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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Möglichkeitsdenken. Utopie und Dystopie in der Gegenwart"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelMöglichkeitsdenken. Utopie und Dystopie in der Gegenwart
BeschreibungUtopien denken Möglichkeiten von Zukunft. Mit Beginn der historischen Moderne, in der die Erwartung an die Zukunft die Erfahrung der Vergangenheit übersteigt, entstehen in der je aktuellen Gegenwart Entwürfe, die Utopien genannt werden können. Die Temporalisierung der Erfahrung macht Projektionen in die Zukunft möglich (Reinhart Koselleck). Diese sind nie eindeutig. Sie liefern mehrdeutige Wunsch- und Schreckbilder auch in  eigentümlichen Verschränkungen. Die Einsicht in diese Dialektik nimmt mit dem Grad der Selbstreferentialität von Zukunftsentwürfen zu; Utopie und Dystopie bedingen sich wechselseitig. Gegenwärtig leben wir mit außerordentlich unsicheren Zukunftsperspektiven. Haben Utopien nur in Dystopien überlebt? Nach dem Ende des Utopismus-Verdachts am Beginn der 90er Jahre geht es heute um eine Bestandsaufnahme von Zukunftspotentialen, um Diskussionen von Denkformen des Hypothetisch-Möglichen. Bietet die Tradition des utopischen Denkens Anknüpfungspunkte für aktuelle, positiv oder negativ konnotierte Zukunftsbeschreibungen? Sind Planung, Ordnung, Hoffnung oder Erfüllung noch brauchbare Begriffe? Literatur und Wissenschaft sind stets ein genuiner Ort für kontroverse Zukunftsprojektionen. Welche  Rahmenbedingungen bietet die Universität als institutioneller Möglichkeitsraum? Liefern aktuelle Konzepte des Lernens und der Bildung adäquate Antworten auf bestehende Zukunftserwartungen? Der Fragenkatalog lässt sich fortsetzen. Wunschoder Warnbilder sind noch immer jenem utopischen Impuls verpflichtet, der den Blick aus der Gegenwart in die Zukunft richten will. Die Frage nach der Zukunft utopischen Denkens stellt somit in den Möglichkeiten temporalen, visionären und konjunktivischen Denkens zugleich die Frage nach dem Ort des Gesellschaftlichen und der Gesellschaft heute – und damit die Frage nach der Verbindlichkeit von Tradition, und das heißt auch: nach Traditionen des Utopischen.


Programm

Donnerstag 28. Juni 2012
Ort: Tagungsraum Neues Seminargebäude, Albertus-Magnus Platz

09.30 Günter Blamberger, Martin Roussel (Köln) Begrüßung
      Wilhelm Voßkamp (Köln) Einführung
10.15 Gabriel Motzkin (Jerusalem) Utopie, Dystopie und Evolution.
11.15 Kaffeepause
11.45 Arbogast Schmitt (Marburg) Der Staat als Möglichkeitsraum individueller Selbstentfaltung bei Platon.
12.45 Mittagessen
14.15 Klaus L. Berghahn (Madison) Möglichkeitsdenken als Kategorie der Philosophie und Dichtung in Ernst Blochs Prinzip Hoffnung.
15.15 Kaffeepause
15.45 Friedrich Balke (Weimar) Darwin zwischen den Maschinen. Samuel Butler und die Möglichkeiten eines Denkens in der »Leere des verschwundenen Menschen«.
16.45 Roberto Simanowski (Basel) Neue Formen der Öffentlichkeit und neue Technologien der Überwachung. Das Internet als Ort utopischer und dystopischer Praktiken.
 
Abendvortrag:
 
18.30 Karl Heinz Bohrer (London) Utopie Europa. Eine Ursache ihres Zerfalls.


Freitag 29. Juni 2012
Ort: Tagungsraum Neues Seminargebäude Albertus-Magnus Platz

09.30 Vivian Liska (Antwerpen) Utopie und Potentialität im modernen jüdischen Messianismus.
10.30 Matthias Löwe (Jena) Utopie versus Anthropologie: Konstellationen eines Konflikts um 1800 und heute. 
11.30 Kaffeepause
12.00 Hans Ulrich Seeber (Stuttgart) Zu den Funktionen dystopischer Zukunftsentwürfe. 
13.00 Mittagessen
15.00 Judith Leiß (Köln) Gattungsgeschichte als Spirale. Heterotopie als Möglichkeit utopischen Schreibens in der Gegenwart.
16.00 Kaffeepause
16.30 Ryozo Maeda (Tokyo) »Ikai« (andere Welten / andere Universen) im Manga.
 
Öffentliche Diskussion: Die Zukunft der Universität
Ort: Hörsaal XXV, Hauptgebäude

19.00 Jürgen Fohrmann (Bonn) Die Versprechen einer Institution. Die Universität als Projektionsraum
 
Respondenten: 
Axel Freimuth (Köln)
 Peter Strohschneider (München) 


Moderation: Wilhelm Voßkamp (Köln)


ORT: Internationales Kolleg Morphomata, Weyertal 59 (Rückgebäude), 3. Stock, 50937 Köln

URL: http://www.ik-morphomata.uni-koeln.de/
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.ik-morphomata.uni-koeln.de/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortKöln
Beginn28.06.2012
Ende29.06.2012
KontaktdatenName/Institution: Christine Thewes 
Strasse/Postfach: Weyertal 59 (Rückgebäude), 3. Stock 
Postleitzahl: 50937 
Stadt: Köln 
Telefon: +49 (0)221 470-1433 
E-Mail: christine.thewes(at)uni-koeln.de 
Internetadresse: http://www.ik-morphomata.uni-koeln.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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