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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Doktoranden-Workshop "Exil und Exilforschung""
RessourcentypCall for Papers
TitelDoktoranden-Workshop "Exil und Exilforschung"
BeschreibungDoktorandenworkshop „Exil und Exilforschung“
22. März 2013
Hamburg (Warburg-Haus)

Call for Papers
‚Exil‘ ist in den letzten Jahren durch theoretische Neuausrichtungen in den Kulturwissenschaften auf veränderte Weise zu einem produktiven Forschungsfeld geworden. Die Bezugnahme auf Migrations- und Globalisierungsforschung, die Einbeziehung postkolonialer Hybriditätstheorien, dekonstruktiver Lektüren, Gendertheorien und komparatistischer Forschungsansätze erfordert jedoch eine kritische Prüfung von Begriffen und Theorien mit Blick auf das Material ebenso wie auf das jeweilige Forschungsprojekt. Anlässlich der kommenden Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung zum Thema „Dinge des Exils“ (22.-24. März 2013, Warburg-Haus Hamburg) soll für den wissenschaftlichen Nachwuchs ein eigenes Forum zur Diskussion und Vernetzung aktueller Projekte organisiert werden. Geplant ist ein eintägiger Workshop, der jungen Forscherinnen und Forschern kultur- und sozialwissenschaftlicher Fächer die Gelegenheit bietet, ihre Dissertationsprojekte zum Thema ‚Exil‘ vor- und zur Diskussion zu stellen.
Die Workshop-Beiträge sind dabei thematisch, historisch oder disziplinär nicht eingegrenzt, um interdisziplinären Austausch zu fördern und die Möglichkeit zu schaffen, anhand von Projekten aus unterschiedlichen Forschungszusammenhängen die gemeinsamen Begrifflichkeiten, Methoden und theoretischen Voraussetzungen zu schärfen, zu hinterfragen und ggf. in ihrer Verwendung zu problematisieren. Mögliche, sich aus den Einzelstudien ergebende Fragen wären:
Die abendländische conditio humana reflektiert sich nicht nur in biblischer Tradition (Vertreibung aus dem Paradies) als exilische. Inwiefern formieren sich konkrete Exilbegriffe und -situationen zu einer „Welt als Exil“ (Stefana Sabin)? In welchem Verhältnis stehen Exil, Migration, Flucht und Diaspora zuei-nander, wenn man Exil als spezielle Form von Migration perspektiviert? Auf welche Weise nehmen Textzeugnisse aus unterschiedlichen Exil-Kontexten aufeinander Bezug? Welche zusätzlichen Perspektiven ergeben sich jenseits der eurozentrischen Wahrnehmung von Exil?
In diesem Zusammenhang ist die Rolle, die das traditionell von der deutschen Exilforschung bearbeitete Exil aus dem nationalsozialistischen Deutschland in den Jahren 1933-1945 im Kontext eines von Migrationen geprägten 20. Jahrhunderts und im Hinblick auf die Funktionalisierungen und Perspektivierungen wiederkehrender Exilerfahrungen spielt, noch genauer zu bestimmen. Auch dieses Exil hat z. B. in der Literatur eine umfassende Universalisierung erfahren: Inwiefern kann dieses Exil etwa als „Modellsituation der Gegenwart“ (Hilde Spiel) oder als Ausdruck jener, das Zeitalter der Moderne bestimmenden, „transzendentalen Obdachlosigkeit“ (Georg Lukács) gedacht werden? Wie lassen sich räumlich, zeitlich und disziplinär übergreifende Bezüge herstellen und gemeinsame Phänomene erforschen, ohne das Spezifische des historischen Ereignisses aus dem Blick zu verlieren? Welche Bedeutung haben hierbei möglicherweise die Exilkonzepte unterschiedlicher Religionen?

Die Beiträge sollen den zeitlichen Rahmen von 15 min. nicht überschreiten und auf die anschließende Diskussion (ebenfalls 15 min.) hin konzipiert werden. Die Vortrags- und Diskussionssprache ist Deutsch.

Ein Abstract im Umfang von max. 500 Wörtern sowie ein kurzer CV ist bis zum 10.10.2012 an folgende Adresse zu senden: sebastian.schirrmeister@uni-hamburg.de

Die Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten erfolgt vorbehaltlich der Bewilligung hierfür beantragter Mittel.

Organisation
Sebastian Schirrmeister, Claudia Röser
Walter A. Berendsohn Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www1.slm.uni-hamburg.de/de/forschen/arbstzentren/exilforschung/...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHamburg
Bewerbungsschluss10.10.2012
Beginn22.03.2013
Ende22.03.2013
PersonName: Schirrmeister, Sebastian  
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: sebastian.schirrmeister@uni-hamburg.de 
KontaktdatenName/Institution: Walter A. Berendsohn Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur 
Strasse/Postfach: Von-Melle-Park 3 
Postleitzahl: 20146 
Stadt: Hamburg 
Telefon: +49 (0)40 42838-2049 
E-Mail: buero.exil@uni-hamburg.de 
Internetadresse: http://www1.slm.uni-hamburg.de/de/forschen/arbstzentren/exilforschung.html 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie
Zusätzliches SuchwortExil
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