vereinfachung, der Abstraktion oder der Ausmalung), ihren Beitrag zu einer Umdeutung bzw. einer Erzeugung oder Verschiebung von Legitimation, ferner die Rolle des Mediums der Darstellung sowie eines Medienwechsels für die Vermittlung und Reflexion der Ereignisse. Mediale Gestaltung von Geschichtstransformationen und ihre jeweiligen Kontexte sollen zusammen mit Sinnstiftungsprozessen und der Bedeutung von Literatur als Transformationskraft zentrale Themen der Tagung sein. Zudem richtet sich der Blick auf die Interessen und Instanzen, die für die Produktivität und die Richtung der Transformationsprozesse verantwortlich sind.
Die Tagung wird sich diesen Themenbereichen unter folgenden Perspektiven annähern:
a) Theorien und Methoden der Geschichtstransformationen
b) Medien und Verfahren der Geschichtstransformationen
c) Bedingungen und Aktanden der Transformationsprozesse
d) Richtungen und Funktionen der Transformationsprozessen

Eine solche Fragestellung schließt an etablierte kulturwissenschaftliche Konzepte an, um sie mit Blick auf ein Sichtbarmachen der transformierenden Kräfte sowie einer eigenen Dynamik und Varianz der Verfahren des Transformationsprozess fortzuentwickeln. So haben sich in der bisherigen Zusammenarbeit Vorstellungen aus der Erforschung von Gedächtniskulturen, ebenso wie diskurstheoretische Fragestellungen als fruchtbare Ausgangsbasis erwiesen, um die Prozesse der Transformation und ihre Produktivität in ihren Eigenarten zu erfassen. Rekurriert wird dabei – durchaus im Sinne diskurstheoretischer Prämissen – auf einen weiten Begriff von Textualität, der die Identität der Verfahren und die wechselseitige Vermittlung von schriftlichen Texten und kulturellen Texturen ins Zentrum rückt.

Prof. Dr. Andrea Jäger (Halle), Dr. Anu Korhonen (Helsinki), Prof. Dr. Matías Martínez (Wuppertal) und Prof. Dr. Cornelia Sieber (Mainz) konnten als Keynote-Speaker gewonnen werden.

Wir freuen uns auf Einreichungen zu den genannten Themenbereichen! Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch (beide sollten verstanden werden). Wir erbitten Vorschläge für Vorträge bis zum 31. Oktober 2012 im Umfang von max. 1.000 Zeichen. Die Vorträge sollten ca. 25 Minuten dauern. Eine Übernahme der Reisekosten kann derzeit nicht garantiert werden. Die Veranstalter bemühen sich um Förderung. Eine Publikation von ausgewählten Beiträgen ist beabsichtigt.
Weitere Informationen:
http://www.historische.kulturwissenschaften.uni-mainz.de/756.php
Cathleen Sarti – csarti@uni-mainz.de


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMainz
Bewerbungsschluss31.10.2012
Beginn28.02.2013
Ende02.03.2013
PersonName: Sarti, Cathleen 
E-Mail: csarti@uni-mainz.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Erzähltheorie; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur- u. Kulturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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