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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Fischart im Kontext. Wissen in parodistischer Literatur des 16. Jahrhunderts (Universität Zürich)"
RessourcentypWeitere Forschungsvorhaben
TitelFischart im Kontext. Wissen in parodistischer Literatur des 16. Jahrhunderts (Universität Zürich)
Beschreibung"Das Projekt möchte der in den aktuellen Debatten zur Literatur der Vormoderne besonders akzentuierten Leitfrage, wie literarische Texte ins kulturelle Archiv ihrer Zeit eingebunden sind, an enzyklopädisch parodistischen Texten der Literatur des 16. Jahrhunderts als einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher, epistemischer und medialer Umbrüche nachgehen. Da Text-Kontext-Interferenzen in einer für literarische Texte außerordentlichen Dichte in Johann Fischarts Geschichtklitterung programmatisch werden, liegt das Schwergewicht der Analysen auf diesem in der Forschung noch immer vernachlässigten zentralen Text, dessen Vorlage, François Rabelais’ Gargantua, in komparatistischen Analysen berücksichtigt werden soll. Das Projekt wird sich unter wissensgeschichtlicher und kulturanthropologischer Perspektive auf die für das 16. Jahrhundert fraglos bedeutsamen und für Fischart wie Rabelais zentralen Diskurse über 1) Affekte, 2) Humanismus, Erziehung, Bildung und 3) Sprache konzentrieren. Diese historisch-systematische Zielstellung wird mit der Frage nach der Eigenart des literarischen Textes, seiner Literarizität, verbunden: Unter literaturwissenschaftlicher Perspektive zielt das Projekt damit auf die spezifisch literarischen Verfahren der Transformation gelehrter Diskurse und deren literarische Inszenierung. Literaturwissenschaftliche, wissensgeschichtliche und kulturanthropologische Fragestellungen sind auf diese Weise zu einem innovativen, weder in der Forschung zu Fischart, noch zu anderen literarischen Texten des 16. Jahrhunderts bislang erprobten Ansatz verknüpft. Methodisch gehen die Projektarbeiten von folgenden Prämissen aus: Sie verstehen literarische Texte als Repräsentationen, die nicht unmittelbar auf die Wirklichkeit verweisen, sondern bereits Erfahrungen, Wahrnehmungen, Deutungen, 'Verarbeitungen' von Wirklichkeit voraussetzen, wie sie im Sinne eines 'outillage mental' in Form von Metaphern, Bildfeldern, ikonographischen Mustern, Gattungen, Erzählschemata, Deutungsmustern zur Verfügung stehen. Sie fragen insbesondere nach der Vernetzung, den Kontinuitäten, aber auch den Diskontinuitäten von diskursiven Formationen. Dabei geht es um Übersetzungsvorgänge, Umcodierungsprozesse zwischen den verschiedenen Diskursen, im Blick auf die Literatur also etwa zwischen Literatur und Historiographie, Literatur und Recht, Literatur und Theologie/Philosophie, Literatur und Medizin/Naturkunde, und damit um Übersetzungsvorgänge zwischen literarischen und anderen kulturellen Konfigurationen."
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5431227
PersonName: Kellner, Beate [Prof. Dr.]  
Funktion: Projektleiterin 
Name: Bulang, Tobias [Dr.]  
Funktion: Mitarbeiter 
KontaktdatenName/Institution: Universität Zürich / ... / Deutsches Seminar 
Strasse/Postfach: Schönberggasse 9 
Postleitzahl: 8001  
Stadt: Zürich 
Telefon: +44 (0)634-2564 / -2569 
Fax: +44 (0)634-4905 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 1500 - 1580; Literatur 1580 - 1700
Zusätzliches SuchwortFischart, Johann Baptist ; Rabelais, François ; Parodie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben > 03.16.05 Literaturarchive. Museen. Forschungsinstitute. Gesellschaften. Sammlungen. Stiftungen;
10.00.00 16. Jahrhundert > 10.11.00 Gattungen und Formen > 10.11.05 Weitere Formen;
10.00.00 16. Jahrhundert > 10.13.00 Zu einzelnen Autoren
Ediert von  UB-Frankfurt
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