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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "„Als ob die Sprechblasen gestohlenes Gold im Munde trügen“: Zum Werk Georg Kleins "
RessourcentypVerschiedenes (Workshops, Sommerschulen u.a.)
Titel„Als ob die Sprechblasen gestohlenes Gold im Munde trügen“: Zum Werk Georg Kleins
Beschreibung„Als ob die Sprechblasen gestohlenes Gold im Munde trügen“: Zum Werk Georg Kleins

Obwohl Georg Klein seit seinem Debütroman "Libidissi" aus dem Jahr 1998 zu den weithin wahrgenommenen Protagonisten der literarischen Öffentlichkeit zählt und namentlich von Seiten der Literaturkritik intensiv begleitet wird, herrscht weder über die Gestalt und Bedeutung seiner Texte im Einzelnen noch über die Stellung seines Œuvres innerhalb der Gegenwartsliteratur im Allgemeinen Klarheit. Einig scheint sich die Literaturkritik allenfalls darüber zu sein, dass Klein als Vertreter einer erzählerisch originellen Form postmoderner Autonomieästhetik einzustufen sei, dem es in seinen Texten nicht um die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Wirklichkeit, sondern um die Verarbeitung von Genremustern, Stofftraditionen und Motivbeständen für die Zwecke einer Literatur über Literatur gehe. Während die Literaturkritik sich dem Werk Kleins also immerhin widmet, ist es innerhalb der Literaturwissenschaft bisher noch kaum in den Blick genommen worden. An diesen beiden Punkten – dem Konsens der Literaturkritik und der Ignoranz der Literaturwissenschaft – setzt der Workshop an:
Ausgangspunkt der Beschäftigung mit einzelnen Texten, werkübergreifenden Problemen und maßgeblichen Kontexten von Georg Kleins Werk wird die These sein, dass es nicht als selbstreferenzielles Spiel, sondern als subversiver literarischer Versuch zu charakterisieren ist, über die Problematisierung etablierter Vorstellungen von ‚Identität‘, ‚Verstehen‘ und ‚Geschichte‘ zur Reflexion historischer Entwicklungen beizutragen. Durch eine differenzierte Bestimmung der Konturen des Klein’schen Œuvres sollen im Rahmen des Workshops zugleich exemplarische Einsichten in die Konstellationen und Prozesse im literarischen Feld Deutschlands der vergangenen zwei Jahrzehnte gewonnen werden.

Programm:


Freitag, 30.03.2012

09:00 „Ich bin natürlich erstmal für Klischees.“ Kleins Spiel mit dem Detektiv-Genre in Barbar Rosa
(Stephanie Catani, Bamberg)

09:45 Erzählte Räume bei Georg Klein
(Lutz Hagestedt, Rostock)

11:00 Das stärkste Gewürz ist die Zeit. Eine Lektüre von Georg Kleins Erzählung Europa erleuchtet
(Burkhard Müller, Chemnitz)

11:45 „Dieser verstörende Selbstkuss des kreativen Systems“: Georg Kleins poetologische Texte
(Kai Sina, Göttingen)

14:00 German fun? Die Deutschen bei Georg Klein
(Tom Kindt, Jena)

14:45 Zur Funktion des Unwirklichen in der Prosa von Henning Ahrens (Lauf Jäger lauf), Dietmar Dath (Für immer in Honig), Georg Klein (Sünde Güte Blitz) und Elfriede Jelinek (Die Kinder der Toten)
(Gunther Nickel, Mainz)

16:00 Zwischen Futur Eins und Futur Zwei. Georg Kleins Grammatik der Zukunft.
(Stefan Willer, Berlin)

16:45 Auf dem Spielplatz des Unbewussten. Georg Kleins Kreiselbewegungen
(Helmut Böttiger, Berlin)

20:00 Öffentliche Lesung: Georg Klein


Samstag, 31.03.2012

09:00 „Berliner Surreapolis“. Berlinbilder und Berlinverrätselungen in Georg Kleins Romanen Libidissi und Barbar Rosa
(Susanne Ledanff, Christchurch/New Zealand)

09:45 Emanationen des Vergangenen. Roman unserer Kindheit und der bundesdeutsche
Verdrängungsdiskurs der frühen 60er Jahre
(Juliane Köster, Jena)

11:00 „Ich schreibe Männerliteratur“. Zu Georg Kleins Inszenierungen von Autorschaft
(Christoph Jürgensen, Wuppertal)

11:45 ‚Medien’ im Werk Georg Kleins
(Ijoma Mangold, Hamburg)

12:30 Abschlussdiskussion
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortJena
Beginn30.03.2012
Ende31.03.2012
PersonName: Jürgensen, Christoph [Dr.] 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: juergens@uni-wuppertal.de 
Name: Kindt, Tom 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: tom.kindt@uni-jena.de [Prof. Dr.] 
KontaktdatenName/Institution: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Germanistische Literaturwissenschaft, Frommannsches Anwesen,  
Strasse/Postfach: Fürstengraben 18 
Postleitzahl: 07743 
Stadt: Jena 
Ediert von  H-Germanistik
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