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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Ernst-Jandl-Dozentur für Poetik: Ferdinand Schmatz"
RessourcentypVortragsreihen
TitelErnst-Jandl-Dozentur für Poetik: Ferdinand Schmatz
BeschreibungEinladung zu den Vorlesungen "Mimesis und Synästhesie" von

Ferdinand Schmatz

im Rahmen der ERNST-JANDL-DOZENTUR FÜR POETIK 2012

Konzept: Thomas Eder (thomas.eder@univie.ac.at) bund Kurt Neumann


30.5.2012, 19.00–20.30, Hörsaal 32, Hauptgebäude der Universität Wien
1. Vorlesung: "auggedröhn ohrgesehn bildgetön" –
Die wuchernden Um-Ordnungen. Zur Realisation von Freiheit in der Poesie

6.6.2012, 19.00–20.30, Hörsaal 32, Hauptgebäude der Universität Wien
2. Vorlesung: "Blickt zu mir der Töne Licht" –
Dichtung im Garten der Sinne und des Gehirns. Zur Verdrehung von Sensorik und Kognition in der Poesie

14.6.2012, 19.00, Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Konversatorium zu den Vorlesungen


Ferdinand Schmatz' Vorlesungen sind in die Semester-Vorlesung von Thomas Eder mit dem Titel "Synästhesie und Literatur (Theorie und Anwendung von Baudelaire bis Jandl, mit Schwerpunkt auf die literarischen Kunstwerke der [Neo-]Avantgarde)" eingebunden.
Obwohl das psychische Phänomen Synästhesie seit über 100 Jahren in der Psychologie bekannt ist, hat man es dennoch häufig als Kuriosität behandelt und kaum weiter in der Forschung beachtet. In den letzten Jahren aber hat sich die Erforschung der "Synästhesie" genannten cross-modalen Wahrnehmungen für die Betrachtung allgemeiner kognitiver Prozesse als besonders bedeutsam erwiesen. Vor allem mit dem Konzept "schwache Synästhesie" scheint ein Erklärungsansatz gegeben, der im Hinblick auf die Produktion und Rezeption von Kunstwerken allgemein und von literarischen Texten im Besonderen ausgewertet werden kann. "Schwache Synästhesie" bezeichnet im Gegensatz zu der demographisch sehr raren "Synästhesie" sensu strictu ein – so wird spekuliert – in unterschiedlichen Graden universelles Phänomen menschlicher Kognitionsleistungen.
Diese Fragestellungen werden in der Vorlesung, auch in Beziehung zu körperlichen Aspekten in der Dichtung und Poetologie Ernst Jandls (für den synästhetische Realisationen in Gedichten aufgrund der Beziehung Stimme, Schrift, Körper sehr wichtig waren), nachgezeichnet.
Ferdinand Schmatz stellt sich in seinen beiden Poetik-Vorlesungen und dem Konversatorium ebenso die Frage nach Synästhesie und Dichtung, mit Blick auf sein eigenes Werk, aber auch auf das Werk anderer Dichter.

ERNST-JANDL-DOZENTUR für POETIK
Diese Poetik-Dozentur wurde im Jahr 2010 vom literarischen Quartier Alte Schmiede (Wien) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und dem Institut für Germanistik der Universität Wien sowie der Gesellschaft zur Erforschung von Grundlagen der Literatur und mit Zustimmung der Dichterin Friederike Mayröcker im Namen des 2000 verstorbenen Dichters begründet.
Jedes Sommersemester wird eine für die deutschsprachige oder internationale Dichtung namhafte Persönlichkeit nach Wien eingeladen, um über jeweils wichtig erachtete allgemeine oder spezielle literarische Themen und Fragestellungen zu sprechen. Die dichterischen und gesellschaftspolitischen Perspektiven Ernst Jandls sind dabei den vortragenden Gästen als mögliche Orientierungsmarken oder Anknüpfungspunkte angeboten und werden zumindest im auf die Vorlesungen folgenden Konversatorium eine Rolle spielen.
Die Ernst-Jandl-Dozentur für Poetik ist in Form zweier öffentlich zugänglicher Vorlesungen in eine Lehrveranstaltung am Institut für Germanistik der Universität Wien eingebettet, deren Inhalte auch auf das Werk des jeweils eingeladenen Autorengastes Bedacht nehmen und sich mit Aspekten der Gegenwartsdichtung, mit Grundfragen der Poetik, mit Lyrikanalyse und Theorien der Dichtung, sprachsozialen Aspekten von Dichtung etc. befassen.

Universität Wien, Dr. Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWien
Beginn30.05.2012
Ende14.06.2012
PersonName: Dr. Thomas Eder 
Funktion: Univ.-Lektor 
E-Mail: thomas.eder@univie.ac.at 
KontaktdatenName/Institution: Dr. Thomas Eder / Institut für Germanistik der Universität Wien 
Strasse/Postfach: Dr. Karl Lueger Ring 1 
Postleitzahl: 1010 
Stadt: Wien 
Telefon: +43-699-10799195 
E-Mail: thomas.eder@univie.ac.at 
LandÖsterreich
SchlüsselbegriffeLiteratur nach 1945; Literaturtheorie: Themen; Lyriktheorie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.04.00 Methodik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik > 03.08.02 Dichtung und Sprache; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989); 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.08.00 Gattungen und Formen > 18.08.04 Lyrik; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.12.00 Österreich; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.12.00 Österreich > 18.12.06 Gattungen und Formen; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.08.00 Gattungen und Formen > 19.08.04 Lyrik; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich > 19.11.01 Forschung
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