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Ergebnisanzeige "Ringvorlesung an der Universität Tübingen: Images of Gender: Figuren – Konzepte – Mythen in historischer und kultureller Varianz"
RessourcentypVortragsreihen
TitelRingvorlesung an der Universität Tübingen: Images of Gender: Figuren – Konzepte – Mythen in historischer und kultureller Varianz
BeschreibungRingvorlesung an der Universität Tübingen:
Images of Gender
Figuren – Konzepte – Mythen in historischer und kultureller Varianz
So Se 2012, Donnerstag 12-14 Uhr, Brechtbau, Wilhelmstr. 50, Raum 033

In den Vorträgen der Ringvorlesung „Images of Gender“ werden konkrete literarische Fallbeispiele mithilfe rezenter theoretischer Ansätze aus dem Bereich der Gender Studies, der Theater- und der Sozialwissenschaften vorgestellt und in ihrer historischen wie kulturellen ,Prägungsenergie’ verfolgt werden. Dabei bilden „Inszenierung“ und „Performanz“ den theoretischen Ausgangspunkt für die vorgestellten literarischen und kulturellen Schlüsselfiguren: Inszenierung wird verstanden als „spezifischer Modus der Zeichenverwendung in der Produktion“ (Fischer-Lichte). Werden Handlungssituationen bzw. -sequenzen, die Texte oder bildliche Medien abbilden, als Inszenierungen begriffen, dann richtet sich die Frage auf die Darstellung der Gendersignifikanz sowie auf die Auswirkung derselben auf unsere Handlungen, Wahrnehmungen, Konzeptu¬ali¬sie¬rungen. Das Konzept der Performanz wiederum verweist auf die Eigenmächtigkeit des Sprechers (performance) im Vergleich zum kulturellen Code (competence). In der Verschränkung mit der Theaterwissenschaft wird aus dem Sprechen ein Zeigen und ein Handeln gleichermaßen: Weiblichkeit und Männlichkeit werden eigenmächtig gesetzt und damit bestätigt oder entmachtet.
Dieser Ansatz soll in dreifacher Weise spezifiziert werden. Zum einen ist er mit der Frage zu korrelieren, wie insbesondere kulturelle Leitbilder von Gender produziert oder wirkmächtig werden. Zum Zweiten sollen die ,Leitbild¬produktionen’ spezifisch literarischer Quellen fokussiert werden. Zum Dritten ist nicht nur die kulturelle, sondern auch die historische Varianz dieser literarischen ,Leitbildproduktionen’ zu berücksichtigen. So lässt sich am jeweiligen historischen Einzelbeispiel aufzeigen, inwiefern die Inszenierungstechniken und performativen Praktiken zu jeweils ähnlichen oder aber zu differenten kulturellen Genderleitbildern geführt haben.

Programm:
26. April Prof. Dr. Jan Assmann (Heidelberg): Isis

03. Mai Prof. Dr. Therese Fuhrer (FU Berlin):
Parameter von Gender: Konstruktion und Destruktion von geschlechtsspezifischen Rollenbildern in der antiken Literatur

10. Mai Prof. Dr. Judit Árokay (Heidelberg): Die Dichterin als femme fatale. Das Bild der literarisch produktiven Frau im japanischen Mittelalter

24. Mai Prof. Dr. Friedrich Wolfzettel (Frankfurt):
Gattung und Gender: Zum idyllischen Roman im Altfranzösischen

14. Juni Prof. Dr. Annette Gerok-Reiter (Tübingen):Maria oder mannstolle Alte? Die Inszenierung der Frauenrolle im Minnesang

21. Juni Prof. Dr. Heidrun Eichner (Tübingen):
Weibliche „Vorbilder“ im Islam – autochthone und globale Modelle im Wettstreit

28. Juni Prof. Dr. Frauke Berndt (Tübingen): Medienskandal Medea

05. Juli Prof. Dr. Astrid Franke (Tübingen): Furien. Wenn Weiber wütend werden

12. Juli Prof. Dr. Elisabeth Cheauré (Freiburg):
„Mütterchen Russland“ – Ist Russland „weiblich“?

19. Juli Prof. Dr. Antje Wischmann (Tübingen):
„Schießen Sie nicht auf die Telefonistin!“ Die Funktion der ‚neuen Frau’ in der schwedischen und dänischen Literatur- und Mediengeschichte

26. Juli Prof. Dr. Ingrid Hotz-Davies (Tübingen):
„Unruly Men“ in Shakespeares Historiendramen

Organisation: Organisation: Prof. Dr. Annette Gerok-Reiter (Deutsches Seminar), Prof. Dr. Schamma Schahadat (Slavisches Seminar)


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortTübingen
Beginn26.04.2012
Ende26.07.2012
PersonName: Prof. Dr. Schamma Schahadat 
E-Mail: schamma.schahadat@uni-tuebingen.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Tübingen, Slavisches Seminar 
Strasse/Postfach: Wilhelmstr. 50 
Postleitzahl: 72074 
Stadt: Tübingen 
Telefon: 07071-2972982 
E-Mail: schamma.schahadat@uni-tuebingen.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Genderforschung; Literatur- u. Kulturgeschichte
Zusätzliches SuchwortGermanistik, Romanistik, Anglistik, Ägyptologie, Slavistik, Japanologie, Islamwissenschaft
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.04.00 Weltliteratur
Ediert von  H-Germanistik
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