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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Mörike und sein Freundeskreis"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelMörike und sein Freundeskreis
BeschreibungMörike und sein Freundeskreis

14. bis 16. Juni 2012 in Stuttgart

Internationales Begegnungszentrum der Universität Stuttgart Robert-Leicht-Straße 161 70569 Stuttgart (Vaihingen) S-Bahn-Haltestelle Universität


Veranstaltet von der Mörike-Gesellschaft, der Abteilung für Neuere deutsche Literatur II der Universität Stuttgart und dem Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen

Die Freundschaften Mörikes waren intensiv und dauerten in der Regel lebenslang; er suchte bei seinen Freunden, die zumeist selbst Dichter oder Schriftsteller waren, die Gemeinsamkeit des Denkens und Fühlens. Auffällig ist, dass fast alle Freunde Mörikes zur liberalen Oppositionsbewegung gehörten oder zumindest offen mit ihr sympathisierten; viele waren Burschenschaftler und einige wurden wegen ihrer revolutionären Gesinnung verfolgt und inhaftiert.
Es wird heute nicht mehr bestritten, dass auch der »Mensch in Schlafrock und Pantoffeln« (Gutzkow über Mörike) der liberalen Bewegung nahestand und die 48er Revolution begrüßte. Davon zeugen Mörikes Gedichte und Erzählungen durch ihre dichten Verweise, Bildbezüge, Anspielungen und Wortspiele. Doch gleichzeitig ist seine Position auch durch das Bekenntnis zur »beschränkten Existenz« markiert, durch tiefe Skepsis gegenüber der politischen Aktion und den eigenen politischen Wirkungsmöglichkeiten.
Mit der Tagung soll der Versuch unternommen werden, Mörikes schwierigen Standort von den Freundschaften und dem Einfluss der Freunde her neu zu bestimmen.

PROGRAMM



Donnerstag, 14. Juni 2012

9.30

Reiner Wild (Mörike-Gesellschaft), Barbara Potthast:
Begrüßung und Einführung

Jürgen Brokoff (Bonn):
Kunst und geselliger Freundeskreis bei Mörike

Kaffeepause

Helmut J. Schneider (Bonn):
Inspiration und soziales Geschehen. Zu einer geselligen Schönheitskonzeption in Mörikes Dichtung

Sigurd Paul Scheichl (Innsbruck):
Wie artikuliert sich Freundschaft in Mörikes Briefen?

14.00

Burkhard Moennighoff (Hildesheim):
Ehrfurchtsvollst gewidmet; gebaichnet vom Verfasser. Zueignungen Mörikes

Jürgen Wertheimer (Tübingen):
»- Ja, die liebsten Freunde seh ich achselzuckend von mir weichen«: Entfreundungsstrategien in Mörikes Lyrik

Kaffeepause

Claudia Liebrand (Köln):
Fragmente einer Sprache der Freundschaft. Die Korrespondenz zwischen Mörike und Waiblinger

Ulrich Gaier (Konstanz):
Ludwig Amandus Bauer, Eduard Mörike und der Orplid-Komplex


Freitag, 15. Juni 2012

9.00

Wolfgang Braungart (Bielefeld):
Lyrik - Lebenswelt - Soziale Welt. Zu einem grundlegenden Zusammenhang bei Eduard Mörike

Günter Oesterle (Gießen):
Mörike als poetischer Gewissensrat

Kaffeepause

Bettina Wild (Heidelberg):
»Er hatte keinerlei Sinn für religiöse und politische Befreiung, und doch liebte er ungestört die Kämpfer für diese Gebiete«. Berthold Auerbach und Eduard Mörike

Mathias Mayer (Augsburg):
Selbsterschöpfung. Rudolf Lohbauer im Horizont Mörikes

14.00

Peter Huber (Stuttgart):
Johannes Mährlen und sein Einfluss auf Eduard Mörike

Matthias Luserke-Jaqui (Darmstadt):
Schiller, Schwab und Mörike

Kaffeepause

Barbara Potthast (Stuttgart):
„daß Du wieder unter den ordentlichen MenschenKindern wandelst, hat mich nicht wenig gefreut!“ Mörike und Ernst Friedrich Kauffmann


20 Uhr im Stuttgarter Fruchtkasten: GESPRÄCHSKONZERT ›GEDICHTE VON EDUARD MÖRIKE IN VERTONUNGEN SEINES FREUNDESKREISES‹

Studierende des Masterstudiengangs Lied Prof. Cornelis Witthoefft der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart und Mitglieder des Sprecherensembles der Akademie für gesprochenes Wort

Das Programm dieses Konzerts, das u. a. sämtliche Lieder der Musikbeilage zu Mörikes Roman Maler Nolten (1832) zum Vortrag bringt, macht bekannt mit den ersten Vertonungen von Gedichten Mörikes aus dessen unmittelbarem Umkreis: von seinem Bruder Karl Mörike über schwäbische Komponisten wie Ernst Friedrich Kauffmann, Louis Hetsch, Friedrich Silcher, Immanuel Faißt, Gustav Pressel bis hin zu Otto Scherzer und der berühmten französischen Sängerin Pauline Viardot-Garcia. Sie sang dem Dichter 1865 ihre Mörike-Lieder vor, der sich davon »wahrhaft bezaubert« zeigte.

Eintritt: 8 Euro (ermäßigt: 6 Euro)


Samstag, 16. Juni 2012

9.30

Michael Perraudin (Sheffield):
Mörike und seine »Bundesgenossen« der »Heine'schen Schule«

Ernst Rohmer (Regensburg):
Ideen, Ideale und Intrigen. Eduard Mörike und der Messianismus der Zeit

Kaffeepause

Kristin Rheinwald (Berlin):
Poesie versus Ökonomie: Mörike und seine Brüder



KONTAKT
barbara.potthast@ilw.uni-stuttgart.de
dietmar.till@uni-tuebingen.de


TAGUNGSORT
Internationales Begegnungszentrum der Universität Stuttgart
Robert-Leicht-Straße 161
70569 Stuttgart (Vaihingen)

S-Bahn-Haltestelle Universität



Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortStuttgart
Beginn14.06.2012
Ende16.06.2012
PersonName: Barbara Potthast 
Funktion: wiss. Mitarbeiterin 
E-Mail: barbara.potthast@ilw.uni-stuttgart.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Stuttgart Neuere deutsche Literatur II 
Strasse/Postfach: Keplerstraße 17 
Postleitzahl: 70174  
Stadt: Stuttgart 
Telefon: 0711 / 6858 3062 
Fax: 
E-Mail: barbara.potthast@ilw.uni-stuttgart.de 
Internetadresse: http://www.uni-stuttgart.de/ilwndl/ 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteratur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie
Klassifikation05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.06.00 Regionale deutsche Literatur; 15.00.00 19. Jahrhundert > 15.07.00 Literarisches Leben; 15.00.00 19. Jahrhundert > 15.10.00 Junges Deutschland; 15.00.00 19. Jahrhundert > 15.11.00 Vormärz und Revolution 1848; 15.00.00 19. Jahrhundert > 15.15.00 Zu einzelnen Autoren
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