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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Gegenbilder – literarisch/filmisch/fotografisch. Interdisziplinärer Doktorandenworkshop der Bamberger Graduiertenschule für Literatur, Kultur und Medien"
RessourcentypCall for Papers
TitelGegenbilder – literarisch/filmisch/fotografisch. Interdisziplinärer Doktorandenworkshop der Bamberger Graduiertenschule für Literatur, Kultur und Medien
BeschreibungCall for papers:

Gegenbilder – literarisch/filmisch/fotografisch
Interdisziplinärer Doktorandenworkshop der Bamberger Graduiertenschule für Literatur, Kultur und Medien, 8./9. Juni 2012, Universität Bamberg

Literarische Texte, Filme und Fotografien rekurrieren in vielfältiger Weise auf traditionelle Motive des gemeinsamen kulturellen Beschreibungsinventars. Topische Elemente dieses „Bausteinkastens“ werden fortgeschrieben und variiert, jedoch auch demontiert und verworfen. Insbesondere an kulturellen Artefakten des 20. und 21. Jahrhunderts lassen sich solche „Gegenbilder“ untersuchen, die das Verhältnis von Modernität und Tradition ex negativo verhandeln. Doch nicht nur die ästhetische Auflehnung gegen Tradition und Konvention, sondern auch zahlreiche weitere Spielarten des Widerständigen – etwa ideologische Anti-Haltungen, diskursive Contra-Positionen, Abkehr von soziokulturellen Normen, Zuschreibungen und Stereotype – können als „Gegenbilder“ gefasst werden, die sich im literarischen, filmischen oder fotografischen Medium materialisieren und wirksam werden. Solche medialen „Gegenbilder“ tragen identitätsstiftende Qualität in sich, qua derer sich Individuen, soziale Gruppen aber auch Institutionen und Körperschaften repräsentiert sehen.

Der interdisziplinäre, kulturwissenschaftlich ausgerichtete Workshop widmet sich diesen Gegenbildern, Gegenrollen, Gegendiskursen in unterschiedlichen Medien und möchte diese innerhalb der Spannungsfelder Innovation/Tradition, Konformismus/Normbruch, das Eigene/das Fremde anhand folgender Fragestellungen diskutieren:

• Welche traditionellen Motive, Topoi und Figurenmodelle schreiben Literatur, Film und Fotografie fort, gegen welche schreiben sie an?
• Welche Gegenbilder, Gegenrollen, Gegendiskurse lassen sich in der Literatur, im Film oder in der Fotografie ausmachen?
• Wie funktionieren Abgrenzungsstrategien durch Bilder?
• Verhalten sich (Motiv-)Tradition und ihr Gegenpol Innovation tatsächlich antagonistisch zueinander?
• Inwiefern tragen konventionelle Beschreibungsmuster das Potential zum Widerstand gegen das Etablierte bereits in sich?
• Wie gestaltet sich die Inszenierung von Gegenbildern auf der Figurenebene und welche Funktion haben diese?
• Welche Rolle kommt bei der Konstruktion von Identität den Bildern und Gegenbildern zu?
• Welche Rolle spielen Gegenbilder bei der Darstellung von sozialer Zugehörigkeit oder nationaler Identität? Gibt es in der Literatur und in den anderen Medien Gegen-Stereotype oder Gegen-Klischees, die konventionelle Darstellungen der Nationen, Geschlechter oder sozialen Gruppen hinterfragen und vielleicht in neue Konventionen umschlagen?

Angesprochen vom Doktorandenworkshop sind Promovierende aller literatur-, kultur- und medienwissenschaftlichen Disziplinen, deren Dissertationsprojekte das Verhältnis von Bild und Gegenbild im weitesten Sinne thematisieren. Willkommen sind Beiträge, die sich den Gegenkonzepten, den Anti-Haltungen oder den Figurationen von Widerständigkeit in konkreten wie metaphorischen Bildwelten widmen.

Referate, Dissertationsprojekte, gerne auch Werkstatt-Berichte mit Bezug zum Workshop-Thema können im Rahmen 20-minütiger Vorträge präsentiert werden. An jeden Beitrag soll sich eine gemeinsame Diskussion von inhaltlichen Aspekten, Forschungsfragen und Methoden anschließen. Alle für den Workshop ausgewählten Abstracts werden in einem Reader zusammengestellt, eine Publikation der Vorträge als Sammelband ist ggf. möglich.

Um Vortragsvorschläge mit maximal 400 Wörtern sowie eine Kurzbiographie mit knappen Angaben zur Person bitten wir bis 5. April 2012 an: bagralcm@uni-bamberg.de
Ansprechpartner: Corina Erk, Christoph Naumann

Veranstalter
Der Workshop wird veranstaltet von Promovierenden der Bamberger Graduiertenschule für Literatur, Kultur und Medien. Die Graduiertenschule repräsentiert eine Literaturwissenschaft, die sich als kultur- und medienwissenschaftliche Basisdisziplin versteht und sich speziell der Auseinandersetzung mit den mannigfaltigen synchronen und diachronen Beziehungen zwischen Literatur, Kultur und Medien widmet. Die Graduiertenschule setzt auf interdisziplinäre Synergieeffekte, indem sie die literatur- und kulturwissenschaftlichen Kompetenzen des breit aufgestellten Philologien-Verbundes mit denen des Faches Kommunikationswissenschaft bündelt und miteinander in Dialog bringt.

Termin
Freitag, 8. Juni 2012 und Samstag, 9. Juni 2012
Ort: Bamberg
Deadline: 5. April 2012

Kontakt
Bamberger Graduiertenschule für Literatur, Kultur und Medien (BaGraLCM)
Corina Erk, M.A.
Christoph Naumann, M.A.
bagralcm@uni-bamberg.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBamberg
Bewerbungsschluss05.04.2012
Beginn08.06.2012
Ende09.06.2012
PersonName: Erk, Corina [M.A.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: bagralcm@uni-bamberg.de 
Name: Naumann, Christoph [M.A.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: bagralcm@uni-bamberg.de 
KontaktdatenName/Institution: Bamberger Graduiertenschule für Literatur, Kultur und Medien 
Strasse/Postfach: Markusstraße 12b 
Postleitzahl: 96047 
Stadt: Bamberg 
Telefon: +49(0)951-863-3103 [Koordination] 
E-Mail: bagralcm@uni-bamberg.de 
Internetadresse: http://www.uni-bamberg.de/bagralcm/ 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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