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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Vergleichendes Sehen in den Wissenschaften des 19. Jahrhunderts"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelVergleichendes Sehen in den Wissenschaften des 19. Jahrhunderts
BeschreibungVergleichendes Sehen in den Wissenschaften des 19. Jahrhunderts

2. Workshop "Medien der Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert"
5. bis 7. Oktober 2007

eikones - NFS Bildkritik, Graduiertenkolleg "Bild und Wissen"
Kunsthistorisches Seminar der Universität Basel


Vergleichendes Sehen ist vornehmlich als Technik kunsthistorischer, insbesondere stilkritischer Bildbetrachtung bekannt und im Zuge des aktuellen Interesses für eine Mediengeschichte der Kunstgeschichte immer wieder im Zusammenhang mit der Dia-Doppelprojektion diskutiert worden. Der Workshop ist ein Versuch, jene Verbindung von Sehen und Vergleichen, die bisher zu allererst als disziplingeschichtlicher Mosaikstein innerhalb der Kunstgeschichte Berücksichtigung fand, in einem breiter gefassten Spektrum wissenschaftlicher Diskurse und Praktiken des 19. Jahrhunderts zu verorten:

Welche kunsthistorischen Ordnungsparadigma fordern, jenseits des Hörsaals, ein Vergleichendes Sehen und wie oszilliert seine Verwendungs- weise zwischen Darstellungsmedium und Erkenntnisinstrument? (Sektion I)

Welchen Status hat das Vergleichende Sehen im Umkreis kennerschaftlicher Debatten? Lässt sich im Lichte der Verfügbarkeit neuer technischer und optischer Medien eine neue Form von Kennerschaft bestimmen, die, indem sie Reproduktionen verwendet, der Komparatistik der Kunstwerke eine Komparatistik der Medien an die Seite stellt? (Sektion II)

Wie lassen sich die angesichts dieser neuen Medien aufkommenden Überlegungen zur Sinneswahrnehmung mit der Technik des Vergleichenden Sehens in Verbindung bringen? Inwiefern lässt sie sich zugleich als Analysetechnik wie auch als Analysegegenstand spezifischer Bildpraktiken bestimmen? (Sektion III)

Wie findet Vergleichendes Sehen bei Naturforschern und -wissenschaftlern Verwendung? Wo ist sein epistemologischer Ort innerhalb der jeweiligen Disziplinen? Ließe sich vielleicht eine fächerübergreifende Ästhetik des Vergleichs erkennen? (Sektion IV)


Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung unter: www.eikones.ch

Konzeption:
Lena Bader, Martin Gaier, Falk Wolf

Ort:
eikones – NFS Bildkritik, Forum, Alte Universität, Rheinsprung 11, CH-4051 Basel



P R O G R A M M


Freitag, 5. 10. 2007

14.00
Begrüssung: Andreas Beyer, Basel

Sektion I (Moderation: Martin Gaier, Basel)

14.15
Tristan Weddigen, Bern
«L'ingénieux & l'agréable contraste!» Zu Anfang und Ende des komparativen Kunsturteils im Kontext der Gemäldesammlungen (18.–19. Jh.)

15.15
Stefanie Klamm, Berlin
Vergleichendes Sehen in der Klassischen Archäologie

16.15 Pause

16.45
Johannes Grave, Basel
Der semiotische Schatten des vergleichenden Sehens - Zu Goethes Falten-Philologie

17.45
Thomas Hensel, Siegen
Die Bildtelegraphie der Kunstgeschichte. Aby Warburg und die „Verschmelzende Vergleichsform"


20.00 Abendvortrag

Peter Geimer, Zürich
Vergleichendes Sehen - Gleichheit aus Versehen. Über Ähnlichkeit und Unähnlichkeit in kunsthistorischen Bildvergleichen


Samstag, 6. 10. 2007

Sektion II (Moderation: Lena Bader, Basel)

09.00
Grischka Petri, Bonn
Zwischen Kennerschaft und Wissenschaft: Druckgraphische Werkverzeichnisse um 1900 als Medien des Bildvergleichs. Vergleichende Beschreibungen und Abbildungen von Plattenzuständen bei der Katalogisierung von Druckgraphik am Beispiel Whistlers

10.15
Susanne Müller-Bechtel, Dresden
Die Zeichnung als kunstwissenschaftliches Erkenntnisinstrument – zu Möglichkeiten und Grenzen des Vergleichenden Sehens im 19. Jahrhundert

11.15 Pause

11.45
Ulfert Tschirner, Weimar
Harte Kontraste. Reproduktion und Kopienkritik eines verlorenen Freskos des Germanischen Nationalmuseums

12.45
Dorothea Peters, Berlin
Original – Kopie – Fälschung? Zum Diskurs über die Echtheit von Rembrandtwerken um 1900

13.45 Mittagspause

Sektion III (Moderation: Falk Wolf, Basel)

15.15
Michael Bies, Giessen
Das ‚unmenschliche' Widerspiel von Auge und Hand: Bedingungen vergleichenden Sehens im 19. Jahrhundert

16.30 Pause

17.00
Joerg Probst, Berlin
Der Junggeselle als Fotonarr. Zur Technikgeschichte der Kritik

18.00
Marcel Finke, Tübingen
Bild, Differenz und (Un-)Vergleichbarkeit. Formen der Visualisierung von bewegten Körpern bei Eakins und Muybridge


Sonntag, 7. 10. 2007

Sektion IV (Moderation: Claus Volkenandt, Basel)

09.00
Thomas Beck, Berlin
Bildmediale Vergleichbarkeit von Landschaftscharakteren: Naturphysiognomik bei Alexander von Humboldt und Carl Gustav Carus

10.15
Robin Rehm, Zürich
Vergleich zweier Seinsebenen. Merleau-Pontys Kritik an wissenschaftlichen Untersuchungen geometrisch-optischer Täuschungen

11.15 Pause

11.45
Frank W. Stahnisch, Montreal/Mainz
Nosologie der Dritten Dimension: Albert Neissers (1855-1916) Stereoscopischer Medicinischer Atlas zwischen Repräsentation, Ikonographie und vergleichender
Pathologie

12.45
Vera Dünkel, Berlin
Vergleichendes Röntgensehen

13.45 Abschlussdiskussion


eikones / NFS Bildkritik
NCCR Iconic Criticism
Universität Basel
Rheinsprung 11
CH 4051 Basel - Schweiz
Tel. ++41 (0) 61 267 18 10
Fax ++41 (0) 61 267 18 11
bildkritik@unibas.ch
www.eikones.ch

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBasel
Beginn05.10.2007
Ende07.10.2007
PersonName: N.N. 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: bildkritik@unibas.ch 
KontaktdatenName/Institution: eikones / NFS Bildkritik, Universität Basel 
Strasse/Postfach: Rheinsprung 11 
Postleitzahl: 4051 
Stadt: Basel 
Telefon: +41 (0) 61 267 18 10 
Fax: +41 (0) 61 267 18 11 
E-Mail: bildkritik@unibas.ch 
Internetadresse: www.eikones.ch 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte)
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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