VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Wissenspopularisierung im medialen Wandel seit 1850"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelWissenspopularisierung im medialen Wandel seit 1850
BeschreibungWissenspopularisierung im medialen Wandel seit 1850

Freitag, 23.11.2007 bis Samstag, 24.11.2007

Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Schützenstr. 18, 10117
Berlin, 3. Et., Trajekte-Tagungsraum 308

Konzeption und Organisation: Petra Boden und Dorit Müller

Anliegen der Tagung ist es, Popularisierungsprozesse in unterschiedlichen historischen Konstellationen auf Ursachen und Konsequenzen medialen Wandels zu beziehen. Zeitlicher Ausgangspunkt sind die durch die "Leserevolution" nach 1800 vorbereiteten und spätestens seit 1850 einsetzenden medientechnischen Umgestaltungen populärer Wissensverbreitung: Beginnend mit der Herausbildung der illustrierten Zeitschriftenkultur haben die nachfolgende Verwendung von Fotografie, Film und Internet als Popularisierungsmedien nicht nur neue Formen und Strategien der Wissenspräsentation hervorgebracht, sondern auch die Produktionspraktiken und die Rezeption populären Wissens maßgeblich verändert.

Ausgehend von dieser These wird auf der Tagung einerseits nach den diskursiven und institutionellen Bedingungen von Wissensverbreitung gefragt. Andererseits richtet sich die Aufmerksamkeit auf die medientechnischen Voraussetzungen und die mediale Verfasstheit populärer Wissensinhalte. Folgende Fragen finden besondere Berücksichtigung:

- Unter welchen Bedingungen werden Medien für die Verbreitung bestimmter Wissensbestände interessant?

- Wie lenken Distributions- und Präsentationsmedien die Auswahl, Verknüpfung und Perspektivierung von Wissensbeständen?

- Wie wirkt sich Medienkonkurrenz auf Popularisierungsstrategien aus?

- Auf welche Weise realisieren unterschiedliche Medien Hybridbildungen und welchen Einfluss nehmen diese auf die Spezifik des "Wissens"?

- Wie steuern Massenkommunikationsmedien die Rezeptionsformen einer breiten Öffentlichkeit und wie wirkt die Ausdifferenzierung der
Öffentlichkeit auf den Produktions- und Vermittlungsprozess wissenschaftlichen Wissens zurück?

Aus interdisziplinärer Perspektive werden Historiker, Literatur- und Kunstwissenschaftler, Soziologen und Medienwissenschaftler
unterschiedliche Zugänge und Beschreibungsmodelle des komplexen Zusammenhangs diskutieren und sich mit unterschiedlichen Formaten
populären Wissens sowie ihren Ausprägungen und Transformationen in verschiedenen Wissenskulturen auseinandersetzen. Bisher unternommene Erkundungen zum Thema sollen zusammengeführt, erweitert und mit den Einsichten avancierter Medienforschung verknüpft werden.


*PROGRAMM*

*Freitag, 23. November 2007*

10.00 Uhr
Petra Boden (ZfL): Begrüßung und Einführung

*Theoretische und methodische Voraussetzungen*

10.15 Uhr
Carsten Kretschmann (Stuttgart): Wissenspopularisierung: Verfahren und Beschreibungsmodelle

11.30 Uhr
Dorit Müller (ZfL): Formatierungen und Transformationen populären Wissens im Medienwandel

12.15 Uhr
Arlena Jung (Bielefeld): Effekte medialer Dauerbeobachtung von Wissenschaft zwischen Akzeptanz und Glaubwürdigkeitsverlust


*Formate populären Wissens*

14.30 Uhr
Hedwig Pompe (Bonn): So Vieles, so schön: Bildstrategien auf Zeitungs- und Zeitschriftentiteln

15.15 Uhr
Angela Schwarz (Siegen): Vom Maschinenpark zum Futurama: Popularisierung von Wissenschaft und Technik auf Weltausstellungen (ca. 1890-1940)

16.30 Uhr
Jens Ruchatz (Erlangen): Vorträge sind Silber, Dias sind Gold. Medienkonkurrenz im Projektionsvortrag

17.15 Uhr
Ramon Reichert (Linz): Die Herstellung des gelehrigen Blicks

18.00 Uhr
Barbara Wurm (Wien): Buchstabentänze, Fieberkurven, Mikrobenwelten: Animiertes Wissen im frühen sowjetischen Kulturfilm


*Samstag, 24. November 2007*

*Wissensbestände -- Wissenskulturen*

10.00 Uhr
Stefanie Samida (Tübingen): Heinrich Schliemann und die deutsche Presse: Medialisierung, Popularisierung, Inszenierung

10.45 Uhr
Nicolai Hannig (Bochum): Die Popularisierung des Religiösen

12.00 Uhr
Manuela Günter (Köln): Popularisierung literarischen Wissens: Zum Verhältnis von Autorenporträt und der Etablierung der
Universitätsgermanistik im 19. Jahrhundert

12.45 Uhr
Sigrid Nieberle (Greifswald): Philologie auf der Leinwand? Helden der Literaturgeschichte im Kino der Weimarer Republik

15.00 Uhr
Thomas Wegmann (Berlin): Kosmetik und Hygiene: Zur Evidenz bakteriologischen Wissens in der Reklame um 1900

15.45 Uhr
Abschlussdiskussion


Kontakt:
dmueller@zfl.gwz-berlin.de
Tel: 030/20192-187
Fax: 030/20192-154



Dr. Dorit Müller
Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
Schützenstr. 18
D-10117 Berlin
Tel.: 030 - 20192-187
Fax: 030 - 20192-154
http://www.zfl.gwz-berlin.de/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn23.11.2007
Ende24.11.2007
PersonName: Müller, Dorit [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartnerin 
E-Mail: dmueller@zfl.gwz-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: Zentrum für Literatur- und Kulturforschung 
Strasse/Postfach: Schützenstr. 18 
Postleitzahl: 10117 
Stadt: Berlin 
Internetadresse: http://www.zfl.gwz-berlin.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/2764

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 16.10.2007 | Impressum | Intern