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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Workshop "Aufklärung - Romantik. Schnittstellen zweier Modernekonstituenten""
RessourcentypVerschiedenes (Workshops, Sommerschulen u.a.)
TitelWorkshop "Aufklärung - Romantik. Schnittstellen zweier Modernekonstituenten"
BeschreibungWorkshop "Aufklärung - Romantik. Schnittstellen zweier Modernekonstituenten"

Zum Programm des „Laboratorium Aufklärung“, unter dessen Dach Wissenschaftler der Universitäten in Jena und Halle gemeinsam forschen, gehört die Frage nach den Grundlagen der Moderne, die im ‚langen 18. Jahrhundert‘ (etwa 1690 bis 1830) gelegt werden. Um der Antwort auf diese Frage näherzukommen, ist ein Workshop geplant, der sich mit zwei zentralen modernekonstituierenden Strömungen befasst: Aufklärung und Romantik. Ziel des Workshops ist es, Aufklärungs- und Romantikforscher zusammenzuführen, um aus germanistischer Perspektive nach einem gemeinsamen Problemhorizont und Problemstellungen zu suchen, auf die Aufklärung und Romantik voneinander abweichende (und in sich wiederum diverse) Antworten finden.

Von der Betrachtung der Schnittstelle werden sowohl Erkenntnisse über die Charakteristika der Mikroepochen als auch über den makroepochalen Langzeitzusammenhang erhofft. Voraussetzung für epochale Bestimmungsversuche wird die Reflexion von Konzepten für Epochen-Begriffsbildung sein. Der Zeitpunkt für eine systematische Zusammenschau, für die Entwicklung von handhabbaren Begriffen scheint nach einer forschungsgeschichtlich langen Zeit der Binnendifferenzierung sowohl in der Aufklärungs- als auch der Romantikforschung günstig.

Da der geplante Workshop zum einen die Begriffe Aufklärung und Romantik mit ihren konstitutiven Kennzeichen voneinander abgegrenzt will, zum anderen aber auch danach fragt, inwiefern es sich bei beiden Strömungen um Modernekonstituenten handelt, soll für das Ausloten der zweiten Perspektive die Anwesenheit des kanadischen Philosophen Charles Taylor als Schillerprofessor in Jena genutzt werden. Die Workshop-Ergebnisse könnten mit einer Theorie konfrontiert werden, die die in Aufklärung und Romantik herausgebildeten Weltbeziehungen als entscheidend für die folgenden Phasen der Moderne ansieht. Geprüft werden soll, inwieweit Taylors Theorie der Literaturwissenschaft Gewinn bringen kann. Der Workshop findet am 3. Und 4. Mai 2012 in Jena statt.


Programm:

Donnerstag, 3. Mai, 13.00 – 17.30 Uhr

Prof. Dr. Stefan Matuschek (Jena): Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Tom Kindt (Jena): Dem Mittelmaß ein Gruppensymbol? Zur Struktur, Bildung und Verwendung von Epochenkonzepten

Dr. Dirk Werle (Jena): Epochenbegriff und Problemgeschichte

Prof. Dr. Manfred Engel (Saarbrücken): Schnittstelle Aufklärung/Romantik: Auf der Suche nach "missing links"

Prof. Dr. Michael Titzmann (Passau): Zur Abgrenzung der Literatur(sub)systeme im 18. Jahrhundert

18.00 Uhr:
Prof. Dr. Charles Taylor: Disenchantment and Re-Enchantment (Großer Rosensaal)


Freitag, 4. Mai, 9.00 – 13.30 Uhr

Prof. Dr. Ludwig Stockinger (Leipzig): Romantische Anschlüsse an und Abgrenzungen von Aufklärungsvarianten

Prof. Dr. Holger Dainat (Bielefeld): Aufgeklärte Romantikkritik (im Kontext einer Theorie funktionaler Differenzierung)

Dr. des. Norman Kasper (Halle): Romantik schreiben. Ludwig Tieck als epochentypologisches Argument im frühen 19. Jahrhundert

Prof. Dr. Daniel Fulda (Halle): Menschwerdung durch Gefühle – Gefühlserregung durch eine Übermenschliche. Schillers Jungfrau von Orleans zwischen Aufklärung und Romantik


Veranstalter:
Prof. Dr. Stefan Matuschek: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung, Jenaergasse 8, 07743 Jena
Prof. Dr. Daniel Fulda: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung, Franckeplatz 1, Haus 54, 06110 Halle

Kontakt: Dr. Sandra Kerschbaumer, Email: sandra.kerschbaumer@netzwerk-arw.uni-halle.de

Veranstaltungsort:
Institut für Germanistische Literaturwissenschaft
Blauer Salon
Fürstengraben 18
07743 Jena

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortJena
Beginn03.05.2012
Ende04.05.2012
PersonName: Kerschbaumer, Sandra [Dr.] 
Funktion: Koordinatorin 
E-Mail: sandra.kerschbaumer@netzwerk-arw.uni-halle.de 
KontaktdatenName/Institution: Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung der Friedrich-Schiller-Universität Jena 
Strasse/Postfach: Jenaergasse 8 
Postleitzahl: 07743 
Stadt: Jena 
Telefon: + 49 (0) 3641 944 970 
Fax: + 49 (0) 3641 944 972 
E-Mail: rebecca.bocker@uni-jena.de 
Internetadresse: http://www.fzla.uni-jena.de 
Name/Institution: Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 
Strasse/Postfach: Franckeplatz 1, Haus 54 
Postleitzahl: 06110 
Stadt: Halle 
Telefon: +49 (0) 345 5521 781 
E-Mail: izea@izea.uni-halle.de 
Internetadresse: http://www.izea.uni-halle.de/cms/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830
Zusätzliches SuchwortEpoche
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