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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Die andere Moderne? Regression und Experiment – Schreibweisen der deutschen Literatur 1930-1960"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelDie andere Moderne? Regression und Experiment – Schreibweisen der deutschen Literatur 1930-1960
BeschreibungZeichnet sich die literaturhistorische Beschreibung der ‚Moderne‘ bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts durch die Abfolge litera¬rischer Strömungen wie Symbolismus, Expressionismus und Neue Sachlichkeit aus, so werden für die Folgezeit politisch-zeitgeschichtliche Kategorien über¬nommen (‚Literatur des Dritten Reichs‘, ‚Exilliteratur‘, ‚Literatur nach 1945‘). Kontinuitäten, die in formaler und poetologischer Hinsicht über die historischen Zäsuren 1933/1939/1945 hinaus bestehen, werden dadurch häufig ebenso übersehen wie mögliche strukturelle Analogien zwischen Texten der NS-Literatur, der ‚Inne¬ren Emigration‘ und der ‚Exilliteratur‘.
Zeichnet sich die literaturhistorische Beschreibung der ‚Moderne‘ bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts durch die Abfolge literarischer Strömungen wie Symbolismus, Expressionismus und Neue Sachlichkeit aus, so werden für die Folgezeit politisch-zeitgeschichtliche Kategorien übernommen (‚Literatur des Dritten Reichs‘, ‚Exilliteratur‘, ‚Literatur nach 1945‘). Kontinuitäten, die in formaler und poetologischer Hinsicht über die historischen Zäsuren 1933/1939/1945 hinaus bestehen, werden dadurch häufig ebenso übersehen wie mögliche strukturelle Analogien zwischen Texten der NS-Literatur, der ‚Inneren Emigration‘ und der ‚Exilliteratur‘.
Der Workshop möchte deshalb eine Geschichte der Schreibweisen nach den Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts skizzieren. Seit 1930 überwiegen regressive Tendenzen, die sich in einer Hinwendung zur Natur oder zu magischen bzw. pseudo-religiösen Elementen äußern. Zugleich knüpfen viele Texte jedoch an das moderne Prinzip des Formexperiments an. Offensichtlich können nach 1933 moderne Schreibweisen gerade in dieser Amalgamierung mit regressiven Momenten fortgeführt werden und stehen so nach dem Zweiten Weltkrieg als Reservoir formaler Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. In diesem Sinne kommt es nach 1945 – in der hermetischen Lyrik ebenso wie etwa in den Romanen Wolfgang Koeppens – nicht einfach zu einer Reaktivierung von Tendenzen der literarischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts. Vielmehr werden Traditionen fortgesetzt, die nie völlig unterbrochen waren.

Montag, 17. September 2012
14.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Jörg Schuster (Greifswald/Marburg)
Sektion I: Kontinuitäten der Moderne? Fallstudien um Wolfgang Koeppen und den Magischen Realismus
Moderation: Jörg Schuster (Greifswald/Marburg)

14.30 Uhr - 15.30 Uhr
Formen des ,modernen’ Erzählens bei Friedo Lampe und Wolfgang Koeppen
Michael Scheffel (Wuppertal)

15.30 Uhr - 16.00 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr - 17.00 Uhr
Mehrfachadressierung als Erzählprinzip in Wolfgang Koeppens „Die Mauer schwankt”
Jörg Döring (Siegen)

17.00 Uhr - 18.00 Uhr
Übersetzung als poetologische Figur in den Texten des Magischen Realismus
Torsten Leine (Konstanz/Münster)

18.00 Uhr - 19.00 Uhr
Mystik - Magie - Moderne. Robert Musil und Friedo Lampe
Peter Pohl (Greifswald)

20.00 Uhr
Workshop-Dinner


Dienstag, 18. September 2012
Sektion II: Regression und Moderne. Zur Präzisierung und Revision literaturgeschichtlicher Kategorien - neue Perspektiven auf die deutsche Literatur 1930-1960
Moderation: Eckhard Schumacher (Greifswald)

9.30 Uhr - 10.30 Uhr
„wie ein Flußlauf, der unter der Erde verschwindet und ein Stück weiter wieder zum Vorschein kommt” - Zur Modernität des Erzählens bei Elisabeth Langgässer
Bettina Bannasch (Augsburg)

10.30 Uhr - 11.00 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr - 12.00 Uhr
Heimat - Kunst - Heimat. Von der Kontinuität eines realistischen Erzählverfahrens
Moritz Baßler (Münster)

12.00 Uhr - 13.00 Uhr
Ernst Jüngers „Der Arbeiter” und zeitgenössische Charakter-Poetologie
Heide Volkening (Greifswald)

13.00 Uhr
Mittagessen in der Brasserie Hermann

14.30 Uhr - 15.30 Uhr
Führung durch das Wolfgang-Koeppen-Archiv
Florian Meusel (Greifswald)

15.30 Uhr - 16.00 Uhr
Kaffeepause

Moderation: Hubert Roland (Leuven)

16.00 Uhr - 17.00 Uhr
„So wirf dich zu dem Niederen hin, sei schwach, umarme das Leid” - Transformationen und Transgressionen jüdischen und weiblichen Schreibens bei Gertrud Kolmar
Gerhild Rochus (Augsburg)

17.00 Uhr - 18.00 Uhr
Werner Milch - Ein Exilierter als Kritiker der Exilliteratur
Helmut Peitsch (Potsdam)


Mittwoch, 19. September 2012
Moderation: Moritz Baßler (Münster)
9.00 Uhr - 10.00 Uhr
Hörspiele 1930-1960 - zwischen NS-Literatur, Magischem Realismus und Spätavantgarde
Jörg Schuster (Greifswald/Marburg)

10.00 Uhr - 10.30 Uhr
Kaffeepause

10.30 Uhr - 11.30 Uhr
Formen der Hybridität und der ,Epiphanie’ in der Literatur des Magischen Realismus
Hubert Roland (Leuven)

11.30 Uhr - 12.30 Uhr
Abschlussdiskussion

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.wiko-greifswald.de/de/veranstaltung/article/die-andere-mode...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortAlfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald: Veranstaltung
Beginn17.09.2012
Ende19.09.2012
PersonName: Dr. phil. habil. Jörg Schuster  
Funktion: Tagungsleitung 
KontaktdatenName/Institution: Tagungsbüro Alfried Krupp Wissenschaflskolleg 
Strasse/Postfach: Martin-Luther-Straße 14 
Postleitzahl: 17489 
Stadt: Greifswald 
Telefon: 03834/8619029 
E-Mail: tagungsbuero@wiko-greifswald.de 
Internetadresse: www.wiko-greifswald.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
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