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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Historiographie der Moderne: Carl Einstein, Paul Klee, Robert Walser"
RessourcentypCall for Papers
TitelHistoriographie der Moderne: Carl Einstein, Paul Klee, Robert Walser
BeschreibungHistoriographie der Moderne
Carl Einstein, Paul Klee, Robert Walser
Internationale Tagung vom 7.-9. November 2013 im Zentrum Paul Klee in Bern
Call for Papers

Für den Erneuerungsprozess der Historiographie der Literatur und der Künste, der seit den 1980er Jahren stattfindet, stellen die Epochen der Moderne und der Avantgarde ein besonders fruchtbares Feld dar. Sie bieten eine reiche Zahl von Ansatzpunkten, die im Zentrum der jüngsten Geschichts-schreibung stehen, wie etwa Internationalität und Transnationalität, Kulturtransferforschung, wechsel-seitige Erhellung der Künste und der wissenschaftlichen Disziplinen, Intermedialität sowie die gegen-seitige Annäherung von Sozialgeschichte und ästhetisch-theoretischer Betrachtung. Die historiogra-phische Fragestellung soll für die internationale Tagung den allgemeinen Rahmen bilden.

Die Tagung findet am 7.-9. November 2013 im Zentrum Paul Klee in Bern statt und ist eine Ko-Produktion von Carl-Einstein-Gesellschaft/Société-Carl-Einstein, Zentrum Paul Klee und Robert Walser-Zentrum. Robert Walser (1878-1956), Paul Klee (1879-1940) und Carl Einstein (1885-1940) figurieren dabei als ideale Generationsgenossen der Moderne und der Avantgarde. Jedes auf seine Weise, bilden die Werke mit ihrer entsprechenden Wirkungsgeschichte exemplarische Untersu-chungsgegenstände dieser neuen Historiographie, welcher nationale, diziplinäre und mediale Grenzen thematisiert und kritisch hinterfragt.

Zwischen Einstein und Klee sind Kontakte und Beziehungen belegt. Vor allem wurde Klee zum Ge-genstand des Kapitels „Die romantische Generation“, das Einstein in der dritten Fassung seines Stan-dardwerks Die Kunst des XX. Jahrhunderts (1931) einführte. Darin unternahm es Einstein, Klee und die Kunst des Blauen Reiters durch das Prisma des Surrealismus neu zu interpretieren und als resolu-tes epistemologisches Prinzip einer in der Gegenwart verankerten Geschichtsschreibung geltend zu machen.

Von Klee weiß man, dass er von Walser Fritz Kocher’s Aufsätze gelesen hat. Wenn gleich wir bislang über allfällige Kontakte zwischen Einstein und Walser noch nichts wissen, lassen sich doch Affinitä-ten auf dem Gebiet ihrer Werke, insbesondere der ihnen zugrundeliegenden Schreib- und Schaffens-prozesse ausmachen. Viel versprechend erscheinen auch Vergleichsansätze auf der Ebene der experi-mentellen Prosa sowie die Frage nach den Einflüssen der bildenden Künste auf literarische Schreib-techniken der Moderne und Avantgarde (Walsers Bruder Karl war ein bekannter Maler).

Vorträge, die sich direkt mit der historiographischen Fragestellung und/oder mit Beziehungen zwi-schen Einstein, Klee und Walser befassen, sind willkommen. Neuere Beiträge zu den drei einzelnen Autoren und Künstlern kommen für die Tagung ebenfalls in Frage, sollten indes die allgemeine histo-riographische Diskussion betreffen und/oder sich auf die Analyse der literarischen und künstlerischen Verfahren konzentrieren.

Literatur-Tipp: Ansgar Nünning, „Kanonisierung, Periodisierung und der Konstruktcharakter von Li-teraturgeschichten. Grundbegriffe und Prämissen theoriegeleiteter Literaturgeschichtsschreibung“. In: ders., Hrsg., Eine andere Geschichte der englischen Literatur: Epochen, Gattungen und Teilgebiete im Überblick, Trier 1996, S. 1-24; Linda Hutcheon & Mario J. Valdés, Rethinking Literary History. A Dialogue on Theory. Oxford University Press, 2002; Alain Vaillant, L’histoire littéraire. Paris, Ar-mand Colin, 2010.

Vorschläge werden vor dem 15. Dezember 2012 erwartet und richten sich an die drei Vorstandsmit-glieder der Carl-Einstein-Gesellschaft/Société-Carl-Einstein Nicola Creighton, Andreas Michel und Hubert Roland: n.creighton@qub.ac.uk, michel@rose-hulman.edu, hubert.roland@uclouvain.be). Nach Vereinbarung mit den Kollegen Michael Baumgartner (Zentrum Paul Klee) und Reto Sorg (Ro-bert Walser-Zentrum) wird Ihnen bis Mitte Januar 2013 eine Antwort zukommen.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBern
Bewerbungsschluss15.12.2012
Beginn07.11.2013
Ende09.11.2013
PersonName: Hubert Roland 
Funktion: Prof. Dr. 
E-Mail: hubert.roland@uclouvain.be 
KontaktdatenName/Institution: Carl-Einstein-Gesellschaft/ Société Carl Einstein 
Internetadresse: www.carleinstein.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 1880 - 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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