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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Nicht von hier und doch nicht fremd. Autobiographisches Schreiben über die Herkunft aus einem anderen Land"
RessourcentypCall for Papers
TitelNicht von hier und doch nicht fremd. Autobiographisches Schreiben über die Herkunft aus einem anderen Land
BeschreibungNicht von hier und doch nicht fremd.

Autobiographisches Schreiben über
die Herkunft aus einem anderen Land



6.polnisch-deutsch-nordisches Symposium
des Instituts für Germanistik der Universität Stettin
mit dem Germanistischen Institut der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Trondheim und der Academia Baltica


vom 13. bis 16. September 2012
in Stettin/Szczecin und Groß Poberow/Pobierowo (Polen)


Konzeption:

Ein literarisches Phänomen geht um in Europa, und nicht nur dort. Es handelt sich um das partiell inflationäre Aufblühen einer Gattung, die ihrerseits so alt ist wie die gesellschaftliche und die philosophische Moderne selbst: um die Autobiographie und ihren zuweilen ununterscheidbaren Bruder, den selbstbiographischen Roman. Ein solcher machte beispielsweise, und das auch noch unter dem in Deutschland undenkbaren Titel "Mein Kampf", das mit Abstand bedeutendste literaturgesellschaftliche Ereignis der letzten zehn Jahre in Norwegen aus, nämlich Karl Ove Knausgårds "Min Kamp", im Luchterhand Verlag ins Deutsche übersetzt als "Sterben".

Diese neue Blüte selbstbiographisch akzentuierter Texte erhält verstärkende Unterstützung durch ein weiteres und seinerseits literaturgesellschaftlich bedeutendes Phänomen. Nicht nur, dass es immer mehr Immigranten in Europas althergebrachten "Vaterländern" gibt, sondern diese schreiben nun auch immer häufiger Erinnerungsbücher und (selbstbiographische) Romane über ihre Geschichte des Ankommens oder Nicht-Ankommens in ihren neuen Gesellschaften. Beides kommt zusammen im Erkenntnisinteresse unserer Veranstaltung: "Nicht von hier und doch nicht fremd" läuft also auf die Thematisierung von selbstbiographisch gefärbten Texten hinaus, deren Autoren über einen Migrationshintergrund verfügen. Dabei ist die Autobiographie immer schon ein ganz bedeutendes Medium für das Verstehen individuellen Lebens in einer sich immer schneller wandelnden und immer mehr internationalisierenden Gesellschaft gewesen.

Ein Befund, der eben nicht nur für Deutschland gilt, und nicht nur mit Blick darauf, dass sich im ablaufenden Jahr ein halbes Jahrhundert gerundet hat, seit die ersten staatlichen Anwerbungsvereinbarungen zwischen Deutschland und Italien abgeschlossen wurden. Polnische Arbeitsauswanderung und Re-Migration bezeichnen ihrerseits einen wesentlichen Aspekt der Jahre seit der Überwindung des Kommunismus. Ein seitdem in höchstem Tempo sich globalisierendes Europa hat also seinerseits neue literarische Facetten in Form der angesprochenen "Migrantenliteratur" hervorgebracht. Und wenn in den vergangenen Jahren sich ein Paradigmenwechsel fort von der Dominanz der Oral History zu einer mehr systematisierten Erinnerungsforschung vollzogen hat, wofür Titelgebungen wie "Geschichte und Gedächtnis in der Einwanderungsgesellschaft" stellvertretend stehen können, dann gilt das auch für unser Projekt über die nicht mehr fremden schreibenden Fremden. Also für die selbstbiographischen Texte von Autoren mit Migrationshintergrund, in denen zudem der traditionelle Unterschied zwischen Fiktion und "Faktion" nicht mehr in jedem Fall greifen muss. Diese Texte können ein Schlüsselelement für das Verständnis der gegenwärtigen europäischen Entwicklung abgeben.
Prof. Dr. Bernd Neumann, Trondheim


Im Sinne dieser Problemstellung laden die Veranstalter zu der Konferenz ein.

Der Tagungsbeitrag beträgt 50 EURO; darin enthalten sind die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Transfers vor Ort.

Für Teilnehmer aus Polen und den übrigen Staaten Ostmitteleuropas beträgt der Tagungsbeitrag 50 PLN. Ihre Reisekosten tragen die Teilnehmer selbst.

Anmeldungen erbitten wir bis zum 30. April 2012 unter: atalarczyk@o2.pl.

oder postalisch an unser Konferenzbüro
c/o Dr. Andrzej Talarczyk
Instytut Filologii Germańskiej
Uniwersytet Szczeciński
ul. Kostrzyńska 6 a,
Pl-70-848 Szczecin

Tel. +48-(0)91-4692016)
E-Mail: atalarczyk@o2.pl.


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortStettin und Pobierowo
Bewerbungsschluss30.04.2012
Anmeldeschluss30.04.2012
Beginn13.09.2012
Ende16.09.2012
KontaktdatenName/Institution: Dr. Andrzej Talarczyk, Instytut Filologii Germańskiej, Uniwersytet Szczeciński 
Strasse/Postfach: ul. Kostrzyńska 6 a 
Postleitzahl: Pl-70-848  
Stadt: Szczecin 
Telefon: +48-(0)91-4692016 
E-Mail: atalarczyk@o2.pl 
LandPolen
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft; 01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.07.00 Germanistik im Ausland; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.07.00 Deutschsprachige Literatur des Auslandes; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.10.00 Literarische Volkskunde; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945); 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.15.00 Exilliteratur; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.09.00 Stoffe. Motive. Themen; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.10.00 Bundesrepublik Deutschland bis 1990; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.10.00 Bundesrepublik Deutschland bis 1990 > 18.10.08 Stoffe. Motive. Themen; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.11.00 DDR; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.12.00 Österreich; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.12.00 Österreich > 18.12.07 Stoffe. Motive. Themen; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.13.00 Schweiz; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.09.00 Stoffe. Motive. Themen; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.10.00 Bundesrepublik Deutschland > 19.10.08 Stoffe. Motive. Themen; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.12.00 Schweiz
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